derrolli
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Ich habe ein Problem, das mich innerlich zerreißt.
Ich bin 54 Jahre alt, habe eine erwachsene Tochter und bin mit meiner Frau seit 24 Jahren verheiratet.
Wir haben Höhen und Tiefen durchlebt, doch rückblickend haben wir eine harmonische Ehe ohne große Streitigkeiten geführt.
Vor drei Jahren ging jedoch die Zuneigung zueinander irgendwie verloren. Wir hatten keinen Sex mehr, was ich aber nicht als größtes Problem sehe. Nicht nur der Sex wurde weniger, sondern auch die Zuneigung zueinander. Küssen, Umarmungen etc.
Aber ich lebte damit. Doch vor einem Jahr überkam es mich . es war auf einem Geburtstag und es war die hübsche, junge Kollegin, die ich einfach so umarmte und plötzlich merkte, dass es sich gut anfühlt.
Sie ist ein wunderbarer Mensch und wir trafen uns auch mal nach der Arbeit zum Quatschen. Daraus wurde eine tolle Freundschaft, doch irgendwie entwickelten sich auf beiden Seiten Gefühle. Es wurde immer mehr! Ich habe versucht einen Rückzieher zu machen, doch auch als ich sie 3 Wochen nicht sah, hielt ich es keine 2 Tage aus ohne ihr zu schreiben. Ihr ging es genau so und auch sie versuchte zwischendurch das alles zu beenden. Sie wusste, dass ich verheiratet bin und signalisierte mir auch ganz deutlich, dass sie meine Familie nicht zerstören will.
Als sie es beenden wollten, überkamen mich all meine Emotionen. ich weinte und weinte in ihren Armen und wir merkten , dass wir nicht mehr ohne einander leben können.
Still und heimlich entstand über Monate eine sehr innige Liebesbeziehung. Ja, wir waren auch zusammen im Bett, doch das kam so selten vor, dass man definitiv nicht davon sprechen kann, dass ich damit den fehlenden Sex in meiner Ehe ausgleichen wollte. Bevor hier irgendwelche Vorwürfe kommen!
Was uns verbindet ist das menschliche. und diese Sehnsucht zueinander. Umarmungen, Küsse, Hand halten. das ist es, was mir bei ihr immer den Kopf verdreht. Der Sex war wunderschön, doch das stand nie oben auf der Liste.
Doch auf der anderen Seite steht meine Familie, die ich liebe. Mein Haus, alles was wir uns aufgebaut haben.
Ich wusste, dass ich mich entscheiden muss.
Doch ich wollte beides nicht verlieren. Weder meine Frau, meine Tochter, mein Haus, all die Ehejahre, das Familienleben etc. aber auch nicht meine Geliebte.
Ich war dann so weit, dass ich gesagt habe ich wäre glücklich mit meiner Geliebten zusammen zu leben, aber zu meiner Frau einen freundschaftlichen Kontakt zu behalten und für meine Tochter natürlich nach wie vor immer da zu sein.
Das war mein Plan und mein Wunsch. Doch welche Frau macht das schon mit?
Meiner Frau hatte ich alles erzählt.
Nun stellte mich meine Frau vor die Wahl. Sie oder meine Geliebte.
Ich entschied mich für meine Frau, doch ich kann ganz klar sagen, dass die Gefühle bei meiner Geliebten sind.
Meine Frau hat es mir verziehen, sie gibt sich Mühe, sie gibt mir sehr sehr viel Zuneigung und es fühlt sich gut an.
Doch innerlich bin ich immer noch zerrissen.
Meine Geliebte hat bitterlich geweint. Sie hat seit Tagen nichts mehr gegessen, sie sieht richtig schlecht aus.
Gestern hat sie entschieden unseren Kontakt privat komplett abzubrechen. Sie hat gesagt, dass sie es nicht mehr ertragen kann so behandelt zu werden. Dass sie wieder zu Kräften kommen muss und ihr Herz wieder zusammensetzen muss, was ich in kleine Teile zertrümmert habe.
Wir sind sonst jeden Tag gemeinsam zur Arbeit gefahren. heute war der erste Tag an dem das nicht so war.
Ich wollte sie zum frühstücken einladen, doch sie lehnte ab. Ich wollte trotzdem weiter mit ihr zur Arbeit fahren, aber sie wollte nicht.
Sie hat mir gesagt, dass sie eine ganze Woche jetzt keinen Kontakt will und dass ich endlich mal merken soll was ich getan habe. Ich soll in dieser Woche in mich gehen und in meinem Kopf klar werden , sagt sie.
Was soll ich nur tun? Ich will meine Geliebte nicht verlieren, aber das Familienleben und mein Umfeld auch nicht.
Die Gefühle sind ganz klar bei meiner Geliebten und meine Frau weiß auch, dass ich diese Gefühle habe. Da bin ich jetzt ehrlich zu ihr gewesen. Dennoch habe ich mich mit ihr gemeinsam entschieden, dass wir an der Ehe arbeiten wollen. Doch mein inneres ist so durcheinander
LG
Rolli