Zitat von smlxnya: Wir haben oft darüber gesprochen, dass das wahrscheinlich viel mit meiner Kindheit zu tun hat, weil ich damals immer auf die Stimmung meiner Eltern achten musste. Mir ist also bewusst, dass das die Beziehung beeinflusst hat und dass ich manche Dinge wahrscheinlich intensiver wahrnehme als andere.
Es hängt nicht wahrscheinlich mit Deiner Kindheit zusammen, sondern es hängt tatsächlich damit zusammen. Du warst ein ängstliches, möglicherweise hypersensibles Kind, das sich anpassen musste an die unsichere Welt der Erwachsenen. Das führt natürlich dazu, dass du kleinste Änderungen bermerkst, sozusagen erfühlst. Ein leicht veränderter Tonfall, ein Gesichtsausdruck beim Gegenüber und Du weißt Bescheid, Heute ist ein guter Tag, heute sind alle gut aufgelegt, hoffentlich bleibt er so aber wie es morgen ist, weißt du nicht. Du registrierst etwas "Komisches", Beunruhigendes und weißt, dass du heute in Deckung gehen solltest und ja keine Probleme bereiten sollst. Denn jede Aktion könnte das Fass zum Überlaufen bringen und davor hast du Angst, verständlicherweise, denn die Erwachsenen gehen nicht eben zimperlich mit dir um und wissen nichts von deinen Ängsten, deiner Unruhe, deiner Unsicherheit.
Und das ist ja nicht weg, wenn du erwachsen wirst. Es ist nach wie vor da, nur dass du es jetzt mit einem Partner wieder erllebst, weil es ein Problem in dir ist, das nie gelöst wurde. Auch hier bist du in Habachtstellung, beobachtest, witterst und erspürst jede noch so kleine Änderung. Und die dazu gehörige Unsicherheit in dir fühlst du
Zitat von smlxnya: Am nächsten Morgen hat er mich weinend angerufen und Schluss gemacht.
Er hat nie gesagt, dass ich zu viel verlange. Im Gegenteil. Er meinte sogar, das was ich brauche wäre völlig normal. Er hat selbst gesagt, das sei das Bare Minimum und ich hätte jedes Recht, das zu erwarten. Er könne es mir einfach nicht geben.
Er meinte, er hätte in der Beziehung gemerkt, dass er gerade eigentlich gar keine Beziehung will. Dass Beziehungen ihn viel mehr Kraft kosten, als er gedacht hat. Dass er die ruhigen Momente zwar geliebt hat, aber sobald Konflikte aufkamen oder er an sich arbeiten musste, hat ihn das komplett ausgelaugt. Er wollte wieder zurück in seinen Alltag, zurück zu sich selbst und nicht ständig das Gefühl haben, jemandem nicht gerecht zu werden. Er wollte auch nicht, dass ich auf meine Bedürfnisse verzichte. Er meinte, ich verdiene jemanden, der mir das alles geben kann, ohne dass es sich wie eine Aufgabe anfühlt.
Und genau das macht mich bis heute so fertig.
Zitat von smlxnya: Ich hab trotzdem noch versucht, irgendeine Lösung zu finden. Einfach Zeit geben, gar nicht mehr darüber reden, Druck komplett rausnehmen. Aber er meinte nur, dass er nicht glaubt, dass sich daran noch etwas ändern wird.
Am nächsten Morgen hat er mich weinend angerufen und Schluss gemacht.
Er hat nie gesagt, dass ich zu viel verlange. Im Gegenteil. Er meinte sogar, das was ich brauche wäre völlig normal. Er hat selbst gesagt, das sei das Bare Minimum und ich hätte jedes Recht, das zu erwarten. Er könne es mir einfach nicht geben.
Er meinte, er hätte in der Beziehung gemerkt, dass er gerade eigentlich gar keine Beziehung will. Dass Beziehungen ihn viel mehr Kraft kosten, als er gedacht hat. Dass er die ruhigen Momente zwar geliebt hat, aber sobald Konflikte aufkamen oder er an sich arbeiten musste, hat ihn das komplett ausgelaugt. Er wollte wieder zurück in seinen Alltag, zurück zu sich selbst und nicht ständig das Gefühl haben, jemandem nicht gerecht zu werden. Er wollte auch nicht, dass ich auf meine Bedürfnisse verzichte. Er meinte, ich verdiene jemanden, der mir das alles geben kann, ohne dass es sich wie eine Aufgabe anfühlt.
