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Haus und Kinder, Sie hat einen Neuen und verlässt mich!

gemütlichER

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Hallo liebe Mitglieder,

das ist mein erster Thead und wie viele andere möchte ich mir meine Gedanken von der Seele schreiben, in der Hoffnung dass es mir dadurch besser geht, ich einige Tipps von euch bekomme und vielleicht hier und da mal Zustimmung oder Kritik erhalte. Der Text ist zwar etwas lang geworden, aber hoffenlich inhaltsreich.

Meine Geschichte ...

... 2008 kamen wir zusammen, 2013 kauften wir ein Haus, 2014 bekamen wir unseren gemeinsame Tochter (heute 2 Jahre alt) und 2 Monate später heirateten wir (eine weitere Tochter hat meine noch-Frau in die Beziehung gebracht, heute 10 Jahre alt). Nun kam das Jahr 2016 und alles ging den Bach runter.

Nachdem wir unser Haus gekauft haben und unsere Tochter geboren ist, haben wir uns wohl etwas viel vorgenommen. Das Haus haben wir als Ruine gekauft und selbst Kernsaniert. Die Baustelle besteht bis heute und hat dementsprechend viel Zeit, Nerven und vorallem Geld gekostet. Geplant war allerdings, dass das Haus nach 6 Monaten fertiggestellt wird. Allerdings hat mich meine Familie in Stich gelassen, sodass die Baustelle bis heute andauert. Die Umstände führten dazu, dass wir uns immer weniger verstanden haben, auf die Nerven gingen und der Alltag sich eingeschlichen hat.

In diesem Januar ist ein großer Streit entstanden, bei dem wir beide handgreiflich geworden sind, ich allerdings nur passiv. Meine noch-Frau hat mich anschließend aus dem Haus geschmissen und mich auf der Straße leben lassen. Ich hab im Auto, bei nem Freund oder im Hotel übernachtet. Sie blieb mit unseren beiden Kindern im Haus. Nach ca. 1 Monat hatte ich in der Nähe eine Wohnung gefunden. Diese Zeit war für mich die Hölle, weil ich auch meine Kinder nicht sehen konnte. Ich hatte alles bereut und habe mir meine noch-Frau zurück gewünscht. Ich hab ihr Blumen geschenkt, ihr Briefe geschrieben, sie angefleht usw. Als ich etwas klarer denken konnte, habe ich einige Tipps im Internet gelesen zum Thema Ex-Zurück. Ich bin auf die Kontaktsperre gestoßen, welche letztendlich auch gewirkt hat. Sie hat angefangen mich zu vermissen und wir kamen uns mit der Zeit wieder näher, sodass ich im April wieder zurückziehen konnte. Im nachhinei weiss ich nicht was ich darüber denken soll. Meine Vermutung liegt darin, dass Sie nicht mehr alleine im Haus und mit den Kindern klar kam und dadurch einen Mann im Haus haben wollte. Mit Liebe hat das im nachhinein meiner Meinung nach nichts mehr zu tun.

Kurz nachdem ich wieder eingezogen bin (Anfang April), hat meine noch-Frau einen neuen Job angefangen. Zuvor war sie etwa 6 Monate arbeitslos und konnte sich somit auch gut um den Haushalt und die Kinder kümmern. Mein Beitrag lag darin, dass ich jede freie Minute genutzt habe, um am Hause weiter zu arbeiten. Nungut, wir hatten uns aufgrund der neuen Arbeit von ihr eine schwere Zeit eingestellt, weil sie eine 100% Stelle angeommen hatte. Nur leider entpuppte sich diese Stelle als mindestens 150% Stelle. Sie arbeitete täglich 12-13 Stunden. Von 8 Uhr bis 20 oder 21 Uhr. Die ersten beiden Wochen hatte ich Verständnis, da sie ja noch in der Einarbeitung war. Als es allerdings in den Wochen darauf nicht besser wurde, fing ich an ihr das zu sagen und ihr zu verstehen zu geben, dass es so nicht weiter gehen kann. Die Kinder würden unter ihren Arbeitszeiten leiden. Sie hat mir immer wieder gesagt, dass es vorübergehend ist. Allerdings hat sich daran bis heute nichts geändert.

