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Heilen in/trotz/mit einer neuen Beziehung

Worrior
Zitat von Blind-Meg:
Ich werde nie mehr im Alleingang an einer Partnerschaft arbeiten. Und nie mehr jemanden an meiner Seite dulden, der meint, an einer Partnerschaft müsse man nicht arbeiten.

Ich kenne Menschen die von Beziehung zu Beziehung gehen, nahtlos und/oder durch warme Wechsel.
Die Beziehungen hielten auch manchmal lange, endeten aber meist auf die gleiche Art und Weise.
Der/die Schuldige war dann der/die Expartnerin und/oder böse externe Einflüsse.
Meist ein Mix an angeblichen unguten Partnern und diversen anderen vermeintlichen Faktoren.
Niemals nie kämen diese Menschen auf die Idee sich zu reflektieren um zu ergründen warum es zu solchen ungesunden Dynamiken kam, warum sich dies immer wiederholte.
Was will man machen?
Solche Menschen sind für solche Thematiken unzugänglich und da habe zumindest ich keinerlei Missionierungsdrang.

Ich würde auch niemals mehr in einer Partnerschaft bleiben wo ich nicht gesehen und gehört werde.
Wo ich eine Selbstverständlichkeit bin, eine Gewohnheit.
Niemals mehr eine Beziehung wo meine Lebensqualität darunter leidet.
Wo sich tagtäglich auf der Pelle hängen und sich dann logischerweise anödend wichtiger ist wie meine Bedürfnisse.
Nur damit jemand 24/7 einen Bespaßer hat, weil der-/diejenige nichts mit sich anzufangen weiß, nie gelernt hat sich selbst zu regulieren und auch keinen Bedarf sieht dies sich anzueignen.

x 2 #31


A
Zitat von BunteKatze:
Das hier immer alle sich wie die Hyänen drauf stürzen anderer Leute Entscheidungen zu bewerten, finde ic etwas befremdlich.

WO ist denn das passiert? Es wurden dir ganz normale - freundliche Antworten und die jeweils eigenen Gedanken geschrieben.

Und das beleidigst du mit "hyänischem Verhalten"?

Nett, wirklich nett.

x 3 #32


A


Heilen in/trotz/mit einer neuen Beziehung

x 3


BunteKatze
@Akelei76
Ungefragt anderer Leute Beziehungsleben abwerten ist doch auch nicht nett. Es geht hier eben nicht darum meine Situation zu bewerten. Ich hatte mir einen Erfahrungsaustausch erhofft.
Und ehrlicherweise ist das hier nicht der einzige Thread von ungefragt auf einmal alle eine Bewertung abgeben.

@Worrior
Das liest sich hart, aber wird vermutlich ist vielen Beziehungen die Wahrheit darstellen. Ich leb gerne mit jemandem zusammen. Für mich stellt das die Basis und mein Zuhause da. Kann ja jeder trotzdem sein Ding machen.

@Blind-Meg
Ja dieses 3 Jahre kämpfen um dann doch zu verlieren würde ich auch nicht nochmal machen. Da kam einfach zu wenig von seiner Seite aus, und das obwohl auch er die Probleme gesehen hat und teilweise sogar deutlich schlimmer bewertet hatte als ich.

x 3 #33


A
Zitat von BunteKatze:
Ungefragt anderer Leute Beziehungsleben abwerten ist doch auch nicht nett

WO ist das passiert. Zitier das bitte. Denn ich glaube, dieser Film läuft nur in deinem Kopf ab.

x 2 #34


Blind-Meg
Zitat von BunteKatze:
Ja dieses 3 Jahre kämpfen um dann doch zu verlieren würde ich auch nicht nochmal machen

