Es ist wirklich sehr spannend das alles zu lesen.
Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass Alk. /Kneipenbesuche dabei waren,zumindestbei meinem opa.Er hat auf dem Bau gearbeitet. Es fehlte wohl auch finanziell,sonst hätte man dem Kind nicht die Haare abgeschnitten und diese verkauft, um Geld zu haben. Kurz vor seinem Tod kamen Tränen und Erzählungen von massiven Schlägen seiner Mutter ihm gegenüber.
Cola war eine Ausnahme und gab es nur bei den Großeltern. Auch gegessen wurde ganz anders,Blutwurst, Leber ,wild oder Gänsebrust, sowas gab es in meiner Jugend nicht(zum Glück

,nicht mein essen)
Früher war es Normal, wenn Kinder geschlagen wurden,das nahm auch immer mehr ab. Wenn der Nachbar mit den Kindern geschriehen hatte,man das bis in unser Haus hörte,war das normal.
Wenn heute ein Nachbarsschreit zu hören ist und es sich nicht ,,Normal,, anhört eher gefährlich,bin ich auch schon rüber gegangen und hab gefragt, ob alles ok ist.
Als Kinder verabredete man sich bereits in der Schule,Uhrzeit und dann holte man jemanden von zuhause ab oder ging zu dem,ohne nochmal zu telefonieren. Ansonsten gab es Telefonzellen,wo noch drinnen, Telefonbücher vorhanden waren.
,,Erziehungsmasnahmen " bestanden eher daraus: mach das oder Strafe . Angemessen war es nicht. Es wurde nicht über das Verhalten geredet. Das konnte man ab der Jugend nicht mehr bei mir anwenden und es folgte Gegenwehr, die wirkte. Hätte ich mich so aufgelehnt in den 50ern,als Jugendliche, wäre ich wahrscheinlich ordentlich verprügelt worden.
Wir nutzen noch Kasetten und kauften uns nicht neue. Es wurde einfach mehrfach überspielt, Musik aus dem Radio aufgenommen und noch mit dem Stieft wieder aufgewickelt.
Stoppen in der Stadt ein Highlight. 50,00 DM war ein Vermögen, die Taschen waren voll. Heute ist dafür vielleicht ein Pullover oder Hose drin.
Früher konnte man zu jedem im Dorf hingehen. Mit der Familie zusammen etwas unternommen wurde kaum,wir Kinder wurden zu Freizeitreisen geschickt oder in Sportvereinen untergebracht.
Auch zwischen Dorfleben und Stadt waren riesen Unterschiede. Bin ich im Dorf mit einem Pferdepulli zur Schule gegangen war das normal und es gab keine Streitereien die ausarteten ,ungefähr mit 12J. . Als ich ihn die Stadt umgezogen bin,ca. im selben alter,dort auf die Schule ging,wurde ich schräg angeguckt, als sei ich aus der Steinzeit. Dort gab es Gewalt als Normalität. Es war wie ein Schock und ne andere Welt. Es war wirklich Gefährlich, Lehrer wurden garnicht ernst genommen. Da gab es Bewaffnung und dro. an der Schule. Und das in der 5ten Klasse! Sozialarbeiter oder Pausenaufsichten ..nicht präsent oder vorhanden. Die Lehrer hatten resigniert.
Heute gibt es ja viel mehr präventiv Maßnahmen (Streitschlichter usw)und Ansprechpartner an Schulen.