Anfang Mai war sie auf einem TeamEvent mit Übernachtung. Im nachhinei hat sich herausgestellt,d Ar. sie mit einem Arbeitskollegen Spatzieren war und sich mit ihm nett unterhalten hat. Das hat sie mir allerdings nicht direkt gesagt. Im weiteren Verlauf habe ich immer mehr Lügen herausgefunden. Als ich sie damit konfrontiert hatte, hat sie mir gesagt, dass sie sich nun endgültig von mir Trennen möchte, weil sie keine Gefühle mehr für mich hat. An diesem Tag bin ich zusammengebrochen und konnte mich nicht mehr fangen. Ich habe stundenlang geheult und sie darum gebeten, dass wir es nocheinmal versuchen. Nungut, das ging dann quasi eine Woche lang so. Leider hörte sie mit den Lügen nicht auf. Sie sagte sie lügt mich an, um mich nicht noch mehr zu verletzen. Hauptsächlich lügte sie bzgl. des Arbeitskollegen. Im nachhinein sagte sie mir, dass sich Gefühle für ihn entwickelt hätten. Das war der Zeitpunkt für mich aus dem Haus auszuziehen, zumindest vorübergehend. Da ich noch meine Wohnung hatte, bin ich zunächst da hin gezogen. Ich einem klärenden Gespräch haben wir einige organisatorische Dinge geklärt wie z. B. den Umgang mit unserer gemeinsamen Tochter. Bei diesem Gespräch hat sie mir auch gesagt, dass es der großen Tochter wohl ohne mich besser geht – das schmerzte sehr. Auf die schnelle haben wir uns so geeinigt, dass wir uns wöchentlich abwechseln. Diese Woche war meine Tochter bei mir. Allerdings hat mich die Sache so fertig gemacht, dass ich wieder zurück ins Haus musste. Ich habe gespührt, dass das hin und her meiner Tochter nicht gut tut. Sie war extrem quengelig und hat ständig nach Mama gefragt, wollte mit ihrer Schwester und mit ihren Spielsachen in ihrem Zimmer spielen. Allerdings muss ich an dieser Stelle auch erwähnen, dass sie derzeit 3 Backenzähne gleichzeitig bekommt. Die Nächte waren eine Qual und am Tag gab es selten Momente, an denen Sie still gehalten hat, so kannte ich meine Tochter nicht. Für mich war klar, dass sie ihre gewohnte Umgebung braucht. Am vergangenen Donnerstag bin ich dann wieder in das Haus gezogen. Eigentlich wollte ich ja Abstand von meiner noch-Frau, allerdings ist das nicht gut für das Wohl meiner Tochter. Das bedeutet ich muss zumindest noch für einen Monat mit ihr unter einem Dach leben, bis sie eine eigene Wohnung gefunden hat. Diesen Umstand nehme ich allerdings zum Wohl meiner Tochter selbstverständlich entgegen. Ab dem Moment ab dem wir wieder im Haus waren, hat sich meine Tochter gleich wieder beruhigt. Sie hat die letzten beiden Nächste durchgeschlafen, trotz Zahnschmerzen. Hier kann sie in ihrem Zimmer mit ihren Spielsachen spielen oder im Garten plantchen oder auf dem Trampolin springen. Meine noch-Frau ist seit Donnerstag auch über Nacht bei ihrem neuen Freund.

Ich hoffe ich habe genug Kraft die nächsten Wochen durchzuhalten bis sie ihre Wohnung gefunden hat, damit ich anfangen kann loszulassen. In der Ehe habe ich leider jeglichen Kontakt zu meinen Freunden verloren und mit meiner Familie herrscht Streit, sodass ich da nicht auf Unterstützung hoffen kann. Somit bin ich auf mich alleine gestellt. Daher auch mein Beitrag in diesem Forum.