Ich sehe das gar nicht als "verlieren". Jetzt ist mein Leben um so vieles besser (wenn auch anstrengender), dass ich sagen würde, ich habe "gewonnen".
Ich finde auch Trennungen gar nicht mehr schlimm. Trennung ist, wenn man was gelernt hat, was man nicht mehr ignorieren kann. Beziehungen beginnen und Beziehungen enden, ich hab da meine Romantik zwar verloren, aber dafür etwas gewonnen, das sich wie Freiheit anfühlt. Würde nie mehr zurücktauschen wollen. Selbst dann nicht, wenn mein Exmann sich dann doch auch Mühe geben würde. Denn seit ich meinen jetzigen Partner habe und weiß, wie es sein kann, hab ich das zu meinem Standard erhoben und werde darauf nie mehr verzichten. Mein Frame oder keiner, ansonsten komme ich auch prima alleine klar.

x 2 #35


Worrior
Zitat von Blind-Meg:
Trennung ist, wenn man was gelernt hat, was man nicht mehr ignorieren kann. Beziehungen beginnen und Beziehungen enden, ich hab da meine Romantik zwar verloren, aber dafür etwas gewonnen, das sich wie Freiheit anfühlt. Würde nie mehr zurücktauschen wollen.

Das stimmt, da geht ein Stück weit die Romantik flöten.
Die Wahrheit, sei sie auch noch so grob, ist um ein Vielfaches besser als eine Ilusion oder Lüge zu leben.
Denn der Aufschlag in der Realität ist dann weitaus härter.
Wie Du beschrieben hast macht sich dafür eine gewisse Leichtigkeit breit.
Ich glaube dass dies sich dann positiv auf die Beziehung auswirkt und Druck rausnimmt.

x 3 #36


Blind-Meg
Zitat von Worrior:
Wie Du beschrieben hast macht sich dafür eine gewisse Leichtigkeit breit.
Ich glaube dass dies sich dann positiv auf die Beziehung auswirkt und Druck rausnimmt.

Definitiv. Und ich finde es so schön, in einer Beziehung ohne Verbindlichkeit und Abhängigkeit zu sein. Zusammen sein, weil man einander will, aber nicht braucht.
Ohne Hochzeit, ohne gemeinsame Verpflichtung, einfach ein Paar sein, weil man das möchte und nicht, weil man sich durch äußerer Faktoren (Geld, Wohnung, Kinder, Ringe) aneinander gebunden hat.
Wenn mein Partner nicht mehr mit mir sein möchte, hört er einfach auf, vorbeizukommen. Und solange er weiterhin vorbeikommt, weiß ich, er macht das weil er es will. Das ist das schönste daran finde ich.

x 3 #37


Worrior
Zitat von Blind-Meg:
Definitiv. Und ich finde es so schön, in einer Beziehung ohne Verbindlichkeit und Abhängigkeit zu sein. Zusammen sein, weil man einander will, aber nicht braucht.

🎯👍

#38


BunteKatze
@Worrior und @Blind-Meg

Ich finde eure Sichtweise wirklich wirklich interessant.
Gerade das hier :
Zitat:
Wenn mein Partner nicht mehr mit mir sein möchte, hört er einfach auf, vorbeizukommen. Und solange er weiterhin vorbeikommt, weiß ich, er macht das weil er es will.

habe ich so noch nie betrachtet, dabei ist es ja völlig logisch.

Ich lerne auch gerade, dass Menschen ein unterschiedliches Nähe-Bedürfnis haben bzw. Nähe ganz unterschiedlich wahrgenommen wird. Ich brauche Körperkontakt am liebsten täglich, möchte meine Alltag parallel dazu gestalten. Mein Partner ist, wenn er bei mir ist 100% bei mir, braucht dann aber wiederum Zeit um „seine Dinge“ zu erledigen. Das nehme ich als „auf Abstand gehen“ wahr. Was es vermutlich aber nicht ist.

