Es ist so merkwürdig.
Wir leben einfach beide unser Leben weiter und sind dabei nett zu einander. Nicht höflich nett, sondern aufrichtig. Besonders er. Und ich spiegel das.
Dadurch ist es weniger dramatisch und ich weine auch weniger. Es gibt mir eine innere Ruhe, von der ich nicht weiß, ob sie trügerisch ist. Es gibt null körperliche Nähe. Einfach 3-5 kürzere und längere Gespräch über alles mögliche.
Leider habe ich noch nichts von der Wohnung gehört.
Er kam eben auf mich zu und meinte, dass er es richtig gut findet, wie wir miteinander umgehen gerade.
Ich habe ihm gesagt, dass ich das auch angenehm finde, aber nicht davon abweiche erstmal auszuziehen. Und ich habe ihm gesagt, dass ich nicht weiß, ob das unser Weg werden kann. Ich bin ja eher Fan von klaren Schlusstrichen.
Ich habe ihn dann gefragt, wie er sich das vorstellt: unter der Woche arbeitet er lange, am WE ist seine Tochter da. Wann sollen wir uns sehen, wenn wir nicht zusammen wohnen.
Vielleicht denke ich gerade zu weit und sollte "genießen", dass es gerade friedlich ist, aber ich will den Trennungsschmerz auch nicht in ein paar Monaten wieder durchleben müssen. Bin eigentlich gerade auf einem guten Weg.
Er hat dann etwas gesagt, was mich verärgert hat. Er meinte, es ist gerade alles so gut mit uns, weil ich nicht mehr kontrolliere. Er findet sogar, dass das der Hauptgrund ist warum unsere Beziehung nicht gut läuft. Weil ich hohe Erwartungen an ihn habe.
Er meinte dann selbst, dass er gerade falsch abbiegt und dass ich das bestimmt anders sehe. Ich habe dem zugestimmt und ihn gebeten das Zimmer zu verlassen.
Irgendwie doch wenig Einsicht. Ich weiß aber auch nicht, ob da etwas dran ist. Es stimmt schon, dass ich gerade "entspannter" bin, das liegt aber daran, dass es/er mir egaler ist. Dass es mir gerade nicht wichtig ist, ob er mir seine Aufmerksamkeit schenkt...
Naja, das ein paar Gedanken. Ich fühle mich relativ stark und bin froh, dass ich bei dem Auszug bleibe. Möge da schnell etwas kommen.
