Ich möchte hier die Möglichkeit nutzen, meinen Beitrag in ein Tagebuch umzuwandeln. Dabei werde ich getrost darauf verzichten, wirklich jeden Tag etwas zu schreiben - als ob sich von einem auf den anderen Tag so viel gravierend ändern würde. Nein, ich schreibe dann, wenn ich Lust dazu habe oder wann immer mir danach ist, meine Gedanken in Form von Worten sortieren zu wollen. Das werde ich so lange fortführen, bis...ja keine Ahnung, was am Ende von "lange" sein und existieren wird...
Natürlich sind Meinungen dazu immer gern gelesen
Eintrag Nr. 1Heiligabend ist nun rum und ich habe es mir ehrlich gesagt schlimmer vorgestellt als es in Wirklich war. Das erste Mal seit geraumer Zeit konnte ich mal wieder nach Herzenslust lachen, schlemmen, mir das ein oder andere B*erchen schmecken lassen und quatschen bis zum gefühlten Morgengrauen.
Dabei ist mir im Nachhinein etwas Entscheidendes aufgefallen: Dieser Tag war Ablenkung per excellence. Selten habe ich an dich denken oder meine Gefühle ordnen müssen. Viel mehr konnte ich meinen Kummer für ein paar Stunden beiseite schieben, dadurch wieder ein Stück von mir selbst finden und erkennen, wie ich doch einst war vor dieser Zeit.
Lustig, lebensfroh, immer ein Spruch auf den Lippen und gesellig hoch zehn - so habe ich mich heute erlebt und ich erkenne mich auch darin wieder. Es ist schön zu wissen, dass in mir noch mein altes Ich schlummert und dieses gegen das bemitleidenswerte und traurige anzukämpfen versucht. So kann es gerne weitergehen.
Allerdings, wenn erstmal alles zur Ruhe kommt, das Fest mehr oder weniger seinen Höhepunkt erreichte, holen mich sämtliche Gedanken, Gefühle und Fragen wieder ein. Auf einen Schlag. Ich frage mich, wie du in diesem Jahr den heiligen Abend verbracht hast, was du geschenkt bekommen hast und ob ich dir nicht doch mein Geschenk für dich zukommen lassen soll oder nicht. Noch dazu packt mich wieder die Sehnsucht nach dir, das Vermissen stellt sich ein und diese blöde Erkenntnis erreicht meine Gedankenwelt, dass Weihnachten ohne einander stattfand. Daher weiß ich letztlich absolut nicht, ob ich mich freuen oder heulen soll, dass du dich gar nicht gemeldet hast, dich nicht mal durchgerungen hast, mir und meiner Familie ein frohes Fest zu wünschen. Oder wenigstens die Frage, wie es mir geht. Ich hätte, nein, ich wollte dir ja schreiben, wollte und will aber deinen Wunsch nach Ruhe nicht schon wieder nicht respektieren...
Ich merke mal wieder, dass ich erneut konfus und total irre im Kopf werde. Deswegen an dieser Stelle Schnitt und aus. Bis demnächst.