Ich weis nicht so recht wie ich über meine noch-Frau denken soll. Einerseits vermisse ich sie so unglaublich, anderseits tut sie mir aktuell so sehr weh, dass es kaum auszuhalten ist. Wenn sie mich weinen sieht, dann nimmt sie mich immer in den Arm, ein sehr schönen Gefühl. Ich habe ihr allerdings bereits gesagt, dass ich ihr Mitleid nicht haben möchte. Auch wenn es immer wieder ein schönes Gefühl ist und mir wahrscheinlich immer ein Stück Hoffnung gibt, hab ich mir vorgenommen nicht mehr darauf einzugehen. Das schlimme an dieser Trennung ist, dass ich weiß, dass sie sich mit einem anderen trifft, bzw. sogar vergnügt. Aber daran will ich erst gar nicht denken. Zu Beginn der Trennung habe ich sie noch gestalkt und ihre Nachrichten gelesen (ich hab Informatik studiert...). Natürlich hat das nicht dazu beigetragen, sie loszulassen, aber immerhin habe ich so erfahren, dass sie mich ständig weiterhin anlügt. Seit etwa 4 Tagen interessiert es mich eigentlich gar nicht mehr mit wem sie schreibt und was sie macht. Ihr Laptop liegt quasi neben mir, aber ich da freiwillig nicht mehr rein. Weiterhin möchte ich sie von Tag zu Tag immer weniger zurück haben, weil sie mir eben so sehr weh tut. Ganz im Gegenteil, ich fange sogar an Wut und Hass gegen sie zu entwickeln. Das liegt vorallem daran, wenn sie ihre eigenen Wohnung hat, habe ich das Gefühl, dass sie nicht genug Zeit für die Kinder haben wird. Ich habe nämlich nicht das Gefühlt, dass sie ihren Job aufgeben möchte. In so einer Situation würde ich mich gezwungen fühlen das alleinige Sorgerecht zu beantragen, auch wenn ich der Meinung bin, dass unsere Tochter ihre Mutter mehr braucht als mich, vorallem weil sie ein Mama-Kind ist.

Gestern war ich mit meiner Tochter im Schwimmbad – den Tag habe ich für sie geplant. Sie hat sich verhalten wie ein Engel. Heute hab ich an mich gedacht und wir waren im Einkaufszentrum. Ich hab mir einige neue Klamotten gekauft. Nächste Woche ist wieder Mama-Woche. Da ich die nächste Woche eh auf Geschäftsreise bin, trifft sich das gut – das hatten wir absichtlich so gelegt.

Ich bin mir sicher, dass nicht alle Entscheidungen meinerseits richtig waren, aber wie ihr sicherlich wisst, ist das in so einer Situation quasi unmöglich. Meine Geschichte ist hier und da bestimmt etwas durcheinander, aber ich hab geschrieben wie es mir gerade eingefallen ist.

Was meint ihr, wie soll ich mich meiner noch-Frau ggü. verhalten? Was sagt ihr zum Umgang mit den Kindern? Ich freue mich auf Antworten...

Ich halte euch auf dem laufenden.

LG

28.05.2016 20:47 • #1


Dina42


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Hallo gemütlicher,

deine Geschichte hat mich sehr berührt und ich habe meine Scheidung von meinem Mann schon hinter mir. Auch wir haben eine (mittlerweile 10 Jährige Tochter).
Falls es dich beruhigt, du bist nicht allein! Viele andere erleiden ebenfalls Kummer und werden verletzt. Das Gefühl lässt bald nach, du musst nur Geduld haben.
Es bringt dir aber nichts wenn die Gefühle einseitig sind. Auch damit würdest du nicht glücklich werden, keiner von euch.
Versuche einfach wieder Kontakte zu knüpfen und die einen (neuen) Freundeskreis aufzubauen.
Sei stark für deine Tochter! Sie braucht euch beide.

Ich wünsche dir alles gute, von einer die ebenfalls mit einer frischen neuen Trennung klar kommen muss.

Kopf hoch, dass Leben besteht für manche aus Höhen und Tiefen.

28.05.2016 21:31 • #2



Haus und Kinder, Sie hat einen Neuen und verlässt mich!

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LonelyXmas

LonelyXmas


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@gemütlichER

Unsere Geschichten ähneln sich tatsächlich sehr. Ich habe es hinter mir und gebe Dir ein paar Denkanstöße. Aus meiner Sicht und basierend auf meinen Erfahrungen.

Vergangenheit:

Du bist in guter Gesellschaft. Viele Beziehungen scheitern an Mammutaufgaben. Hausbau mit Sanierung, viel Stress im Beruf, dadurch finanzielle Engpässe, Streit mit der Verwandschaft und Schlafstörungen durch das kleine Wunschkind bringen beide Partner an ihre Belastungsgrenzen und darüber hinaus. Oft bleibt die Beziehung auf der Strecke. Mach Dir deshalb keine Sorgen. Das ist so stinknormal, dass es jedem passieren kann.

