Zitat von Finkenart: wenn es ihr nicht gut ging, was sollte dann der Wunsch nach der Beziehung mit einem Mann, der alles andere als fest mit 2 Beinen auf dem Planeten steht.
Also dazu möchte ich sagen, dass doch gerade die wunderbarsten Menschen, ufern sie bisweilen auch aus und gehen sie auf allem anderen als auf einem festen Boden, ihre Besonderheiten haben, die man sonst nirgendwo findet.
Warum muss man denn alles so mies und abseitig machen?
Denke doch mal an die Künstler früherer Zeiten (nicht an jene heutigen, die ja von Kunst nicht einmal mehr eine entfernte Ahnung haben, sondern eben auch nur ein bequemes, staatfinanzieres Leben haben wollen, am besten in der Opferrolle).
Klar, davon kann man sich auch fernhalten - aber dort sind doch die Lebenshöhen und -Tiefen.
Möglich aber, man begenügt sich heute mit Flachheiten, die halt irgendwie trübsinnig dahinvegitieren wie ein Teich und nicht wie ein Meer.
Mir ist noch nie ein zerrissenerer, völlig zersprengter Mensch vorgekommen - aber was hat gerade jener hervorgebracht! (Trakl)
O, der Wahnsinn der großen Stadt, da am Abend
An schwarzer Mauer verkrüppelte Bäume starren,
Aus silberner Maske der Geist des Bösen schaut;
Licht mit magnetischer Geißel die steinerne Nacht verdrängt.
O, das versunkene Läuten der Abendglocken.
*beep*, die in eisigen Schauern ein totes Kindlein gebärt.
Rasend peitscht Gottes Zorn die Stirne des Besessenen,
Purpurne Seuche, Hunger, der grüne Augen zerbricht.
O, das gräßliche Lachen des Golds.
Aber stille blutet in dunkler Höhle stummere Menschheit,
Fügt aus harten Metallen das erlösende Haupt.
O, der Wahnsinn der großen Stadt, da am Abend
An schwarzer Mauer verkrüppelte Bäume starren,
Aus silberner Maske der Geist des Bösen schaut;
Licht mit magnetischer Geißel die steinerne Nacht verdrängt.
O, das versunkene Läuten der Abendglocken.
*beep*, die in eisigen Schauern ein totes Kindlein gebärt.
Rasend peitscht Gottes Zorn die Stirne des Besessenen,
Purpurne Seuche, Hunger, der grüne Augen zerbricht.
O, das gräßliche Lachen des Golds.
Aber stille blutet in dunkler Höhle stummere Menschheit,
Fügt aus harten Metallen das erlösende Haupt.
Das Gedicht „Frühling der Seele“ stammt aus der Feder von Georg Trakl.
Aufschrei im Schlaf; durch schwarze Gassen stürzt der Wind,
Das Blau des Frühlings winkt durch brechendes Geäst,
Purpurner Nachttau und es erlöschen rings die Sterne.
Grünlich dämmert der Fluß, silbern die alten Alleen
Und die Türme der Stadt. O sanfte Trunkenheit
Im gleitenden Kahn und die dunklen Rufe der Amsel
In kindlichen Gärten. Schon lichtet sich der rosige Flor.
Feierlich rauschen die Wasser. O die feuchten Schatten der Au,
Das schreitende Tier; Grünendes, Blütengezweig
Rührt die kristallene Stirne; schimmernder Schaukelkahn.
Leise tönt die Sonne im Rosengewölk am Hügel.
Groß ist die Stille des Tannenwalds, die ernsten Schatten am Fluß.
Reinheit! Reinheit! Wo sind die furchtbaren Pfade des Todes,
Des grauen steinernen Schweigens, die Felsen der Nacht
Und die friedlosen Schatten? Strahlender Sonnenabgrund.
148 Schwester, da ich dich fand an einsamer Lichtung
Des Waldes und Mittag war und groß das Schweigen des Tiers;
Weiße unter wilder Eiche, und es blühte silbern der Dorn.
Gewaltiges Sterben und die singende Flamme im Herzen.
Dunkler umfließen die Wasser die schönen Spiele der Fische.
Stunde der Trauer, schweigender Anblick der Sonne;
Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden. Geistlich dämmert
Bläue über dem verhauenen Wald und es läutet
Lange eine dunkle Glocke im Dorf; friedlich Geleit.
Stille blüht die Myrthe über den weißen Lidern des Toten.
Leise tönen die Wasser im sinkenden Nachmittag
Und es grünet dunkler die Wildnis am Ufer, Freude im rosigen Wind;
Der sanfte Gesang des Bruders am Abendhügel.
Man kann doch nicht alles in einem solchen pragmatischen Sinne sehen. Wo sind die Sinne und Sinnlichkeiten geblieben? Hat sich der Mensch schon ganz der Computermäßigkeit unterworfen, die nichts anderes mehr kennt als die Funktionalität?
Das wäre dann ein echtes Trauer- und Untergangspiel.