Das „zusammen sein weil man jemanden will und nicht weil man ihn braucht“ finde ich auch unglaublich wichtig. Das ist ein einziges Wort Unterschied, mein Ex hat das nie verstanden. Ich war nicht mit ihm zusammen weil wir ein Haus haben, oder weil wir die Katzen haben. Sondern weil ich das wollte. Ich wusste auch schon länger wer ich bin, auch ohne ihn. Er will das jetzt rausfinden.

x 1 #39


M
Zitat von BunteKatze:
Hallo ihr Lieben, Da ich es mir kurz nach meiner Trennung selber nicht vorstellen konnte und auch jetzt oft staunend neben mir sitze Zwinkerndes Gesicht, wollte ich dazu mal eure Geschichten hören. Was habt ihr in einer neuen Beziehung für positive Erfahrungen gemacht? Ist euch da vielleicht erst aufgefallen, was euch vorher gefehlt ...

Hi,

das ist doch schön wenn es sich heilsam anfühlt.

Ist das für Dich schwierig oder warum machst Du einen thread auf?

Ich kenne beides: also bei einem neuen partner zu denken: Mensch, genau DAS hat mir beim Ex immer gefehlt. Und zu merken, dass das GEHT. Und zwar von selbst, gerne und ohne Kampf oder Krampf.

Ich habe aber auch schon erlebt, gedacht zu haben, also in dem einen Punkt zum Beispiel war es mit dem ein oder anderen Ex leichter. Kommt halt immer drauf an, um was es geht und was einem im Leben und in der Beziehung wichtig ist...und wie lange man sich kennt. Drei Monate sind meiner Erfahrung nach GARNICHTS. Ich finde so nach 1-2 Jahren kann man einen (kleinen) überblick haben, worauf man sich eingelassen hat 😜
Also abwarten. Und geniesse doch einfach, dass es Dir guttut...

x 1 #40


BunteKatze
@merretich
Schwierig nicht nur neu und unerwartet. Ich dachte einfach man könnte Erfahrungswerte sammeln, so für alle die nach einer Trennung was Neues beginnen oder sich nicht vorstellen können, dass es auch anderes „Gutes“ und vielleicht sogar besseres geht.
Ich genieße, sehr sogar. Aber ich will auch nichts unreflektiert an mir vorbeiziehen lassen Zwinkerndes Gesicht daher denke ich viel nach. Ich finde Beziehungen und sowas auch einfach spannend.

#41


Blind-Meg
Zitat von BunteKatze:
habe ich so noch nie betrachtet, dabei ist es ja völlig logisch.

Ja, sehr einleuchtend, aber eben ein starker Kontrast zu dem, was das Romantik-Diktat uns so als Gesten der Liebe weismacht. Wir lernen von klein auf, dass man Menschen, die man gern hat, ganz besonders fest bindet, weil diese Person eben der/die "Eine" ist, mit dem man all diese Verbindlichkeiten eingehen will. Hab ich auch früher gedacht - wenn er mich wirklich liebt, muss er mich doch heiraten wollen. Naja. Seh ich heute anders.
Als ich mich trennen wollte, haben mich unsere Verbinflichkeiten durchaus eine Weile davon abgehalten bzw die Entscheidung verzögert. Und das war keine schöne Zeit,mit jemandem vor allem deshalb zusammen zu sein, weil man nicht geschieden sein möchte. Deshalb bin ich heute dankbar für meine jetzige Sichtweise.

Zitat von BunteKatze:
unterschiedliches Nähe-Bedürfnis

Das habe ich tatsächlich schon während meiner Ehe gelernt, wobei ich mich selbst dahingehend auch lange falsch eingeschätzt habe. Durch die Prägung meiner Eltern war mein Bild von Beziehung ein sehr symbiotisches, weil meine Eltern das so gelebt haben. Dass ich auch gern allein bin und das manchmal auch brauche, habe ich erst nach und nach kapiert.
Dieses Thema ist in meiner jetzigen Beziehung trotzdem ein schwieriges, weil mein Partner viel Zeit für sich alleine braucht und auch nie mit jemandem zusammen wohnen möchte. Das war mir anfangs dann doch zu weit weg und ich habe es anfangs persönlich genommen. Mittlerweile klappt das aber meistens echt gut, ich habe mich großteils dran gewöhnt und wir haben andere Wege, uns zu committen.