Und genau das macht mich bis heute so fertig.
auch, wie als Kind.
Zitat von smlxnya: Wir haben eigentlich fast nur in seinem Zimmer gesessen, YouTube geschaut oder Musik gehört. Ich weiß noch, dass ich irgendwann dachte: “Ich fahre stundenlang zu dir und irgendwie machen wir gar nichts zusammen.” Ich habe das angesprochen und er hat das auch überhaupt nicht böse aufgenommen.
Da hast du erstmals sein Alltagsgesicht kennengelernt. Youtube, Musik, alles im Zimmer. Kein Unternehmungsgeist, keine Begeisterung darüber das du da warst. Er spulte das ab was er auch ohne dich tat. Du hast es angesprochen und dich danach besser gefühlt, eben weil du es angesprochen hast. Aber es bewirkte ja keine Änderung.
Zitat von smlxnya: Ich bin eigentlich fast immer zu ihm gefahren. Das war für mich selbstverständlich, weil er gearbeitet hat und ich studiert habe. Das hat mich nie gestört. Gerade deshalb habe ich mich aber jedes Mal riesig gefreut, wenn wir uns nach zwei oder drei Wochen endlich wieder gesehen haben. Und genau da fing es an weh zu tun.
Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr merkt, dass ihr euch irgendwie mehr auf die andere Person freut als sie sich auf euch?
Genau so hat sich das irgendwann angefühlt.
Da ist schon ein Ungleichgewicht im System, denn du investierst viel mehr als er. Du hast es als selbstverständlich angesehen, aber warum? Es war nicht gleich verteilt. Du hast Zeit und Geld auf der Strecke gelassen und er hatte es bequem und wenn du kamst war es recht, vielleicht aber auch nicht.
Das Gefühl kenne ich auch. Bevor ich kam, schrieb er noch nett und liebevoll, sprach von Sehnsucht und ich fuhr zu ihm. Voller Vorfreude. Und dann? Als ich dann da war fragte ich mich, wo die ach so große Wiedersehensfreude denn geblieben war.
Das Gefühl ist alles andere als gut und zeigt, wem die Beziehung mehr wert ist.
Zitat von smlxnya: Vielleicht ist das völlig normal. Vielleicht romantisiere ich Beziehungen auch zu sehr. Genau das frage ich mich bis heute. Aber wir waren gerade mal ungefähr einen Monat zusammen und ich hatte schon das Gefühl, dass wir eher wie zwei Menschen zusammen Zeit verbringen, die sich einfach gewohnt sind, als wie ein frisch verliebtes Paar.
Du wünschst dir ein wenig Romantik, Du möchtest gewollt werden, du möchtest, dass man sich auf dich freut und schöne Dinge unternimmt. Was hat er dir geboten? Youtube schauen, rumhängen, nichts tun. Und die Zärtlichkeit blieb auf der Strecke, die Übereinstimmung entstand erst gar nicht.
Es ist normal, dass Beziehungen von der Verliebtheitsphase in eine andere Phase übergehen, wo sich erst zeigt, ob zwei Menschen überhaupt kompatibel sind, in vielem übereinstimmen.
Aber es ist nicht norma, dass innerhalb weniger Wochen und Tage praktisch nichts mehr da ist.3 Monate, da sollte der Himmel noch voller Geigen hängen, aber was hast du erlebt? Keine Geigen, keine Glücksgefühle, sondern Stumpfheit, Langeweile, Fantasielosigkeit. Du hättest auch wegbleiben können und hättest es schöner gehabt als mit diesem Mann, der offenbar nie gelernt hat zu leben.
Zitat von smlxnya: be auch gefragt, ob er mich überhaupt noch attraktiv findet. Er hat immer gesagt, dass das überhaupt nicht das Problem ist. Es sei einfach Stress. Arbeit, Alltag, dadurch keine Libido mehr. Er wollte mehr Sport machen, den Stress abbauen und meinte, das wird schon wieder. Also habe ich versucht ihm zu glauben und das Thema einfach mal ruhen zu lassen.
Typisches Verdrängungsverhalten. Bei beiden. Er hatte nach wenigen Wochen keine Lust mehr auf dich und du wolltest wissen warum. Und er fand Ausflüchte wie den altbekannten Stress, der immer hervor gekramt wird, wenn ertwas nicht passt.
