Himbeertraum
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Mein Exfreund und ich waren 3,5 Jahre zusammen und haben eine wunderschöne Beziehung geführt. Sehr harmonisch, wir sind immer respektvoll miteinander umgegangen und auch der Sex lief gut zwischen uns. Waren viel zusammen reisen usw.
Dann kam nun die Corona/Homeoffice Zeit von uns beiden. Mein Ex war schon immer jemand, der auch viel Zeit für sich alleine braucht und eben auch unabhängig von seiner Partnerin Sachen unternehmen möchte.
Das war in dieser Zeit schlicht nicht möglich - ich habe mich komplett isoliert, war nur noch zu Hause (auch Panikattacken geschuldet).
Ihm hat mein Lebensstil nicht mehr gefallen, aber er hat auch nie ernsthaft mit mir drüber gesprochen.
Sind dann Herrentag in seine Heimat gefahren, eine Freundin von ihm hat Geburtstag gefeiert.
Wir haben uns den Tag darauf gestritten. Zur Vorgeschichte:
Eine Freundin von ihm hat mir letztes Jahr vorgeworfen, dass er ja seit mir kaum noch bei deren Treffen dabei ist. Habe ihn danach darauf angesprochen, ob das stimmt und ob er meinetwegen nicht mehr so oft was mit denen macht. Er meinte nein, sie denkt sich das halt, weil es vor unserer Beziehung anders war, aber es ist eben die Beziehungsbequemlichkeit aber es ist seine Entscheidung. Ich habe ihm das nie verboten oder irgendwas dergleichen, sie hat es aber so rübergebracht.
Das führte dazu, dass ich mich bei seinen Freunden nicht mehr wohlfühlte, weil ich Angst hatte, dass sie für alle seine Freunde gesprochen hat und auch die denken, dass ich die "schlimme Freundin" bin, wegen der er nicht mehr so oft dabei ist.
Er fand das Thema belanglos, und ich hätte erwartet, dass er mich in Schutz nimmt, bzw. ihr sagt, dass sie sich dafür vielleicht mal bei mir entschuldigen sollte. Ist nie passiert, weshalb ich mit der Sache nicht abschließen konnte.
Immer wenn wir uns dann seitdem alle gesehen haben, war ich leider sehr ignorant ihr und ihm gegenüber. Er ist weiterhin normal mit ihr umgegangen und hat so getan, als wäre nie etwas gewesen. Man muss auch dazu sagen, dass er ein Mensch ist, der nicht so gut kommunizieren und seine Bedürfnisse äußern kann.
Dieses Thema hat ihn irgendwann nur noch genervt.
Hab ihn Herrentag dann wieder drauf angesprochen, dass es mich nervt, dass er ihr nie gesagt hat, dass es eine doofe Aktion von ihr war. Er ist daraufhin direkt an die Decke gegangen, weil er dieses Thema nicht mehr hören konnte. Ich hab mich aber auch dafür entschuldigt und ihm meine Sichtweise zu verstehen gegeben. Er fand es übertrieben und hat mir aber verziehen.
Seitdem war leider der Wurm drin. Er wurde abweisend und distanziert. Hab ihn dann drauf angesprochen, er meinte, er ist sich nicht mehr sicher mit uns und vor allem seiner Gefühle Wir haben uns dann auf 5 Tage Abstand geeinigt, damit er nachdenken kann. Er hat dann leider am 12.06. die Beziehung zu mir beendet und ist dann auch direkt zu seinem besten Kumpel in die WG gezogen. Er meinte, er liebt mich noch, aber es reicht einfach nicht mehr aus.
Wir hatten dann kaum Kontakt, und gestern musste er noch ein paar Sachen holen. Wir haben uns noch einmal hingesetzt und gesprochen. Er sagte mir, dass er glaubt, dass Corona die Ursache war, dass er so gefühlt hat (denke, er hat sich eingeengt gefühlt), und dieser Streit war für ihn aber der Auslöser, dass er wusste, dass es gerade nichts mehr bringt und er dadurch zu wenig empfunden hat. Sagt aber auch selber, dass wir eigentlich abgesehen davon die perfekte Beziehung hatten und es die schönste Zeit war, die er je hatte.
Ich habe mich daraufhin noch einmal entschuldigt, und er sich auch, weil er nie ernsthaft mit mir darüber gesprochen hat, sondern eben nur im Streit eskaliert ist. Wir haben uns dann umarmt, und dann kam es dazu, dass wir miteinander geschlafen haben.
Meine Frage ist: Glaubt ihr, es könnte sein, dass durch diese negativen Emotionen in Bezug auf dieses Thema, seine Gefühle quasi nur "überlagert" sind und ein Abstand das aber eventuell wieder ändern könnte? Gerade, weil eben sonst alles gut war bei uns? :/ Es kam halt alles zusammen, der Streit, Corona und damit 24/7 aufeinander hängen.
Als er Schluss machte, hat er geheult wie ein Schlosshund. Meinte auch, er weiß nicht ob es das richtige ist und ob er es bereuen wird, aber er muss das jetzt so durchziehen.
Habe ihn dann gestern nochmal gefragt, wie es ihm damit geht und er meinte "Naja, ich habe die Entscheidung bewusst getroffen, und damit muss ich jetzt leben". Also gerade scheint er sich recht sicher zu sein, aber könnte es sein, weil eben dieser Streit gerade noch zu viel Priorität hat? :/
Und der Sex war halt auch nicht einfach nur Sex. er hat mich dabei geküsst und meine Hand gehalten und alles. Ich hatte schon das Gefühl, dass auch bei ihm dabei Emotionen eine Rolle spielten.
Ich hoffe, jemand kann das objektiv beurteilen.
Ich danke euch!