Der Zweitversuch war halbherzig und überstürzt, da die wesentlichen Probleme vorab nicht erkannt und bearbeitet wurden. Zum Scheitern verurteilt. Die Rahmenbedingungen waren dieselben und haben sich durch den Job Deiner Frau noch verschlechtert.

Wenn die Beziehung nicht intakt ist, ist man offen für Einflüsse von außen. So entstand der Kontakt, die Affäre?, Deiner Frau. Wenn sie sagt, dass sie sich in ihn verliebt hat, ist es endgültig aus. Sie ist emotional meilenweit von Dir weg. Hat Schmetterlinge im Bauch. Wenn sie Dich in den Arm nimmt, ist es Mitleid, und die Beruhigung ihres schlechten Gewissens. Mehr nicht. Mach Dir keine Hoffnungen.

Gegenwart:

Die jetzige gemeinsame Wohnsituation ist für euer gemeinsames Kind anscheinend erstmal das Beste. Bis alle zur Ruhe kommen. Du sagst, es dauert vlt. noch ein paar Wochen, bis sie eine Wohnung gefunden hat und auszieht. Das kannst Du aushalten. Ich habe es Monate ausgehalten, um die Bindung zu meiner Tochter zu verbessern. Geht natürlich zu Lasten Deiner Kräfte. Das muss Dir bewusst sein. Hältst Du es nicht aus, zieh die Reißleine.

Gehe in dieser Zeit behutsam vor. Die Kinder dürfen nicht Zeugen von Streitereien o.ä. werden, das könnte sie traumatisieren. Sie sind das wichtigste in dieser Krise. Mit der Ex: sachlich, höflich, aber bestimmt. Zielorientiert. Such eine Wohnung, zieh aus, sei eine gute Mutter. Kein Betteln, kein Ausrasten.

Hör auf sie zu stalken. Das bringt Dich nicht weiter. Im Gegenteil, es verletzt Dich. Hör damit auf.

Werdet euch klar, wie es mit eurem gemeinsamen Kind ablaufen soll. Wer betreut? Wer bekommt Besuchszeiten? Welches Modell? Werdet euch einig. Es ist das wichtigste.

Zukunft:

Wenn sich die Wohnsituation aufgeklärt hat, kannst Du schneller und besser mit ihr abschließen. Deine Zeiten mit Deinem Kind werden Dir Kraft geben für alles weitere.

Gehe gegenüber Deiner Familie und dem Rest Deines Umfelds, sofern überhaupt noch ein Kontakt zur Familie besteht, offen mit der Krise um. Verstelle Dich nicht und spiele niemand etwas vor. Sag einfach: ich habe ein Problem. Wir trennen uns und ich weiß nicht, wie es weitergeht. Nur dem der spricht, kann geholfen werden.

Die Zeit wird Deine Wunden heilen, auch wenn Du mir das momentan nicht abnimmst.

LG
LX

28.05.2016 22:12 • x 1 #3


gemütlichER


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Danke Dina42 und danke LX für die netten Worte. Das baut mich etwas auf!

Es tut aktuell unglaublich weh und ich hab das Gefühl, dass ich nie wieder Glücklich werden kann, geschweige denn irgendwann mal wieder lieben kann. Auch wenn ich ebenfalls der Meinung bin, dass die Zeit die Wunden heilt, fühlt sich das aktuell sehr weit weg an.

Das mit dem stalken habe ich gelassen, weil es mich schlichtweg nicht mehr interessiert. Ich denke das ist ein gutes Zeichen. Ansonsten werde ich versuchen stark zu bleiben um die Zeit zu überstehen. Ich hoffe sie zieht zeitnah aus und verschwindet soweit möglich aus meinem Leben. Auch wenn ich sie noch so sehr liebe, möchte ich sie nicht mehr zurück. Sie hat mir nicht nur das Herz gebrochen, sondern trampelt darauf noch rum, indem sie sich mit ihrem neuen Partner trifft und vergnügt.

In solchem Momente wünscht man dem Ex-Partner nichts gutes für die Zukunft.

Gleich folgt noch ein kurzes Update zu meiner Situation...

Vielen Dank und LG

29.05.2016 20:57 • #4


gemütlichER


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Update...

