@Liv225
lieben Dank für die Nachfrage. Es geht! ich bin aktuell tauriger, wie die letzten Wochen. Hat wohl auch damit zu tun, dass ich jetzt frei habe und damit mehr Zeit dazu.
🙈 Gleichzeitig sortiert sich so einiges: Termin bei der Anwältin ist gemacht, wenn auch erst Mitte September möglich, aber egal.
Mein Auto war in der Werkstatt, war ordentlich teuer. Hab es gestern abgeholt. Heute wieder hingefahren, weil schon wieder ein Geräusch. Das sind ja Dinge, die passieren so im normalen leben. Und dann kann ich die auch üblicherweise gut ab. Momentan zieht mir das den Boden unter den Füßen weg.
Und weißt du, dann frag ich mich immer mal wieder, kann er das genießen? In der Ferienwohnung, wo unsere Kinder fast jedes Jahr einen Urlaub verbracht haben? Sie schläft jetzt mit ihm in dem Bett in dem wir geschlafen haben.... kann man das einfach alles so abstreifen? Aber das sind ja unerhebliche Fragen, irgendwie kann er es wohl?
Und dann lebe ich manchmal nach vorne und denke, wer weiß, was noch alles Schönes auf mich wartet!?
Meinen Job als Mutter bringe ich ordentlich zuende. Ich bin fit und gesund. Ich hab schon so die eine odere andere Idee, was ich noch anstellen kann. Und vorallem, was ich sehr schätzte, ich mache jetzt mit meinen Kindern so, wie ich es für richtig halte, ohne seine väterliche Perspektive, die für mich oft sehr unreflektiert war, noch irgendwie da mit reinnehmen zu müssen. Wenn das gelingt, dass meine Tochter nicht mehr weglaufen muss und von hier aus ihren Weg (ihre Heilung/ ihre Entwicklung/ ihren Abschluss) gehen kann, dann war es für was gut.
Denn, das wäre anders nicht gegangen, das ist mir ganz klar. Ich wäre immer unterschwellig wütend gewesen, wenn er gegangen wäre, hätte die Wut geschluckt. Hätte mich immer minderwertig gefühlt. Dabei möchte ich doch eine liebevolle, wertschätzende Mutter sein. Woher nehmen, wenn mit einem selbst wie mit so einem Fußabstreifer umgegangen wird. Ich hätte nicht die Zeit und den Raum gehabt, mir auch mein eigenes Leben aufzubauen, denn mit Job, Kindern, meiner betagten Mutter war ich hier schon immer genug beschäftigt. Ich wäre immer mehr das farblose Heimchen am Herd geworden. DAs ist mir sehr klar. ich mein, jetzt habe ich die Zeit auch nicht, aber ich muss mir wenigstens nicht anschauen, wie er sich mit einer Frau vergnügt, die genau dieses Leben leben kann, ohne famiilären Anhang, sich ganz auf ihre und seine Bedürfnisse konzentrierend.... nein... no way... meine Entscheidung war richtig.
Und dennoch tut es weh. Auch wenn mir klar ist, dass ich eigentlich betrauere, wie mein Familienleben hätte sein können udn wie wir es schon sehr lange nicht mehr gelebt haben.
Tja, so ist das.
Und mal wieder sehr lang geworden
