@Mira_ Jede Affäre ist eine toxische Beziehung und somit hast auch du schon mal in einer gesteckt. Ich kenne deine Geschichte zwar nicht, habe aber den Eindruck, dass der Frust darüber, IHN nicht bekommen zu haben, immer noch in dir steckt. Falls es denn so sein sollte, lass dir von einer alten, weisen Frau sagen, das es manchmal tatsächlich besser ist, wenn man etwas nicht bekommt, was man sich so sehr wünscht.
@all
Zeigt mir doch bitte die Stelle in meinen Beiträgen, wo ich behauptet habe, dass er nur mich liebt.
Liebe ist nur ein Wort und Männer sind langfristig nur an zwei Dingen interessiert, das hatte ich in einem meiner Beiträge schon ausgeführt. Ich habe meine Lektion gelernt und kann daher S. und Liebe inzwischen ganz gut trennen, wobei ich noch nicht weiß, ob ich das mit der Liebe nochmal richtig hinbekomme.
Natürlich war auch ich nicht von Anfang an eine GLÜCKLICHE Geliebte, aber mit zunehmender Affärendauer und abnehmendem Hormonspiegel sehe ich das Ganze inzwischen doch ziemlich rational und realistisch. In meinen nicht ganz so glücklichen Zeiten hatte ich dieses Forum entdeckt, am Anfang nur mitgelesen, dann eine ganze Zeit wieder vergessen und mich vor Kurzem angemeldet, um auf den Beitrag einer Userin antworten zu können.
Aus den auch bereits oben genannten Gründen sehen wir uns nicht mehr jedes Wochenende, da ich ihn in meinem Haus nicht haben möchte und auch keine Zeit habe, jedes Wochenende mit ihm in irgendein Hotel zu fahren. Das behagt ihm nicht so wirklich, ist aber nicht mein Problem. Ergo sitzt er jetzt nicht neben mir und kann euch schnell mal seine Meinung schreiben, aber da wir über das Thema der Offenbarung mehr als einmal ausführlich gesprochen haben, kann ich euch seine Meinung gerne darlegen, in der Hoffnung, damit nicht den Strang zu kapern.
Also: Natürlich könnte er ihr sagen, dass es mich gibt. Und wie geht es dann weiter? Dazu gäbe es folgende Szenarien:
1. Er fordert sie auf auszuziehen. Und wenn sie es nicht tut? Man kann einen erwachsenen Menschen nicht einfach so zusammenpacken und vor die Tür setzen. Wir hatten im Urlaub folgenden Dialog: Meine Frau nervt mich, sie trinkt, ich will, dass sie auszieht. Ich: Kannst du gerne versuchen, ich mache dir aber nicht viel Hoffnung. Wenn sie nicht freiwillig geht, kannst du klagen oder sie umbringen. Das mit der Klage kann ein paar Jahre dauern, bei mir waren es fünf, bis ich wieder in das Haus konnte. Abgesehen davon werde ich mich Sicherheit nicht in dein Haus ziehen und dir die Muddi ersetzen. Erschrockenes Gesicht bei ihm und die Frage: Ja, was soll ich dann machen? Ich zu ihm, und das wäre Szenario
2. Das Einzige, was du tun kannst, ist selbst auszuziehen. Er: Ja, aber es gibt ja keine Wohnungen, das kostet Geld und ich habe keine Lust, den ganzen Tag in einer kleinen Wohnung zu sitzen und auf dich zu warten.
Jo, da hat er nicht Unrecht.
Bleibt also Szenario 3. Er: Kann ich nicht zu dir ziehen? Ich würde dir auch Miete zahlen. Ich: Nein, du weißt, dass das wegen der Kinder nicht geht, und außerdem würdest du dann auch nur den ganzen Tag auf mich warten.
Und was nützt ihr das Wissen darüber, dass es mich gibt? Auch dazu eine kleine Geschichte aus meinem Leben:
Als meine Mutter vor einigen Jahren mit Anfang 70 die Diagnose Brustkrebs bekam, nutzte mein Vater ihren Aufenthalt in der Reha, um sich schon mal nach einer Nachfolgerin umzusehen, seine Jugendliebe hervorzukramen und mehrmals zu besuchen. Er müsse ja schließlich sehen, wo er bleibe, wenn meine Mutter mal nicht mehr ist, sagte er, nachdem die Sache aufgeflogen war. Meine Mutter hat es damals leider nicht geschafft, ihm die Koffer vor die Tür zu stellen, weil man das ja nach fast 50 Jahre Ehe nicht mehr macht. Verarbeitet hat sie die Sache bis heute nicht, und bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit kommt die Sache wieder hoch, obwohl, Ironie des Schicksals, die Dame, die mein damals als Backup auserkoren hatte, bereits seit ein paar Jahren tot ist, während meine Mutter sich wieder und immer noch bester Gesundheit erfreut.
Also, was würde EF diese Information bringen, wenn sie aus der Situation nur bei Strafe des eigenen Untergangs heraus kann. Und bei aller Liebe, auch wenn mein AM sich sicherlich alles andere als moralisch einwandfrei verhält, ist er doch nicht so abgebrüht, ihr nun auch noch jedes Mal unter die Nase zu reiben, dass er jetzt zu seiner Geliebten geht.
Ich möchte keinen gestressten Liebhaber und ich möchte nicht, dass er mit Sack und Pack bei mir einzieht. Ich würde mich tatsächlich gern mal mit seiner EF unterhalten, einfach schon aus Neugier, wieviel von dem, was er mir im Laufe der Jahre erzählt hat, tatsächlich stimmt. Aber ich glaube, dass das nicht so wirklich zielführend wäre, weil sie, obwohl sie nur wenige Jahre älter ist als ich, in einer vollkommen anderen Welt zu leben scheint. Für mich ist es einfach unverständlich, wie man sich und sein Leben so vollständig an einen Mann verkaufen und sich von diesem abhängig machen kann. Aber ich bin eben auch in einer ganz anderen Welt groß geworden.