Der Tag heute hat eigentlich sehr schön angefangen. Frühstück mit der kleinen, dann eine kurze Folge Bianca Zauberkind geschaut (darauf fährt sie aktuell total ab) und anschließend etwas Gartenarbeit gemacht (Töchterchen liebt Rasen mähen, genau wie Papa). Danach sind wir in meine alte Wohnung gefahren um einige Klamotten und andere Sachen zu holen. Ich musste für meine Geschäftsreise packen.

Jetzt kommt der Grund wieso der Tag nur eigentlich schön war. Um 15 Uhr waren wir zur Übergabe der kleinen verabredet, doch um 15:30 war sie immer noch nicht da. Nichts als Ausreden hab ich zu hören bekommen. Da ich unbedingt zum vereinbarten Zeitpunkt bei den Kollegen sein musste, habe ich die Kleine unseren vertrauensvollen und liebevollen Nachbarn gegeben (das sind wirklich wundervolle Menschen). Voller Wut habe ich ihr dann geschrieben, dass sie das nun bereuen wird und mich ab sofort so erleben wird, wie sie mich vorher noch nicht kannte. Da musste ich einfach Dampf ablassen. Im nachhinein weiß ich nicht ob das so klug war!?

Jedenfalls hat sie darauf nicht geantwortet. Mir geht es seit diesem Zeitpunkt einfach nur noch beschi.... und in mir Kreisen die Gedanken. Am meisten mache ich mir darüber Sorgen, ob sie meiner Tochter eine gute Mutter sein wird, Mein Gefühl sagt mir, dass wenn sie nicht bald zur Vernunft kommt, wird sie auch keine gute Mutter sein. Daher spiele ich weiter mit den Gedanken eine weitere Instanz einzuschalten (vllt. das Jugendamt oder die Erziehungsberatungsstelle?).

Ich bin jetzt zumidest im Hotel und konnte so ein wenig meine Gedanken loswerden. Es geht mir auch schon ein wenig besser. Danke fürs zuhören...
LG

29.05.2016 21:27 • #5


gemütlichER


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Update...

Ich fasse mal kurz die letzten 3 Tage zusammen... Auf meine nicht-nette Nachricht hatte sie am nächsten Tag etwa mit den Worten ...bleib weg von uns ... du schadest mit deinem Verhalten nur den Kindern ... lass dir helfen ... usw. geantwortet. Kurz nach dieser Nachricht hat mich das schlechte Gewissen gepackt und ich habe mich für die Überreaktion bei ihr entschuldigt. Ich habe gemerkt, dass so ein Verhalten von mir nicht gut für die Kinder ist. Auf meine Entschuldigung kam lange nichts. Nach ca. 1,5 Tagen hat sie dann doch geantwortet und meinte erneut, dass ich mir professionelle Hilfe suchen soll, weil meine Ausraster und Gefühlsausbrüche nur unseren Kindern schaden würden (dabei bekommen die das gar nicht mit, zumindest nicht durch mich). Weiterhin meinte sie, dass in den Wochen in denen ich nicht unsere gemeinsame Tochter habe, ich mich nicht in unserem Haus aufhalten soll. Defakto bedeutet dies, dass unsere Tochter ständig im Haus ist und wir uns sozusagen abwechseln, wer dort gerade wohnt. Meine noch-Frau möchte unter keinen Umständen sich gleichzeitig mit mir im Haus aufhalten. Ich werde mich ihren Vorschlag durch den Kopf gehen lassen, wobei ich da auch nicht viele Möglichkeiten habe für einen Gegenvorschlag. Diese Nachricht kam heute (bzw. gestern) gegen 12 Uhr Miitags. Abends, gegen 21 Uhr, kam eine Nachfrage, ob ich denn noch ein Statement dazu abgeben würde. Auch darauf habe ich bisher noch nicht geantwortet. Einerseits weil ich meine Antwort noch nicht kenne, anderseits hat sie ja auch 1,5 Tage gebraucht, um auf meine Nachricht zu reagieren.
Was meint ihr, wie ist eure Meinung dazu?