Und du warst erst mal ruhig gestellt, denn du hattest es angesprochen und er hat reagiert. Zwar mit Ausflüchten, aber immerhin. Es reichte, um wieder Hoffnung zu haben.
Zitat von smlxnya: Er meinte jedes Mal nur, dass er einfach einen Low-Energy-Tag hat und ich nicht so viel hineininterpretieren soll. Er hat mir gesagt, dass alles okay ist, dass er mich liebt und ich mir keine Sorgen machen soll.
Hey, das merke ich mir. Sorry, heute habe ich einen Low-energy-Tag. Ach ja, eine schöne Begründung. Der ganze Stress im Getränkemarkt bringt ihn um und saugt ihn aus, dass für andere Interessen keine Energie mehr blieb. Youtube schauen, das geht, mehr aber nicht.
Komm, kein Mann, der in dich verliebt ist, verhält sich so. Und du hast die Augen zugemacht. Low-energy-Tag, nun ja, warum auch nicht? Das ist schon direkt zum Lachen.
Nur dass der Mann nicht einen low-energy-Tag hatte, sondern viele davon. Ein Stubenhocker ohne Interessen, ohne Innenleben, aber low-energy schafft er gerade noch. Jetzt fehlt nur noch zero-energy, das hätte eh besser für ihn gepasst, denn low war ja schon zu viel für ihn.
Du lässt dir auch jeden Schrott erzählen.
Zitat von smlxnya: Das Problem war nur, dass das in unserer Beziehung schon öfter passiert war. Ich hatte öfter das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, habe nachgefragt, er meinte, alles sei okay und ein paar Tage später kam dann doch raus, dass ihn schon länger etwas beschäftigt hat. Dadurch konnte ich seinen Worten irgendwann einfach nicht mehr richtig vertrauen. Nicht weil ich dachte, dass er mich bewusst anlügt, sondern weil ich irgendwann nie wusste, ob wirklich alles okay ist oder ob er einen Konflikt einfach wieder vermeidet. Das hat mein Nervensystem komplett verrückt gemacht.
Er hatte dich in der Hand und er hat über dein Empfinden bestimmt. Und er verdrängte, bagatellsierte und beruhigte dich zum Schein. Nur dass du bereits erspürt hast, dass das doch nicht alles ist. Es hat ihn schon lange was beschäftigt. Ja, was denn nur? Keine ehrlichen Aussagen, stattdessen Wischiwaschi, Antworten, die alles und nichts bedeuten, aber nichta aussagen. Hinhaltetaktik und gezielte Verunsicherung deiner Person. Mach dir keine Gedanken es ist nichts. Ja, von wegen, es war schon sehr viel los hinter den Kulissen.
In dir Verunsicherung, Verstörung und Fragen über Fragen. Was kann ich ihm glauben, was ist nur hohles Gerede, was hat er, was kann ich tun? Stattdessen ruhig stellen, mach dir keine Sorgen. Aha, die hast du doch schon längst, die brauchst du dir nicht erst zu machen.
Wenn du in einer Beziehung nicht mehr weißt wo oben und unten ist, wenn du völlig verunsichert bist und massive Zweifel hast an seinen hohlen Aussagen, wenn du nicht mehr weißt, ob die Probleme jetzt bei dir liegen oder bei ihm, dann ist das ein ganz, ganz schlechtes Zeichen. Denn dann manipuliert er dich, denn er hat die Macht übernommen, Über dich, über deine Empfindungen und Missempfindungen und du glaubst ihm zurecht nicht mehr.
Wenn du so was fühlst, dann nichts wie weg, weg von diesem Menschen, denn es wird nichts besser.
Merk dir für die Zukunft, dass eine Beziehung nicht dafür da ist, sich verunsichern zu lassen, denn dann hat er dich so weit, dass du dir selbst nicht mehr glaubst und denkst, ich höre immer die Flöhe husten, ich müsste halt anders sein, dann ...
Im Gegenteil, das ist der Anfang ovm Ende und die Spirale dreht sich immer schneller und die führt abwärts.
Und dann machte er Schluss und er will keine Beziehung mehr. Er will keine Forderungen spüren, die du zwar nicht ausgesprochen hast, die aber bei dir da waren. Ist doch eigentlich klar, dass junge Leute Sx wollen, gerade wenn sie verliebt sind. Aber sein sxuelles Interesse erlahmt ja sehr schnell.
