Zitat von Butterblume63: Ich glaube diese " böse,rücksichtslose, nur an sich selbst denkende" Seite ist zu hart es sich einzugestehen.
Wenn man sagt, man hat in einer Blase gelebt, dann ist das doch keine Entschuldigung und erst Recht keine "Schutzblase". Das heißt doch nur, dass der Betrüger in dem Moment ganz egoistisch nur an sich selbst gedacht hat.
Die Familie, die Frau zuhause, an die wurde in der Zeit einfach nicht gedacht.
Mein Mann hatte nach dem ersten Mal Sex mit AF sich furchtbar geschämt. Sie war wohl auch komplett überfordert mit der Situation. Aber sie haben sich über 3 Jahre immer wieder getroffen. Also spätestens das zweite Mal war dann in vollem Bewusstsein dessen, was man da tut. Ich habe meinen Mann gefragt, warum er es hat zum 2.Mal kommen lassen, wenn er sich nach dem ersten Mal ach so geschämt hat.
Er konnte es nicht erklären. In WA Nachrichten konnte ich es dafür nachlesen. Dort konnte ich sehen, dass er sich das gut überlegt hatte.
Ich verstehe das heute so:
Er war bei ihr und hat nur an sich gedacht und fühlte sich gut.
Er fuhr in Richtung nach Hause und die Scham und das schlechte Gewissen kam. Dann zuhause das familiäre Chaos.
Er findet wieder Zeit für sie und löst sich von zuhause und fährt mit Vorfreude zu ihr.
Was macht das Gehirn daraus?
Das gute Gefühl auf dem Weg zu ihr wird mir ihr verknüpft.
Das schlechte Gefühl auf dem Weg nach Hause wird mit mir verknüpft.
Das ist nicht triebgesteuert. Das ist Egoismus in Reinform. Man will sich einfach gut fühlen und geht dorthin, wo man das gute Gefühl glaubt zu haben.