Mir geht es in diesem Moment eigentlich ganz gut, bis auf die Tatsache, dass ich meine Kinder vermisse. Was meine noch-Frau angeht, fühle ich derzeit eigentlich nichts - kein Vermissen, kein Kummer, keine Enttäuschung und keine Wut, einfach nichts. Ist das ein gutes Zeichen? Vielleicht liegt es auch daran, weil ich nichts von ihr mitbekomme und es mich eigentlich auch nicht interessiert!? In den letzten 2 Tagen hatte ich allerdings öffters mal ein Tief - wegen ihr und wegen der Kinder, aber da konnte ich mich zusammenreißen....

Danke fürs zuhören...
LG

02.06.2016 00:51 • x 1 #6


LonelyXmas

LonelyXmas


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Guten Morgen.

Als Außenstehender sieht man manchmal klarer.

Könnte eine Antwort ungefähr so aussehen:

Die Kinder haben davon zwar nichts mitbekommen, ich denke trotzdem mal über professionelle Hilfe nach.
Das Nestmodell, die Kinder bleiben im Haus, die Elternteile wechseln sich ab, ist für mich erstmal in Ordnung.
Wie kommst Du mit der Wohnungssuche voran?

Wer, wie lange Zeit benötigt, um auf Nachrichten zu antworten, ist Kindergarten. Da spricht Dein verletztes Ego.

Du wirst immer wieder Rückschläge hinnehmen müssen, das ist leider so. Fokussiere Dich auf Dich und die Kinder und lass die Alte machen, was sie will. Das tut sie sowieso.

LG
LX

02.06.2016 06:03 • #7


lucky123


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Lieber gemütlichER,

sieht Deine Stieftochter ihren Vater ?

Du bist der Vater Deiner Tochter.

Warum verkauft ihr nicht das Haus der gescheiterten Parchwork- Familie ?
Wenn jeder von Euch eine Wohnung hat, würde das Euer Leben vereinfachen.

Alles Liebe ...

02.06.2016 07:39 • #8


Ex-Mitglied


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Habt ihr schon mal überlegt eine Beratungsstelle vom Jugenamt aufzusuchen. Da kann bei genau so uneinigen Situationen geholfen werden. Ausrater solltest Du übrigens vermeiden, auch wenn die Kinder davon nichts mitbekommen haben. Als Vater hast Du den schwereren Stand.

04.06.2016 10:09 • #9


gemütlichER


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Hallo ihr Lieben, vielen Dank für die Anregungen.

@lucky123: Ja, sie sieht ihren Vater jedes zweite Wochenende, wobei sie dann die meiste Zeit nicht mit ihm verbringt, sondern mit seiner restlichen Familie (Cousinen, Oma, ...).
Das mit dem Verkaufen ist leider nicht so einfach. Wir haben einige Auflagen, dass wir das Haus nicht ohne weiteres Verkaufen dürfen (war zuvor eine Liegenschaft der Stadt). Wenn wir jetzt verkaufen würden, dann mit erheblichen Verlusten. Ich werde meiner Frau einen gewissen Geldbetrag ausbezahlen und anschließend behalte ich das Haus. Vielleicht denke ich später darüber nach, aber im Moment geht es nicht mit dem Verkauf. Wir haben einvernehmlich ausgemacht, dass sie auszieht und ich das Haus behalte und dann natürlich auch alleine die Raten bezahlen muss.

@alexh: Ja, insbesondere ICH werde demnächst auch Kontakt mit denen aufnehmen. Da wir auch schon mal mit denen zu tun hatten, haben wir einen Ansprechpartner, der uns gut kennt. Nur leider ist dieser aktuell in Elternzeit und kommt in ca. 2 Wochen zurück - so lange möchte ich noch warten. Anschließend werden ich einen Termin vereinbaren. Bzgl. der Ausraster werde ich mich in Zukunft beherrschen.

Update....
Heute morgen ging es mir sehr schlecht. Ich hab alle meine Mädels sehr vermisst, alle drei. Am liebsten hätte ich angerufen oder wäre ins Haus gefahren. Die Gedanken kreisten wieder und ich zweifelte daran, dass es mir jemals wieder gut gehen wird. Um mich abzulenken habe ich etwas Sport gemacht - ich habe freeletics für mich entdeckt - demnächst auch mit anderen gemeinsam. Aktuell bin ich bei meiner Schwester zu besuch, das Verhältnis zu ihr wird immer besser. Anschließend gehe ich zum Fußball und Abends treffe ich mich mit gleichgesinnten - ich freu mich.
Leider brauche ich viel Ablenkung um nicht ständig traurig zu sein. Ich hoffe das nimmt mit der Zeit ab. Montag seh ich meine kleine wieder.

