Zitat von thegirlnextdoor: So hatte ich dich verstanden und finde das tatsächlich sehr viel "harmloser" und weniger schlimm als Fälle, in denen die Affäre sich aktiv in die Ehe des Affärenführers einmischen möchte, der EF die Pest an den Hals wünscht usw.
Gerade in Anbetracht dessen wie du es hier schilderst glaube zumindest ich dir durchaus, dass du zufrieden mit der Situation bist und es für dich so, wie es ist, passt.
Mag sein, dass du dich mit den Gefühlen etwas verrechnet hast (das passiert aber den meisten in solchen Konstellationen), du hast aber trotzdem die nötige Distanz und auch genug Objektivität, die Sache zu sehen wie sie ist, verrennst dich nicht in Fantasien oder verpürst das Bedürfnis nach blindem Aktionismus.
Wurde dir hier zwar alles auch schon unterstellt, sehe ich aber absolut nicht.
Das mit den Gefühlen ist natürlich ärgerlich/schade, wenn das etwas von der Leichtigkeit und Unbeschwertheit nimmt, aber leider so ohne weiteres nicht zu ändern...
Ich würde dir wirklich raten, einfach weiterhin zu genießen was ihr habt und halt noch vorsichtiger zu sein, falls nötig. Mehr kannst du so wohl nicht tun.
Vielen Dank für deine Einschätzung. Ja, es stimmt hier wirklich jedes Wort.
Und wenngleich dieser Austausch sehr wertend und herablassend begonnen wurde, so hat er sich doch zu einem sehr interessanten Verlauf entwickelt, der mich zum Nachdenken anregt.
Es ist wirklich so, dass jede Affäre anders ist und man könnte niemals von einer auf die andere umlegen, weder die handelnden Personen, noch das Ziel, das verfolgt wird.
Daher sehe ich, ohne etwas schönreden zu wollen oder mich von der Sünde freizusprechen, meine Art der Affäre wirklich nach langem Überlegen als noch das Bessere vom Schlimmen. Es wird betrogen, gelogen, alles verwerflich, darüber muss nicht näher diskutiert werden. Aber es gab diesen Mann, der mit seinen Defiziten in der Beziehung auf eine Frau traf, die diese Defizite ausfüllen konnte und dieser Mann gab der Frau das, was ihr fehlte. Diese Frau hat nie im Auge diesen Mann für sich zu haben, sondern es geht um die Abdeckung von Bedürfnissen. Die Frau wird nie schlechtgeredet. Es wird über übliche Dinge gesprochen aber nie so, dass die Frau als Dämon hingestellt wird. Da es nicht den Zweck verfolgt, sich über die Frau zu stellen.
Der Mann hat, wenn man ihm glauben kann, versucht diese Bedürfnisse mit seiner Frau zu füllen, dies ist angeblich nicht gelungen. Eine finanzielle und soziale Situation ist absolut wichtig für das Fortbestehen dieser Beziehung. Der Mann, der durch dieses Auffüllen der Bedürfnisse sehr viel zufriedener und ausgeglichener ist, hat nun einen guten Umgang mit seiner Frau. Diese lebt auch ihr eigenes Leben ob mit oder ohne fremd...... - ist nicht bekannt. Sie hat nach außen die intakte Familie, das Vorzeigeunternehmen und ist zufrieden. Alles läuft gut, zumindest würde es den Anschein machen.
Möglicherweise würde es ohne diese AF mehr Stress, Frust und Streit geben, es ist davon auszugehen, denn so war es vorher.
Zitat von thegirlnextdoor: Ich würde dir wirklich raten, einfach weiterhin zu genießen was ihr habt und halt noch vorsichtiger zu sein, falls nötig. Mehr kannst du so wohl nicht tun.
genau das ist es. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Es würde keinen schlanken Fuß machen, wenn es "aufklatscht". Nicht nur wegen dem Schmerz der EF sondern auch wegen der Kinder und eventueller Schadenfreude gewisser Mitmenschen und da geht es nicht um mich, auch nicht um ihn sondern wieder um die EF aus bestem Hause.
Ich werde trotzdem weiterhin Minischritt für Minischritt versuchen mich emotional zu distanzieren. Ich habe mittlerweile Strategien aufgestellt, die hier möglicherweise hilfreich sein können. Ich werde auch weiterhin mit dem "Ende" an meiner Seite leben. Ich werde die Begrenztheit einer Beziehung für mich im Auge behalten. Jede Beziehung geht irgendwann zu Ende. Entweder durch ein normales Ende wie auch immer oder durch Tod. Es ist immer schmerzhaft und Trennungen hinterlassen immer Spuren wie man es hier auch deutlich erkennen kann.
Ich bin ganz fest davon überzeugt, dass man mental sehr viel vorwärts bringen kann und mit realitätsnaher Betrachtung der gegenwärtigen, vergänglichen Situation sich sehr viel Schmerz ersparen kann.