Man sagt, ein Mensch führt im Leben 3 bedeutende Beziehungen: eine Jugendliebe, dann eine zum Üben und Lernen und als 3. dann eine, die richtig gut und passend ist.
Blöderweise bekommt man halt die Kinder mit dem Übungs-Partner.

#42


J
Zitat von BunteKatze:
Ich lerne auch gerade, dass Menschen ein unterschiedliches Nähe-Bedürfnis haben bzw. Nähe ganz unterschiedlich wahrgenommen wird.


Zitat von BunteKatze:
Aber ich will auch nichts unreflektiert an mir vorbeiziehen lassen daher denke ich viel nach. Ich finde Beziehungen und sowas auch einfach spannend

Ich hatte mal ein Thema dies bezüglich aufgemacht:
buch-die-5-sprachen-der-liebe-t77123.html

Ich finde es gut, dass du dich reflektierst und mittlerweile deine Ansprüche an eine Beziehung besser klar wird, das ist sehr wichtig.

x 1 #43


M
Zitat von Akelei76:
Ich freue mich, dass es dir gut geht.

Aber nimms mir nicht krumm: Nach drei Monaten lohnt sich eine Analyse noch nicht. Lass mal was in einem Jahr hören.

Dass nach 3 Monaten noch alles super ist, ist nicht anders zu erwarten. Aber im Lauf der Zeit zeigt dann jeder seine Eigenschaften und Eigenarten und wie kompatibel man dann als Paar ist, zeigt sich erst nach einem Jahr oder noch länger.
Du benützt Deinen Partner als eine Art Trostpflaster, als Therapeuten, der Dir gut zuredet und sehr zugewandt und interessiert wirkt. Wie lange sich das so aufrecht erhalten lässt, wird sich zeigen.
Denn irgendwann hat er vielleicht keine Lust mehr Dich zu "betreuen". Was dann?

Es liest sich für mich nicht nach einer gesunden Beziehung auf Augenhöhe, sondern eher als eine Beziehung zwischen dem "starken, wissenden" Therapeuten und der "schwachen, von Altlasten belasteten" Patientin.

x 1 #44


A
Zitat von BunteKatze:
Mein Partner ist, wenn er bei mir ist 100% bei mir, braucht dann aber wiederum Zeit um „seine Dinge“ zu erledigen. Das nehme ich als „auf Abstand gehen“ wahr. Was es vermutlich aber nicht ist.

@Margerite

So


Zitat von Margerite:
Dass nach 3 Monaten noch alles super ist, ist nicht anders zu erwarten. Aber im Lauf der Zeit zeigt dann jeder seine Eigenschaften und Eigenarten und wie kompatibel man dann als Paar ist, zeigt sich erst nach einem Jahr oder noch länger.
Du benützt Deinen Partner als eine Art Trostpflaster, als Therapeuten, der Dir gut zuredet und sehr zugewandt und interessiert wirkt. Wie lange sich das so aufrecht erhalten lässt, wird sich zeigen.
Denn irgendwann hat er vielleicht keine Lust mehr Dich zu "betreuen". Was dann?

sehe ich das auch. Bei aller Freude, dass es jetzt gut geht, kann ich das nicht verdrängen.

Zitat von Margerite:
Es liest sich für mich nicht nach einer gesunden Beziehung auf Augenhöhe, sondern eher als eine Beziehung zwischen dem "starken, wissenden" Therapeuten und der "schwachen, von Altlasten belasteten" Patientin.

Siehe das erste Zitat. Es geht ja schon los. Aber will die TE nicht lesen. Dann fühlt sie sich bewertet. Ich denke, sie weiß es selbst und war deshalb getriggert.

#45


A


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