Zitat von Lavidaloca: es gibt nunmal nicht nur schwarz und weiß.
Ob Frau oder Mann hat nicht mit schwarz oder weiß zu tun.
Stell dir mal eine Szene vor:
Abends bringt eine Oma ihr Enkelkind ins Bett. Sie schauen sich die Fotoalben an.
1. Oma ist eine EF, die glücklich mit ihrem EF verheiratet war, Kinder großgezogen hatte und nun für ihre Enkelkinder da ist. Sie erzählt ihrem Enkelkind von früher, ist stolz auf ihre Kinder, stolz auf ihre Vergangenheit.
2. Oma, die eine AF ist, die das das Enkelkind ihres AM ins Bett bringt und sich mit ihm die Familienbilder anschaut. Wovon kann sie mit Stolz berichten? Was für Werte kann sie der neuen Generation vermitteln?
Traurig oder nicht?
Auch mich macht es traurig, dass meinen Kindern nicht gegönnt wurde in einer Familie aufzuwachen, in der Mutter und Vater immer zusammen und immer für sie da waren, so wie ich es erlebt habe.
Es gibt eine Mutter, die sich um alles kümmert, den Alltag meistert, alle Termine wahrnimmt, und komplette Verantwortung in Erziehungsfragen trägt. Und es gibt einen Vater, der Unterhalt zahlt, die Kinder besucht und sich sonst um nichts kümmert. Und ja, irgendwann werde ich auch meinen Enkelkindern erklären müssen, warum der Opa eine andere Familie hat, fremde Kinder großzieht, die ihnen weder Tante noch Onkel sind und nur an Weihnachten kurz auftaucht. Und ich wünsche meinen Kindern, dass sie sich darüber wundern, statt mir zu sagen : "Ach Oma, das ist doch ganz normal, ich kenne so viele Kinder, die auch ohne Papa leben, einen Stiefpapa haben usw.