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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

H
@Debby

Das sind erstmal nur Sprüche. Meistens von Männern, die nägelkauend im Keller vor ihrem desktop sitzen. So meine Erfahrung.

Souveräne Männer reden nicht so, schon gar nicht in Liebeskummerforen, das ist ein Umstand, den muss man immer dazu denken.

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NurBen
Zitat von Sternenguckerin:
Ich bewerte hier nichts, doch rein faktisch hat jeder die Freiheit selbst zu entscheiden, wie er Menschen in Gedanken beurteilt

Eben, wird doch hier bei mir auch am laufenden Band gemacht. Siehe einen Beitrag höher.

x 2 #1487


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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MissLilly
Zitat von H-Moll:
Meistens von Männern, die nägelkauend im Keller vor ihrem desktop sitzen

Wohl eher diejenigen die unten im Keller bereits nen Tennisarm haben😉

x 2 #1488


H
@MissLilly
Jedenfalls gehören die zu den Problematischen. Ich habe selbst mal so ein Forum geführt.

x 1 #1489


H
Zitat von NurBen:
Eben, wird doch hier bei mir auch am laufenden Band gemacht. Siehe einen Beitrag höher.

Ich bewerte dich. Und sehr genau an deiner Sprache hier.
Gebrauchtwagen, Dorfmatratze, gesunde Frau, Heilige Jungfrau, durchgeknattert. Was noch so sozial ungebildet?

Gilt auch für euch, liker.

x 2 #1490


MissLilly
Zitat von H-Moll:
Souveräne Männer reden nicht so


Adonise übrigens auch nicht 😁

#1491


H
Man stellt Öffentlichkeit her. Mit allem wording und mit allen likern.

x 1 #1492


W
Zitat von QueenA:
Wenn ich jemanden liebe, dann möchte ich mich zeigen können, mit allem, was dazugehört. Vertrauen, Verletzlichkeit, Nähe, Körperlichkeit. Für mich hängt das alles zusammen. Deshalb fühlt sich Sexualität für mich auch nicht belanglos an.

Guten Morgen, @QueenA !

Dein Beitrag ist so schön und tiefgründig und poetisch, dass ich dazu kein Wort sagen, sondern das einfach so für sich stehen lassen möchte als berührenden "Aufsatz" über die Liebe in einer sehr idealen und erstrebenswerten Form.

Für meinen Geschmack hast Du damit auch Erich Fried übertroffen.

Danke!

x 1 #1493


W
Zitat von Ragna:
Diese Affären, sind für die meisten dann doch ein Erweckungserlebnis, da dümpelt man zig Jahren in einer leidenschaftslosen Beziehung herum, hat sich vollkommen selbst verloren und dann spürt man wieder das Leben.
Wenn Affären ein Sinn haben, dann, dass sich das Leben danach grundlegend verändert und man wieder anfängt zu leben.

Ja, dem stimme ich grundsätzlich zu, meine aber, dass Affären oft einfach ein Ventil sind (und nicht gleich Erweckungserlebnisse), eine Möglichkeit zur Erfüllung von Bedürfnissen, die durch die bestehende Beziehung nicht (mehr) abgedeckt werden (und da muss es nicht zwangsläufig allein um Sex gehen).
Und in der Theorie ist auch richtig: Wenn Affären einen Sinn haben sollen, dann im besten, im sozusagen geglückten Fall jenen, das dass Leben wieder lebendig, erfüllend(er), umfassender wird.
Nur fürchte ich, dass in der Realität dieser beste Fall wohl eher selten eintritt, sondern eine Affäre üblicherweise die an sich tote oder zumindest schwer marode Beziehung sogar noch stabilisiert, da ja, eben durch die Affäre, sich das Leben wieder einigermaßen "ganz" anfühlt oder zumindest belebter und dann ja erst recht kein Grund mehr besteht für ernsthafte und nachhaltige Veränderungen.
Deshalb gibt es ja durchaus auch entsprechende Arrangements, mit denen beide einverstanden sind und auch gut leben können. Überhaupt in den sogenannten "besseren Kreisen" scheint mir das, so viel ich darüber weiß, mehr oder weniger gang und gäbe zu sein, also überall dort, wo es nicht nur viel, sondern sehr viel zu verlieren gibt in jeglicher Hinsicht, Finanzen, Status, Reputation usw. Auf der einen Seite, könnte man sagen, die Arbeit, auf der anderen das Vergnügen.

x 1 #1494


W
Zitat von FloraVita:
Und nochmal anders gesagt: Moral ist das, was Menschen von Tieren unterscheidet, die nicht nach Moral sondern rein nach Trieben leben.

Ui! Da würde ich mich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen! Denn wenn man einmal ganz nüchtern Tier- und Menschenwelt vergleicht, dann kommt die (scheinbar) rein triebgesteuerte Tierwelt aber um Welten besser weg als die sich moralisch glaubende und gebende Menschenwelt, also weit besser als der Moralerfinder und Moralgaukler Mensch!
Dieser Vergleich spricht ja weitaus mehr gegen die menschliche Moral mit allen ihren Eskapaden und Beliebigkeiten und Selbstgefälligkeiten als dass er für sie spräche und stellt das vermutete reine Triebleben (der Tiere) in diesem imaginären Wettstreit ja hoch auf das Siegespodest des zumindest moralischen Siegers.
Es gibt doch bei weitem keine einzige derartig fürchterliche, hinterhältige, verlogene, größenwahnsinnige und rücksichtlos herumtobende Tierart als die menschliche und insbesondere die sogenannte zivilisierte. Dahinter kommt doch lange nichts, weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz folgt dann irgendwann die Hauskatze (die aber womöglich ja durch den engen Kontakt mit dem Menschen verdorben worden ist).
Und wenn Du unter der menschlichen Moral vielleicht auch die Treue verstehst, so liegen auch da Tiere weit vor dem Menschen, etwa (mit Abstand führend) die kalifornische Hirschmaus, der afrikanische Wildhund, der Damara-Graumull und überraschend sogar der Schnurrbarttamarin. Der Mensch kommt dann erst irgendwo dahinter, könnte sich also bezüglich des Moralaspekts Treue sogar ein gewaltiges Scheibchen vor allem von der kalifornischen Hirschmaus abschneiden, die es ja trotz reiner Triebsteuerung überhaupt umfassend ernst nimmt mit der Treue (über den Tod hinaus sogar abgeblich!). Und da stellt sich dann doch die Frage: Ist womöglich etwa sogar der Schnurrbarttamarin, obwohl nur triebgesteuert, letztlich deutlich moralischer als der Mensch?

