Gamma
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Nach zig Versuchen den ersten Satz hier zu beginnen, habe ich mich entschlossen, Euch erst ein paar Background Infos mitzugeben. Nur so kann nachvollzogen werden, wie beschi*** die Lage gerade für mich ist.
Mein Hintergrund:
Ich bin von Natur aus ein emotional sehr sensibler Mann [27J],
der seinem Gegenüber mit einer Menge Empathie begegnet.
Es ist sehr häufig so, dass ich direkt nachempfinden kann, wie mein Gegenüber sich fühlt,
ohne das er oder sie direkt ein Wort sagt oder dies offenkundig durch die Körpersprache und Haltung zeigt.
Dies hat einige Vorteile im Umgang mit den Menschen. Aber leider auch extrem viele Nachteile.
Ein großer Nachteil um das es hier gehen wird, ist die Verletzlichkeit.
Die letzten 11 Jahre haben mich tief gezeichnet:
-Vom Stiefvater mehrmals krankenhausreif geschlagen, weil ich ihm wohl zu
verweichlicht war.
-Von meiner Mutter aus dem Haus geworfen und in ein Appartment gesteckt.
-Meine erste Freundin (wir waren zum Schluss sogar 6 Monate verlobt)
betrog mich mit meinem ex besten Freund, nach 3 Jahren Beziehung.
-Meine zweite Freundin betrog mich nach 7 Monaten ebenfalls.
-Meine dritte Freundin machte sich meine Verletzlichkeit zugute
um in mir einen emotionalen Druck aufzubauen.
"ich verlasse Dich, wenn du [dies] oder [das] nicht machst"
Wegen jedem Schei* wurde mit dem Beziehungsende gedroht.
Eines Tages verließ ich sie, da ich psychisch und finanziell absolut am Ende war.
Ich habe mich danach selbst in die Psychiatrie, inmitten meiner Ausbildung, eingewiesen.
Als ich nach 10 Wochen wieder raus kam, habe ich erfahren, dass meine einst besten Freunde
über mich hinter meinem Rücken herzogen. Ein weiterer Schlag ins Herz.
Seit dem Jahr 2014 habe ich gelernt, mich vor Menschen emotional abzuschirmen,
bzw eine Mauer aufzubauen. Ich hatte bis dahin keinen weiteren Menschen derart in meine Nähe
gelassen, als dass er oder sie mich verletzen könnte.
Vor meinen heutigen Freunden habe ich wie eine Art zweite Persönlichkeit, die von
meiner emotionalen Art ablenkt. Es funktioniert ganz gut. Ich bin unter meinen Freunden der "Clown"
Oder wie sie mich nennen "der Joker". Welch Ironie.
Nur meine 2 besten Freunde haben zumindest etwas Kenntnis über meine Person. Sie
wissen, dass ich in Krisensituationen ein sehr guter Zuhörer bin und immer sehr gute Ratschläge gebe.
Warum? Weil ich genau weiß wie er/sie fühlt und ich meine Erfahrungen im Leben mit einbringen kann.
Nun kam es jedoch zu einer Situation, worauf ich keine Antowort habe.
Ich lernte Anfang diesen Jahres eine Frau kennen.
Ich empfange Menschen stets neutral, aber distanziert, also tat ich es bei ihr ebenso.
Jedoch merkte ich recht schnell, dass dieser Mensch meine gesamten Schutzmechanismen komplett überm Haufen fegt. Allein nur das Telefonieren und Schreiben tat meiner Seele so unheimlich gut. Ein Gefühl machte sich in mir breit was ich längst vergessen hatte: Vertrauen, Zuneigung, Wärme, Geborgenheit.
Sie war die einzige Person, nach Jahren emotionaler Taubheit, der ich bereit war mich emotional zu öffnen. Endlich konnte ich so sein wie ich bin, ohne von meiner verletzlichen Art abzulenken oder jemand anders vorzugaukeln.
Auch ich tat ihr wohl ungemein gut.
Auch sie trug ein gebrochenes Herz mit sich herum, und hatte ihre Emotionen "hinter einem Eispanzer" versteckt.
Sie erzählte mir, dass das Gefühl vermisst hatte sich jemanden emotional anzuvertrauen.
"Du bist bisher der Einzige, wo ich merke, dass sich noch was in meinem Herzen rührt." Diese Worte von ihr schallen mir noch immer schmerzlich im Kopf. Sie erwähnte mir mehrmals, dass Sie ein großes Interesse an mir hätte. Und das tat auch ich ihr kund.
Jedes Telefonat und jedes Treffen war wie ein harmonischer Tanz zwischen uns.
Ich konnte mich ihr hingeben, und sie mir.
Letzte Woche musste ich ihr mein romantisches Interesse ihr Gegenüber mitteilen, da ich mich wie ein Lügner fühlte, wenn ich es vor ihr verheimliche.
Es kam wie es kommen musste. Wir beide brachen in Tränen aus, weil wir beide wussten, dass sie nicht so viel für mich empfindet wie ich für sie. Sie erzählte mir, dass sie ein Gefühl habe, wo sie selbst nicht weiß was es ist.
Bestätigte mir aber dass es nicht mehr als Freundschaft sein wird.
Bei diesem schmerzhaften Gespräch habe ich ihr auch mitgeteilt, dass ich zu ihr den Kontakt abbrechen muss, um all die Gefühle, die ich mit ihr in Verbindung bringe, abzutöten und meinen alten IST-Zustand wieder herzustellen.
Seit diesem Tag, bin ich emotional dermaßen instabil, dass ich in einem Karussell zwischen eiskalter Emotionslosigkeit, Heulkrämpfen und Innerer Leere gefangen bin. Essen geht derzeit kaum bis gar nicht. Meine Gedanken versuchen sich auf den Alltag zu fokussieren, aber ich bekomme die Frau einfach nicht aus meinem Herzen verbannt.
Dies macht sich in meiner Konzentration und daraufhin auch auf der Abreit bemerkbar. Ich mache dumme Fehler, brauche für Aufgaben viel zu lange, und werde auch stetig angeschrien. Jeden Tag bin ich für 15 min auf dem Klo da ich das Geheule einfach nicht mehr aushalten kann, genau wie jetzt.
Die Kontaktsperre wird derzeit regelmäßig von ihr unterbrochen. Obwohl ich zu ihr sagte, dass ich derzeit keinen Kontakt wünsche, erkundigt sie sich regelmäßig, wie es mir geht. Auch wird versucht mich anzurufen.
Ich habe mich einmal darauf eingelassen das Telefonat anzunehmen, und es war eher eine Zerreißprobe für sie und mich.
Sie fühlt sich in irgendeiner Form schuldig, und möchte in meiner schweren Zeit an meiner Seite sein und mir helfen.
Aber ich weiß nicht, ob das wirklich gut für sie ist. Ich halte mich selbst für eine zu große Gefahr für sie, da ich sie mit reinziehen könnte.
Es reicht wenn einer die emotionale Hölle durchmacht.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Wie soll ich mit ihr umgehen? Ignorieren? Reden?
Ich halte diesen Zustand einfach nicht mehr länger aus.