Zitat:Du gehst immer bewusst auf einige meiner Punkte gar nicht ein. Ich könnte Dir hier jetzt genau so vorwerfen, dass Du ein "Maskulinist" bist, der nur zu lange Feministinnen-Videos auf YouTube angesehen hat und der sich dadurch mächtig angep... fühlt. Ich kann Dich ja durchaus verstehen. Feminismus ist für mich auch Nonsens. Das liegt aber daran, dass es bei den meisten von diesen Hardlinern nur um Rache für irgendwas geht, was sie selbst nie erlebt haben. Nicht aufgrund einer gesellschaftlichen Grundeinstellung per se. Wie kommt es denn, dass das passiert? Weil Männer jetzt auf einmal nur noch durch Frauen gehirngewaschen wurden? Und wie trat das dann zu Tage? Wodurch kam das?
Also "immer" ist jetzt aber stark überzogen.
Also mal grundsätzlich werfe ich Dir nichts vor, sondern ganz im Gegenteil, die meiste Zeit vertrittst Du hier handfeste Werte, welches ich akzeptieren und unterschreiben kann. Ich sehe das jetzt auch eher als "Gelaber alter Säcke beim Wein".
Willst Du mich auseinander nehmen, wenn ich mal unsauber formuliere? Welches ist denn Dein Standpunkt? Dass der Mensch sein Schicksal in der Hand hat oder eher wie Mark Twain, dass das Schicksal beim Aufeinandertreffen der ersten zwei Atome vorbestimmt war? Dieses Dilemma hat Philip Jose Farmer in Flusswelt und Tiers ganz anschaulich (Sci-Fi-Abenteuerromane) beschrieben.
Ich glaube, dass wir in einer Welt leben, in der viel vorherbestimmt ist. Es sei denn, wir stemmen uns dagegen. Es sei denn, wir preisen unseren Willen. Ich halte es mit Steve Jobs (YT: Steve Jobs - Simple Fact) und ich liebe es in einer Welt zu leben, der ich meinen Willen aufzwingen kann - auch wenn dem nicht so wäre. Was mir von euch aber jemand weder positiv noch negativ beweisen kann.
"Wodurch kam das?"
Ich bin Pragmatiker. Ich sehe, was funktioniert. Ich sehe, was nicht funktioniert. Und wenn ich aus diesen Endstadien Abläufe extrahieren kann, die sich alle bis auf wenige Details gleichen, dann kann ich nach einer gewissen, den gröbsten Ansprüchen der Empirie genügend, Menge an Abläufen eine These erheben. Und diese Thesen haben bislang noch jeden Beweis standgehalten. Ich meine jetzt den Beleg der Theorie durch die Praxis.
Die Antwort nach dem woher würde ich daher aus einer Kausalkette ableiten. Diese einzelnen Punkte sind zwar selbst sehr deutungsvariabel, aber die Abläufe ändern sich dadurch nicht. Ich streiche also die Emotion aus der Gleichung. Es ist süß, es ist sauer, es ist kalt wird da zu "es ist ein Geschmack". Ein Geschmack bleibt er, egal wie man ihn beschreibt.
Es führt dazu (und dies ist eine von unzähligen Interpretation, die alle (!) real sind):
Der TE und viele andere Männer kommen zu 99% hier mit einer Version des "Sparbuchs der Liebe" hier an. "Ich habe alles richtig gemacht und dennoch habe ich verloren!". Auf der einen Seite steht Urmel, der sagt, dass Frauen "im Moment" lieben. Auf der anderen Seite stehen Haus, Familie...und im Schatten der Lover der Frau.
(Welche Varianten es gibt, hier mal ein Auszug: "habe Handy gelesen...seit 3 Jahren kein 6 mehr...sie sagt, ich habe ihre Gefühle nicht beachtet...ich habe nie Gefühle gezeigt....Geburtstag vergessen....immer andere Frauen angeschaut....".
Alle hier suchen Antworten. Und obwohl denen gerade auf dem Silbertablett serviert wurde, dass alle Guten Taten die Ehe nicht gerettet haben, klammern sie sich an das "alte Regelbuch". Die Werte sind toll, die teilt auch meine Frau - ...ja, bis sie sie nicht mehr teilt. Dann ist das Sparbuch der Liebe geplatzt.
Und obwohl diese Wahrheit so nah vor ihren Augen liegt, schauen sie nicht hin. Because: Ego und so...
Bei der nächste Flamme wieder "Sparbuch der Liebe". Wie dämlich kann man eigentlich sein? (und ich darf dies so schreiben, weil ich selbst oft genug sehr dämlich war.) Das ist doch Wahnsinn! (Ach ja, Definition von Wahnsinn: etwas wiederholt machen, obwohl man weiß, dass es falsch ist).
So Leute. Und die eigentliche Frage ist, warum Männer so stark daran festhalten? Falsch. Warum hält ein Mensch an etwas fest, von dem Ihm alle sagen, das es Wahnsinn ist, weil die es schon durch haben, obwohl er selbst bereits damit gescheitert ist.
Jaja, ich weiß, Ego und so. Ja, klar. Aber wie kommt der Kram IN DAS EGO? Was formt euren Charakter. Was formt eure Glaubenssätze?
Die Gesellschaft, Normen, Erziehung...Und wer würde gerne bestimmen, welche maskulinen Werte toll sind und welche lächerlich? Ne, falsch, wessen Werte wurden fremdbestimmt? Die Werte der Männer. Und warum? Weil das andere Geschlecht Vorteile hat. Und warum macht es das? Weil es es kann? Und warum halten wir nicht mit Grenzen dagegen? Weil wir es verlernt haben. Weil andere Glaubenssätze an dessen Stelle platziert wurden.
Du siehst, Pragmatismus. Ich frage nicht
warum, ich beschreibe
was.