Mit einem Wort: Bei Mensch-Tier-Vergleichen sollte man etwas vorsichtig sein, denn da kommt der Mensch in jeder Hinsicht dramatisch schlecht weg und braucht sich auf sein Menschsein, sei es ein moralisches oder unmoralisches, wahrlich nicht das Geringste einbilden.

x 1 #1495


W
Zitat von Fenjal:
Selbst Liebeskummer, etwas das jeden Erwachsenen im Leben trifft, lässt manche in Therapiestuben laufen.

Ja, natürlich. Hält ja keiner mehr etwas aus, und jedes irgendwie drückende Gefühl muss umgehend therapiert werden. Da wird heute nicht mehr zugewartet, sondern nicht lange gefackelt.
Sogar Trauer ist mittlerweile ja schon etwas Unaushaltbares und Verpöntes geworden, und etwa bei einer Beerdigung lauern ja gefühlt hinter jedem Grabstein schon die unterschiedlichsten Therapeuten und Mentalcoaches usw. wie die gewissermaßen seelischen Aasgeier und am Tor steht sicherheitshalber der Psychiater mit der Lithiumspritze in der Hand.
Ich frage mich ja nur, was diese ja schon heute völlig abgefahrene Zukunft noch so alles bringen wird. Am besten wäre wohl, die Leute gleich vorbeugend ins künstliche Koma spritzen und mit automatisierten Funktionsmodulen ausrüsten.

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W
Zitat von Nalf:
Die Frage ist doch, wozu braucht und wozu benutzt jemand Beziehung und Sex.

Gute Auflistung, @Nalf Daumen hoch

x 2 #1497


FloraVita
Zitat von whynot60:
Ui! Da würde ich mich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen! Denn wenn man einmal ganz nüchtern Tier- und Menschenwelt vergleicht, dann kommt ...


Siehst du wie es läuft wenn viele Menschen auf die Moral pfeifen? Würden sich alle daran halten, wäre die Welt nicht ein Paradies? Grinsendes Gesicht

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Q
Zitat von whynot60:
Guten Morgen, @QueenA ! Dein Beitrag ist so schön und tiefgründig und poetisch, dass ich dazu kein Wort sagen, sondern das einfach so für sich ...

Ich danke Dir @whynot60.
Ideal trifft es gut, tatsächlich sehr gut.
Erich Fried übertreffen, das würde ich mir nicht anmaßen und nicht mein Ziel, aber seine Worte zur Liebe, die fand ich damals wie heute sehr passend und einfach berührend.

Guten Morgen und guten Start!

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Q
Zitat von FloraVita:
Siehst du wie es läuft wenn viele Menschen auf die Moral pfeifen? Würden sich alle daran halten, wäre die Welt nicht ein Paradies? Grinsendes Gesicht

@FloraVita @whynot60

Das ist ein durchaus interessanter Gedanke @FloraVita 🙂

Biologisch betrachtet werden Menschen von Trieben geprägt. Diese sind notwendig für das Überleben und die Fortpflanzung. Doch der Mensch ist nicht allein seinen Trieben ausgeliefert (glücklicherweise mMn). Er besitzt die Fähigkeit zur Vernunft und zur moralischen Reflexion. Runtergebroche Kurzfassung.

Mit Immanuel Kant gesprochen ist Moral Ausdruck der Vernunft. Sie ermöglicht es dem Menschen, nicht nur zu fragen, was er will, sondern auch, was er tun soll. In diesem Sinne setzt die Moral den Trieben Grenzen und schafft Orientierung für das Zusammenleben.

Diese moralischen Überzeugungen bleiben nicht auf der Ebene persönlicher Werte stehen. Sie prägen auch die Gesellschaft und ihre Rechtsordnung. So beruht unser Grundgesetz auf grundlegenden moralischen Prinzipien wie Menschenwürde, Freiheit und Gleichheit, die anschließend in rechtlich verbindliche Regeln gefasst wurden.

Der Mensch unterscheidet sich daher vielleicht nicht dadurch vom Tier, dass er Triebe hat, sondern dadurch, dass er seine Triebe durch Vernunft und Moral beurteilen und begrenzen kann.

Philosophisch würde Kant vermutlich sogar noch einen Schritt weiter gehen: Nicht die Moral setzt den Trieben bloß Grenzen, sondern erst die Fähigkeit, gegen einen Trieb aus moralischer Pflicht zu handeln, macht den Menschen wirklich frei. Für Kant beginnt Freiheit dort, wo der Mensch nicht einfach seinen Neigungen folgt, sondern aus Einsicht in das moralisch Richtige handelt. Das ist einer der zentralen Gedanken seiner Ethik.

Die Moral & die Liebe -> it‘s magic 😊

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