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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

Blind-Meg
Zitat von alleswirdbesser:
Nein, gar nicht, es war nicht perfekt, aber mir ging es gut. Ich führte ein weitgehend selbstbestimmtes Leben, hatte die Hose quasi an und war kein ...

Dein Mann war zu viel außer Haus, du warst misstrauisch wo er sich rumtreibt, hast aber keine konkreten Antworten von ihm bekommen und dich abwimmeln lassen, wolltest ihm gerne glauben und insgesamt ging es dir gut. Und klar: solange es dir gut genug geht, veränderst du natürlich nichts. Ist doch logisch.
Genau das meine ich doch: solange man es aushalten kann, hält man es aus. Was denn sonst?

#1321


Ragna
Zitat von Blind-Meg:
Bitte eins dabei nicht vergessen: diese OnlyFans-Frauen leben davon, dass Männer bereit sind, Geld auszugeben für ein paar Bilder

Sehe ich genauso, dass gleiche gilt für das Online Dating, so lange es genügend verzweifelte Männer gibt, die alle ihnen online vorgeschlagene Frauen, nach rechts swipen, alles wären sie fast am ertrinken, wird sich das Onlindating nicht verbessern, don't feed the Troll!
Ich finde es auch bizarr, dass sehr viele Männer alles dafür tun, damit ihr Frustrationspegel fast durch die Decke geht, anstatt sich dem zu entziehen.
Das Singleleben kann super sein, also probiert es aus und habt Spaß!

x 1 #1322


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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alleswirdbesser
Zitat von Blind-Meg:
Dein Mann war zu viel außer Haus, du warst misstrauisch wo er sich rumtreibt, hast aber keine konkreten Antworten von ihm bekommen und dich ...

Ich bewerte unser gemeinsames Leben doch nicht an den letzten 6 Monaten. Es waren viele Jahre und zum Schluss hat er sich dazu entschlossen warmzuwechseln, anstatt zu reden und nach gemeinsamen Wegen zu suchen. Deshalb habe ich mich doch nicht jahrelang verbogen oder war unglücklich. Es waren nur einige Monate zum Schluss, da ist er einerseits ausgestiegen und andererseits tat er mehr für die Gemeinsamkeit/Verbindlichkeit als davor. Warum weiß ich nicht.

Ich war auch dabei nach der Trennung irgendwann alles schwarz zu malen, um besser abschließen zu können. Heute kann ich sagen, dass wir eine gute Zeit hatten, zum größten Teil, auch wenn jeder von uns zum Zerfall beigetragen hatte und wir es nicht geschafft haben die Familie zu erhalten.

Zitat von Blind-Meg:
Genau das meine ich doch: solange man es aushalten kann, hält man es aus. Was denn sonst?

So kann ich das nicht sehen. Nicht wenn man so lange zusammen war und es zum Schluss nicht funktioniert hat.

x 2 #1323


Ragna
Warmwechselnde Menschen sind für mich persönlich charakterlich ganz weit unten angekommen.
Wie heißt es so schön, den wahren Menschen erkennt man erst, wenn die Beziehung endet.

x 2 #1324


alleswirdbesser
Zitat von Ragna:
Warmwechselnde Menschen sind für mich persönlich charakterlich ganz weit unten angekommen. Wie heißt es so schön, den wahren Menschen erkennt man ...

Manche können es halt nicht anders. Du liest hier doch ständig, kaum ist man getrennt und schon sucht man online. Es ist auch das gewohnte, was plötzlich wegbricht. Ich war auch mal so blöd und fing mit dem Dating an. Anfangs um ihm zu zeigen, dass…. ich keine Wegwerffrau bin und schnell jemanden finden kann 🙈

x 2 #1325


Q
Zitat von Ragna:
Warmwechselnde Menschen sind für mich persönlich charakterlich ganz weit unten angekommen. Wie heißt es so schön, den wahren Menschen erkennt man ...

Der Gedanke ist nicht verkehrt.

x 1 #1326


Ragna
Zitat von alleswirdbesser:
Manche können es halt nicht anders. Du liest hier doch ständig, kaum ist man getrennt und schon sucht man online. Es ist auch das gewohnte, was ...

Eine langjährige Beziehung zu führen und dann den Ausstieg vorbereiten, monatelanges lügen und betrügen, den neuen potentiellen Partner testen und dann planmäßig vorzugehen, muss man können, da läuft es mir kalt den Rücken herunter.

x 2 #1327


Ragna
Zitat von alleswirdbesser:
Manche können es halt nicht anders. Du liest hier doch ständig, kaum ist man getrennt und schon sucht man online. Es ist auch das gewohnte, was ...