Zitat von smlxnya: Er meinte, er hätte in der Beziehung gemerkt, dass er gerade eigentlich gar keine Beziehung will. Dass Beziehungen ihn viel mehr Kraft kosten, als er gedacht hat. Dass er die ruhigen Momente zwar geliebt hat, aber sobald Konflikte aufkamen oder er an sich arbeiten musste, hat ihn das komplett ausgelaugt. Er wollte wieder zurück in seinen Alltag, zurück zu sich selbst und nicht ständig das Gefühl haben, jemandem nicht gerecht zu werden. Er wollte auch nicht, dass ich auf meine Bedürfnisse verzichte. Er meinte, ich verdiene jemanden, der mir das alles geben kann, ohne dass es sich wie eine Aufgabe anfühlt.
Und genau das macht mich bis heute so fertig.
Aber damit hatte er doch völlig Recht! Er wollte keine Beziehung mehr weil eine Beziehung ihm was abverlangt. Und wenn er das fühlt, geht er in eine innere Blockade und nichts geht mehr. Du hättest mehr erwartet, gewollt, das wusste er, aber er konnte es dir nicht geben.
Konflikte mag er nicht, er geht ihnen aus dem Weg und tritt den Rückzug an. Er wollte wieder seine Ruhe haben und keine Frau, die lange Strecken zu ihm führt und dann Erwartungen hat, die er nicht erfüllen kann.
Also weiß er, dass du leidest und das hat er beendet. Du solltest ihm dankbar sein, dass er dich aus dieser Bredouille erlöst hat.
Es liegt nicht alles an dir, es liegt auch an dir. Was ihm fehlte? Ich weiß es nicht, aber er wollte einfach seinen Stiefel wieder leben wie gewohnt und niemanden, der Erwartungen hat, auch wenn er sie nicht ausspricht.
Du hast keine Forderungen gestellt, natürlich nicht. Dazu bist du zu ängstlich, du willst nicht mehr Öl ins Feuer gießen, also bleibst du ruhig, passt dich an. Aber zufrieden, sicher und gewollt fühlst du dich nicht, weil du es auch nicht warst. Du warst nicht gewollt. Das liegt nicht an deiner Person, deinem Wesen, aber er wollte das nicht mehr. Und dann war er so ehrlich Schluss zu machen.
Es sollte dich nicht fertig machen, es war doch die logische Konsequenz dessen, was voraus ging. Es ändert nichts an deinem Wert, du bist in Ordnung wie du bist, aber es passt nicht immer zwischen zwei Menschen. Kann sein, dass es bei der nächsten wieder so ist. Dann ist er eben nicht bindungsfähig. Du bist es aber auch nicht, wenn du dich an einen bindungsängstlichen Menschen hängst. Das sind immer die, die auf die Liebe hoffen, sie nicht finden und dann an sich selbst zweifeln und sich die Schuld geben. Dabei haben sie gar nichts getan, im Gegenteil, sie blieben friedlich und angepasst.
Wie als Kind. Nicht aufbegehren, nicht schreien, nicht strampeln, sondern lieber zurückstecken, lieb bleiben, keine Probleme machen.
Es ist gut für dich, dass er weg ist. Denn nun kannst du wenn erst der Kummer überwunden ist, innerlich wieder ruhig werden. Sei ehrlich. Diese Beziehung war für dich doch Stress hoch zehn, oder etwa nicht? Du wolltest auf Biegen und Brechen etwas behalten, was dir doch gar nicht gut tat. Aber nur nicht aufgeben, nein, festhalten, wieder kommen, denn es könnte ja sein, dass er dieses Mal ... anders ist, lieb ist, mir zeigt, dass ich gewollt bin.
Aber wenn man beim falschen Menschen danach sucht, wird das halt nichts.
Zitat von smlxnya: Der andere Teil denkt aber, dass meine Verlustangst immer größer geworden ist, weil ich mich immer weniger gewollt gefühlt habe. Dadurch habe ich immer mehr Sicherheit gesucht, immer mehr Dinge angesprochen und ihn am Ende vielleicht einfach komplett überfordert.
Ich weiß einfach nicht, was davon stimmt.
Ich vermisse ihn jeden Tag. Ich bin nicht wütend auf ihn und ich glaube wirklich nicht, dass er ein schlechter Mensch ist. Ich glaube ihm sogar, dass er am Ende einfach keine Kraft mehr hatte.
