Zitat von BunteKatze: habe ich so noch nie betrachtet, dabei ist es ja völlig logisch.
Ja, sehr einleuchtend, aber eben ein starker Kontrast zu dem, was das Romantik-Diktat uns so als Gesten der Liebe weismacht. Wir lernen von klein auf, dass man Menschen, die man gern hat, ganz besonders fest bindet, weil diese Person eben der/die "Eine" ist, mit dem man all diese Verbindlichkeiten eingehen will. Hab ich auch früher gedacht - wenn er mich wirklich liebt, muss er mich doch heiraten wollen. Naja. Seh ich heute anders.
Als ich mich trennen wollte, haben mich unsere Verbinflichkeiten durchaus eine Weile davon abgehalten bzw die Entscheidung verzögert. Und das war keine schöne Zeit,mit jemandem vor allem deshalb zusammen zu sein, weil man nicht geschieden sein möchte. Deshalb bin ich heute dankbar für meine jetzige Sichtweise.
Zitat von BunteKatze: unterschiedliches Nähe-Bedürfnis
Das habe ich tatsächlich schon während meiner Ehe gelernt, wobei ich mich selbst dahingehend auch lange falsch eingeschätzt habe. Durch die Prägung meiner Eltern war mein Bild von Beziehung ein sehr symbiotisches, weil meine Eltern das so gelebt haben. Dass ich auch gern allein bin und das manchmal auch brauche, habe ich erst nach und nach kapiert.
Dieses Thema ist in meiner jetzigen Beziehung trotzdem ein schwieriges, weil mein Partner viel Zeit für sich alleine braucht und auch nie mit jemandem zusammen wohnen möchte. Das war mir anfangs dann doch zu weit weg und ich habe es anfangs persönlich genommen. Mittlerweile klappt das aber meistens echt gut, ich habe mich großteils dran gewöhnt und wir haben andere Wege, uns zu committen.
Man sagt, ein Mensch führt im Leben 3 bedeutende Beziehungen: eine Jugendliebe, dann eine zum Üben und Lernen und als 3. dann eine, die richtig gut und passend ist.
Blöderweise bekommt man halt die Kinder mit dem Übungs-Partner.