Nun ja in die Falle das eigene Ego schnell aufzupolieren, sind wir alle oder sehr viele schon gelaufen, geschenkt.

x 1 #1328


Blind-Meg
Zitat von alleswirdbesser:
So kann ich das nicht sehen. Nicht wenn man so lange zusammen war und es zum Schluss nicht funktioniert hat.

Ok 🙂

#1329


alleswirdbesser
Zitat von Ragna:
Eine langjährige Beziehung zu führen und dann den Ausstieg vorbereiten, monatelanges lügen und betrügen, den neuen potentiellen Partner testen ...

Ja, schwierig, ich bin inzwischen soweit, dass ich dem ganzen eher gleichgültig entgegen blicken kann. Aber lange Zeit konnte ich nicht verstehen wie er so sein/werden konnte. Und dennoch sehe ich ihn immer noch als einen guten Menschen an. Mit Schwächen halt.

Manchmal kommt es noch hoch, verschwindet aber schnell wieder. Schlimmer finde ich wie er das mit den Kindern gemacht hat.

x 1 #1330


alleswirdbesser
Zitat von Ragna:
Eine langjährige Beziehung zu führen und dann den Ausstieg vorbereiten, monatelanges lügen und betrügen, den neuen potentiellen Partner testen ...

Ach ja, als ich das endlich sicher erfahren habe, bin ich gleich zum Anwalt und habe die Scheidung eingereicht, da waren wir schon 5 Jahre getrennt. Ich musste aber etwas tun, er fand ich will alles immer so schnell 🙈

x 2 #1331


So-What
Zitat von Fenjal:
Für mich ist Sex allerdings nicht gleichbedeutend mit Beziehung, Sex kann völlig losgelöst, einzig und allein dem Spaß dienen und das wird nicht verstanden.

Doch, das wird sehr gut verstanden. Nur nicht jeder sieht es so wie Du. Menschen sind verschieden. Verstehste, oder?
Ich sehe es sogar ähnlich wie Du. Sex KANN völlig losgelöst sein..., muss aber nicht. Sex mit einem Mann, den man liebt und von dem man geliebt wird (unabhängig von der Beziehungsform) ist allerdings am erfüllendsten. Aber das kennst Du nicht.

Zitat von Blind-Meg:
Dass beide sich committen wollen, kommt dir gar nicht in den Sinn, oder?

🎯 Oder dass einfach einer den anderen so behandelt, wie er selbst gerne behandelt werden würde?!

Zitat von NurBen:
Stimme ich dir leider zu.

Warum leider?

Zitat von whynot60:
Was die Liebe betrifft, wird einem vielleicht ellenlang ein völliger Schwachsinn erzählt, auch wenn der runtergehen mag wie Öl, man bekommt dieses und jenes zu hören und noch vor die Tür gelegt usw. - aber dann stellt sich irgendwann heraus, dass es eigentlich um diverse Interessen und Vorteile gegangen ist oder lediglich (im besten Fall) um schönäugige Sympathie, ein bisschen Verliebtheit, ein bisschen Begehren vielleicht, nicht selten um eine bloße Not- und Zwischenlösung, und später dann um nichts weiter mehr als um die Gewohnheit und Bequemlichkeit. Und dann kommt man meinetwegen nach 20 Jahren dahinter: ein halbes Jahr wenigstens wohlwollend beäugt oder benötigt, 19 1/2 Jahre als biologisches Möbelstück in die Ecke gestellt und als gediegener Vollidiot biologisch abbaubar verrottet.
Dieser Liebesbetrug erscheint zumindest mir doch als um Welten hinterhältiger, heimtückischer und zerstörerischer als dieser zumeist ja vollkommen bedeutungslose Sexbetrug und der weitaus bessere und berechtigtere Grund zu Aufregung und Empörung.

Da muss ich Dir rechtgeben. Der aushäusige Sex war nicht mein größtes Problem nach der Affäre meines Ex-Mannes. Eher die Lügen und die Täuschung währenddessen, die Nicht-Kommunikation vorher, das Weglaufen vor Konflikten und Konfrontationen im Alltag.
Auch wenn für mich Sexbetrug nicht völlig bedeutungslos ist. Hier greift "leider" mein Besitzanspruch. Da kann man jetzt drüber diskutieren, ob das gut oder schlecht ist, aber ich bin halt auch nur ein Mensch. Habe ich angeleckt, gehört mir...zumindest, wenn ich mich ernsthaft verliebt habe. Und daher gestehe ich das selbe meinem Partner zu und habe keinen Sex mit anderen, wenn ich mich in einer Beziehung befinde.

