BR91
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Wie mit ihr umgehen? -> "Gar nicht"
Was heißt das? Ignorieren? Distanziert zeigen? Selber auf Abstand gehen?
Ja, den Eindruck macht sie momentan leider, dass sie die Angst nicht hat, mich zu verlieren. Sie merkt ja, wie ich ihr zu Füßen liege und mache und tue, wie ich an ihr hänge. Von ihr kommt wenig bis gar nichts, was unsere Bindung, ihre Bindung zu mir, noch irgendwie verdeutlicht.
Was ich mich nun frage, da ihr Umgang mit Konflikten oder zumindest mit diesem, so aussieht, wie er aussieht: wie kriege ich sie zurück ins Boot?
Sehe mich kaum vorankommen, wenn ich jetzt selbst erstmal auf passiv schalte?! Das mag mir persönlich aufgrund des Abstandes vielleicht gut tun. Aber tut das auch dem weiteren Miteinander gut? Ich habe immer die Angst, dass man in den 2, 3, 4 Wochen "verlernt" sich zu lieben. Ich merke ja selbst, wie sich um meine Liebe zu ihr gerade ein dicker Mantel an Frust legt und sich gefühlt Fronten zwischen uns aufbauen. Daher auch das angespannte Schreiben miteinander.
"Witzigerweise" hat sie ihre Flucht mir gegenüber ja noch als Gunst verkaufen wollen. Dass ich ja hätte nirgends hingehen können (mein Kinderzimmer im Elternhaus existiert nicht mehr). Deswegen hätte sie das nun auf sich genommen um dann jeden Tag 60 km zur Arbeit zu pendeln
Ich glaube diese Flucht von ihr ist ein wichtiger Punkt. Einerseits hatte sie eine Woche nach Beginn mir gegenüber den Trennungsgedanken schon "klar" formuliert.
"Es wäre besser, wenn wir es jetzt machen und uns trennen. Sie hat momentan keine Kraft den richtigen Weg für uns zu finden". Aber erzählt mir im gleichen Atemzug dann ebenso, dass sie mich liebt und immer geliebt hat und auch noch auf dem Weg zu diesem "Trennungs"gespräch daran gedacht hat, wie ich denn so mit Kindern wäre. Hä?
Da ich emotional mit der Situation so überfordert war, habe ich nichts gecheckt und sie ca ne Stunde später gefragt, was das denn nun bedeuten würde, wenn sie die Tür verlässt? "Beziehungsstatus single?" Ihre Antwort: "Nein, aber auch nicht voll in love". Zumal sie eine halbe Stunde vor unserem Gespräch meiner Mutter ihren definitiven(!) Trennungswunsch ausgesprochen hat (das Treffen von denen hatte sich spontan ergeben), da sie ja immer drauf gewartet hätte, dass sich was an meinem Verhalten ändert, dies aber nicht geschehen wäre. (Sie: "Nach der Ausbildung, dem Sommer, nach Weihnachten, nach dem Studium").
Ich versteh dieses Geeiere nicht. Auf irgendeiner Ebene hat sie Angst mit mir klare Linie zu fahren. Ich muss dazu sagen, dass ich oftmals derjenige bin, der Aktiv die Partnerschaft gestaltet hat. Das heißt Wünsche und Ideen usw angesprochen hat. Was das angeht, war sie immer relativ zurückhaltend. Daher dann auch ihr kommentarloses Warten auf Änderung bei mir. Sie hat mir natürlich hier und da gezeigt, dass ihr irgendwas nicht passt. Dass sie mehr Liebe einfordert zB. Ich habe versucht auch daran zu arbeiten und hatte auch das Gefühl, dass ich mich Stück für Stück "bessere". Aber ein konstruktives Gespräch gab es leider nie. Sie sagte dann ja auch immer, dass ich das zwar nicht so gut ausdrücken kann, aber dass sie dennoch spüren würde, wie sehr ich sie liebe. Und das ist noch keine lange Zeit her.
Jedenfalls scheut sie sich vor irgendetwas. Vor meiner Reaktion Habe manchmal das Gefühl dass sie die Entscheidung schon in sich trägt, aber einfach nicht traut sie auszusprechen und mit all den Konsequenzen durchzuziehen. Wohnungsaufgabe, ein großer gemeinsamer Freundeskreis, der wegbricht, gemeinsame intensive Hobbys und, und, und. Eventuell auch einfach aus Mitleid, da sie weiß, wie es mir mit einer Trennung ergeht und sich das auch körperlich bei mir gezeigt hat (wenig Essen+Schlaf).
Glaube das ist jetzt alles etwas durcheinander. Habe großen Redebedarf und könnt vermutlich noch so einen Text schreiben.