Ich weiß nur bis heute nicht, ob ich eine schöne Beziehung durch meine Ängste kaputt gemacht habe oder ob mein Bauchgefühl die ganze Zeit versucht hat, mir zu sagen, dass ich mich in dieser Beziehung einfach nicht mehr geliebt und gewollt gefühlt habe.
Ach, du bist so eine liebe, aber ewig zweifelnd an dir.
Ja, deine Verlustängste führten dazu, dass du Sicherheit gewollt hast. Dass du dann Dinge angesprochen hast, Fragen gestellt hast, denn jeder mag das Gefühl der Sicherheit und der stillen Übereinstimmung.
Aber Du wusstest insgeheim doch immer dass diese Beziehung auf tönernen Füßen stand und nur du sie noch zusammen gehalten hast. Er war schon weg ehe er es aussprach.
Du hast dich da rein verbissen, wolltest unbedingt ein Happy end, denn wenn du es als Kind schon nicht bekommen hast, dann eben jetzt. Und dann suchst du bei den falschen Männern, solchen, die nicht zu dir passen, solchen, dir nur immer wieder zeigen, dass sie auch prima ohne dich leben können.
Du hast dich abgestrampelt wie das kleine Mädchen von damals. Das auch Liebe wollte und sich mächtig anstrengte, aber egal was es auch tat, es war nicht genug.
Die Seele ist nicht heil, sie vergisst nichts und sie führt dich dann als Erwachsene in die Wiederholung. In der Hoffnung, dass dieses Mal alles anders wird, besser, harmonischer, voller Übereinstimmung, voller Liebe. Das ist blöd von der Seele, aber sie wiederholt, weil sie sich gut fühlen will, angenommen. Das was sich im Grund genommen jeder wünscht.
Heile deine Seele, rede ihr zu, sie braucht das, sie braucht dich. Was sie nicht braucht, sind Selbstzweifel und Vorwürfe an Dich selbst weil du nicht genug warst, um geliebt zu werden. Streichle dich ein wenig, sei gut zu dir. Du bist wirklich eine super Frau, eine die viel gibt und viel fühlt, aber was willst du mit einem low-energy-Mann der lieber seine Ruhe und Stumpfheit haben will.
Du hast an der falschen Stelle nach Liebe gesucht, das ist alles. Es liegt nicht an deinen schlechten Eigenschaften, nicht daran, dass du falsch warst oder die falschen Worte gesprochen hast. Es ist egal, bei diesem Mann wäre alles andere auch falsch gewesen.
Du wuusstest dass es nichts wird, das wusste dein Bauch, aber du wolltest nicht auf ihn hören. Immer in der Hoffnung, dieses Mal wird die schelchte Erfahrung überschrfieben. Sie wird nicht von einem Mann überschrieben, sondern nur von dir selbst.
Lerne dass du eine tolle Frau bist mit jeder Menge guten Willen. Du bist treu, fair, liebevoll, das ist nichts Verwerfliches. Das sind die Eigenschaften die dich ausmachen. Steh dazu und lass dich nicht von einem Anderen demontieren. Lerne, dass du gut bist wie du bist. Aber such nicht an der falschen Stelle nach Wertschätzung.
Dieser Mann hat was in dir getriggert, dich erinnert an jemanden den du schon lange kennst. Vielleicht an deinen Vater der dich auch nicht so geliebt hat wie er es hätte tun sollen? Da war was Bekanntes und dann glaubt die Seele, dieses Mal werde ich glücklich und erlöst. Aber bei einem defizitären Menschen ist nichts zu holen.
Ich lege dir dringend ans Herz, mehr Eigenliebe zu entwickeln, dich mit dir auszusöhnen, dich nicht für dein angebliches Unvermögen zu kritisieren. Das hilft dir jetzt gerade nichts. Schenk dir selbst die Liebe die du gewollt hättest. Damit ist dann viel gewonnen.
Der Mann war eine Nullnummer. Er war nicht bösartig, aber er war nicht liebesfähig und möglicherweise ist er es auch nicht. Kein Grund zu verzweifeln, sich selbst zu geißeln, sich in Frage zu stellen. An deinen Wünschen war nicht Falsches, aber du hast an der falschen Stelle gesucht.
Vielleichst solltest du die Therapeutin wechseln, eine die mehr mit dir deine Kindheit anschaut. Das wird zwar weh tun, aber im Schmerz liegt dann auch Heilung und Erkenntnis.
Du willst doch dass es dir besser geht, irgendwann. Dann fange an dich lieb zu haben und dich für das zu schätzen was du bist.