Danke fürs zuhören...
LG

04.06.2016 17:11 • #10


Kroenchen_richten

Kroenchen_richt.


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Öhm, das mit der Hilfe suchen, ist ja mal ein dicker Hund.

Darauf würde ich unbedingt reagieren. Sie hat Deine Termine torpediert, dann noch Firmentermine. So einen Satz: Den Kindern schaden Deine Ausraster Darf man nicht unkommentiert lassen. Nur bitte unbedingt mit Ruhe und Bedacht antworten.

Mein Ex, hat mir damals Sachen geschrieben, an den Haaren herbeigezogen, die ich vor Wut nicht kommentiert habe. Was ist passiert? Diese Sachen hat er dem Amt und Gericht vorgelegt und wollte mir die Kinder komplett entziehen. Ein Haufen wüster Bestrafungen, wollte er loslassen, um sich nicht einzugestehen, dass er den Fehltritt gemacht hat.
Also Drohungen bitte lassen, aber auch solche Unterstellungen nicht unkommentiert lassen Und Entschuldigungen mit Vorsicht aussprechen. Bevor Du antwortest, intensiv nachdenken. Und immer schön freundlich bleiben.

04.06.2016 17:35 • #11


Random


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Du hattest geschrieben, dass es dir am besten geht, wenn du sie nicht siehst.
So lange du dich nicht wirklich ganz im Griff hast, wäre das wohl auch das Beste.
Krönchen hat sicher recht, wenn sie schreibt, wie haarige das werden könnte.
Pass da wirklich gut auf.

Wenn du dich schriftlich oder unter Zeugen für einen Ausraster entschuldigst, ist dieser damit ja bewiesen.

04.06.2016 18:29 • #12


Igluweis

Igluweis


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Servus
Wie wärs mit whatsapp oder so, aufschreiben eine Runde rumlaufen und nachdenken evtl wieder korrigieren und keine Gefühlsausbrüche. Jugendamt ist immer gut, aber ruhig bleiben Meine ex wollte auch s alleinige Sorgerecht für Sonny, wurde aber sowohl vom Jugendamt, als auch vor Gericht abgewiesen, trotz Hinweis vom Amt als auch vor Gericht, das wird abgelehnt. Vor allem abwägen was du erzählst, wird alles aufgeschrieben. Vergess ich nie die Reaktion der JAmitarbeiterin, als sie mir ihren Bericht vorgelesen hat ( mit Kopfschütteln und der Frage warum sie sich eigentlich von mir scheiden lassen will) Sie hatte bei ihrem ersten termin im Amt gesagt, ich wäre ein lieber dad und zu ihr immer zärtlich gewesen, hat man ihr später vor Gericht vorgehalten ich hab jetzt 9 Jahre mehr oder weniger heftigen Kampf um Sohn hinter mir, schau grad momentan auch so drein wie ein Uhu nach'n Waldbrand, aber seit ich sie nicht mehr sehen muss geht's mir jeden Tag ein bisschen besser. Sei für deine kleine da, wird ganz wichtig wenns mit ihrer Mutter mal nicht so hinhaut
Grüße und Geduld und Ruhe und alles was dazugehört
Igluweis

04.06.2016 19:21 • #13


Random


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9 Jahre ?!

04.06.2016 19:25 • #14


Kroenchen_richten

Kroenchen_richt.


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Hui, lieber ersteinmal hier ins Forum stellen. Whats App kann schnell mal versehentlich abgesendet werden.

Also, ich würde eher so etwas senden: Liebe xy, ich gönne Dir, das Du Dich jetzt befreit fühlst und glücklich bist, ich gönne Dir Dein Vergnügen, aber bitte halte Dich an die Übergabetermin, die wir beide miteinander vereinbart haben. Ich möchte nicht aufgrund von Arbeitsterminen gezwungen sein, die Kinder bei den Nachbarn in Obhut zu geben. Ich weiß, das ich ihnen vertrauen kann, sehe das aber nicht als gute Option für die Kinder.
Gruß XYZ

04.06.2016 19:42 • #15



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