Aber grundsätzlich betrachte ich den Sex an sich als das oberflächlichste Merkmal in einer Beziehung und so KANN es auch bei aushäusigem Sex sein. Meist passiert aber noch sehr viel mehr drumherum und dabei bleibts oft nicht. Das macht ihn in einer Beziehung aus (echte Nähe und Intimität - wobei es auch Beziehungen gibt in der einer oder beide dazu nicht fähig ist/sind) und andersherum zu einem Problem bei aushäusigem Vergnügen.

Zitat von Blind-Meg:
Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass es vielen eben mehr darauf ankommt, einen schönen Schein darzustellen (auch vor sich selbst) statt wirkliche Substanz und Aufrichtigkeit. Hauptsache die Nachbarn merken nichts und Hauptsache man selbst kann so tun, als würde man ebenfalls nichts merken. Und Hauptsache die Illusion einer Ehe bleibt aufrecht.
Ich sagte ja vor einigen Seiten schon, dass ich der Ansicht bin, die meisten Beziehungen dümpeln so vor sich hin und man hat sich "arrangiert", hat sich eigentlich nichts mehr zu sagen, ist aber auch nicht schlimm genug und so schön bequem, dass man einfach da bleibt. Wenn dann einer auswärts liebt, stört das die Bequemlichkeit weniger, solange im gewohnten Alltag alles ist wie immer. Diese Auswärts-Liebe ist ja nichts Sichtares, kein Verhalten mit spürbaren Konsequenzen (bilden sie sich ein), also kann man darüber hinwegsehen, es als "Spinnerei" abtun oder ausblenden. Sex auswärts ist sichtbares Verhalten, stört also eher die Gemütlichkeit, und außerdem wird dann erwartet, dass man sich empören möge. Man hat zwar monatelang mit dem Partner nicht zärtlich gesprochen, ist im Alltag nicht wohlwollend miteinander und Sex hat man auch keinen, aber dennoch kickt der Besitzanspruch und die gemütliche Seifenblase bekommt einen Riss (den hat sie schon lange, derer mehrere sogar, aber die kann man ausblenden, solange sie nur "theoretisch" da sind), und das unterbricht die bequeme Gemütlichkeit, darum muss man sich dann "kümmern".

Ich finde beim Fremdgehen mit das Schlimmste, dass oft der "Partner" nichts davon merkt - weil er es nicht merken will. Und weil beide sich sowieso schon abgewandt haben voneinander. Mir ist es unbegreiflich, wie man das nicht spüren kann, wenn man die Verbindung zum Partner verliert, und das passiert ja weit vor dem eigentlichen Fremdgehen. Und das geht so weit, dass ich denke, viele spüren das sogar, es ist ihnen aber egal. Das ist mit das Traurigste daran, finde ich.
Bei echter emotionaler Nähe merkt man sofort wie es dem anderen geht, man hört oder sieht es ihm an. Aber diese hat man entweder nie gehabt oder über die Zeit verloren (viele weil sie so beschäftigt waren mit Heiraten, Haus bauen, Kinder kriegen, SUV kaufen, Vorgarten hübsch machen und alles immer ein kleines bisschen mehr oder besser oder teurer als der Arbeitskollege hat). Aber solange die Nachbarn nichts merken ist doch "alles gut".

🎯 Trifft sehr oft zu.

x 1 #1332


C
Zitat von So-What:
Aber das kennst Du nicht.

Empfinde ich als eine ziemlich überhebliche Äußerung. Warum sollten "andersdenkende" das nicht kennen?

#1333


Odette
Zitat von cline:
Empfinde ich als eine ziemlich überhebliche Äußerung. Warum sollten "andersdenkende" das nicht kennen?

Schreibt sie ja nicht, sondern hier war ganz klar Bezug zu einer Person, und entsprechenden Aussagen.

Allgemein kann man nicht sagen, das stimmt.

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So-What
Zitat von cline:
Empfinde ich als eine ziemlich überhebliche Äußerung. Warum sollten "andersdenkende" das nicht kennen?

Ich habe von der Userin, die ich hier zitiert habe, noch nie gelesen, dass sie auf irgendeine Weise Emotionalitäten (er)kennt, darauf eingeht, sich welche anmerken lässt oder damit argumentiert. Sie scheint das nicht in der Form zu kennen, was ich beschrieb. Sie spricht von Steuerklassen, Sozialversicherung, Körperpflege, Optik und scheint Mütter und Kinder zu hassen. Und davon, dass ihr der Typ und alles was an ihm dranhängt...(ok, fast alles 😉 ) grundsätzlich egal ist, Hauptsache der Sex funktioniert.
Und das meine ich völlig wertfrei. Sie kennt das andere einfach wohl so nicht. Keine Ahnung warum und es ist mir auch egal. Und wenn sie es doch kennt, will sie nicht, dass das jemand merkt.

x 2 #1335


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