love2013
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Danke...für deine Zeilen, deine Mühe, deine Tipps, den Mut, den du mir gibst, deine Zeit.
Der "Bruch" ist noch ganz frisch. Gefühlt habe ich es vergangenen Freitag, gesagt hat er es mir in einem Telefongespräch am Samstag. Er hätte sich eine Liste gemacht mit positiven und negativen Dingen bzgl. einer möglichen Zukunft und er wäre sich sicher, dass es in Zukunft nur Probleme geben würde, weil wir so verschieden sind. Und er kann sich nicht vorstellen, unter den Aspekten mit mir glücklich zusammenleben zu können, wenn die Gefühle dann abflauen würden. Seine schlechten Gefühle seiner Familie gegenüber und das nun vorhandene Gewissen, was er 14 Monate ausgeblendet hat, haben sicher seine Entscheidung und Denkweise stark beeinflusst. Ach, die finanziellen Nachteile gibt es ja auch noch....
Flauen Gefühle immer ab? Das mit den Verschiedenheiten wussten wir beide von Anfang an, ich sah darin ganz am Anfang ein größeres Problem als er. Das hat sich bei mir gewendet, weil die Zeit miteinander mir "bewiesen" hat, dass ich durchaus auch genau an diesen Verschiedenheiten profitieren kann, weil ich meine teilwiese eingeschränkte Sichtweise ändern und meinen Horizont dadurch erweitern kann. Ich habe nach Lösungen gesucht, er nach Problemen. Als sein Herz die Regie hatte, war alles möglich, jetzt ist sein Verstand die treibende Kraft und dieser hat sich gegen mich und damit uns entschieden. Seine Worte bei seiner letzten SMS waren "Es war ein wunderbarer Traum, der nicht Realität werden kann und jetzt zu Ende ist." Wenn alles planmäßig läuft, wird er am kommenden Wochenende in die neue Wohnung ziehen. Ich werde meine ganze Kraft brauchen, um ihn nicht wieder anzuschreiben. Ich denke, ich sollte ihm Zeit geben, bis er sich an seine neue Situation gewöhnt hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass seine Frau schon jetzt einen Rückzieher macht und er diesen Umzug erst gar nicht vollziehen muss, selbst wenn er ihr sicher schon gesagt hat, dass er sich von mir getrennt hat.
Tja, das mit der Firma ist ein Problem...weil er nämlich mein Vorgesetzter ist (nicht der direkte Vorgesetzte) und niemand über uns Bescheid wissen darf. Wenn wir ein "richtiges" Paar geworden wären, wäre das o.k., aber so...
Dass mit der Atmung werde ich mal ausprobieren und auch die anderen Hilfeseiten werde ich mir ansehen. Wenn ich lese oder schreibe, fühle ich diesen Schmerz nicht.
Mit der Selbstfindung hast du sicher Recht. Eigentlich führe ich mit meinem Mann schon seit vielen Jahren keine Ehe mehr, sondern eine schlechte Zweckgemeinschaft und das gilt für beide Seiten und ich habe auch nie ein Geheimnis daraus gemacht. Respektlosigkeit und Streit gehören zur Tagesordnung. Ich habe es nie geschafft, hier auszubrechen, habe Kinder, Haus und die finanzielle Situation vorgeschoben, war in einer Art "Dornröschenschlaf", meine eigenen Bedürnisse waren nicht mehr vorhanden. Vielleicht war diese intensive Beziehung notwendig, damit ich endlich aufwache und mein eigenes Leben lebe. Aber ein Leben mit ihm hätte ich mir schöner vorgestellt. Ich wollte anfangs gar nicht mit ihm zusammenziehen, sondern es langsam angehen lassen. Aber anscheinend sollte es keinen gemeinsamen Weg geben, zumindest jetzt noch nicht. Wie du siehst, ganz aufgegeben habe ich ihn noch nicht, weil ich noch immer an die Macht dieser intensiven Gefühle zwischen uns glaube. Aber ich weiß auch, dass es nie eine derart harmonische Beziehung geworden wäre, wie er sie mit seiner Frau hatte. Da haben halt die Gefühle gefehlt, alles hat seine Schattenseiten...eine Zweckgemeinschaft mit freundlichem Umgang.
Ich empfinde es nicht als Strafe, was mir gerade passiert. Ich bin enttäuscht und verletzt, weil ich die Beziehung zu diesem Mann sehr zaghaft begonnen habe und mich immer mehr geöffnet habe, weil immer mehr intensive Gefühle auf beiden Seiten vorhanden waren. Ich war mir sehr sicher, dass es keine bessere Basis für eine Beziehung geben kann. Ich kenne so viele Menschen, die umher irren und den passenden Partner suchen, nach Gemeinsamkeiten "filtern", diese auch finden...aber dann fehlt der Funken, die Liebe, die "Chemie", die wir beide so intensiv fühlen konnten wie nie bei anderen Menschen zuvor. Jetzt werde ich aus rationalen Gründen verlassen, noch bevor wir eine Chance bekommen haben, unsere Liebe wirklich zu leben. Das tut weh, sehr weh. Wenn wir es versucht hätten und es hätte nicht geklappt, wäre ich sicher auch unglücklich, aber wir hätten es versucht.
Danke nochmal, Manfredus.

