So-What
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Zitat von Fenjal:Ich frage mich schon länger, warum ein Partner nicht eigenen Bedürfnissen nachgehen darf?
Wer sagt das?
Zitat von Fenjal:dass der andere seine Hobbies, seine eigenen Interessen dauerhaft zurückstellen soll?
Muss niemand, würde ich auch nicht prinzipiell. Wenn aber der Tag 16 h, in denen man wach ist, 8-9 h arbeitet, vielleicht noch Wegezeit hat und die restlichen Stunden mit Hobbys, Kumpels und Affäre füllt, ist eine Partnerschaft mit dieser Person nicht erfüllend. De facto kann man das dann gar nicht mehr als Partnerschaft bezeichnend. Wenn es früher mal anders war ist es umso bezeichnender. Und dann sucht man das Gespräch, woran das liegt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dies dann oft bagatellisiert wird oder Besserung gelobt wird, ohne wirklich eine zu wollen.
Ich würde sogar behaupten, dass viele Frauen (um bei Deinem Feindbild zu bleiben) erst versuchen mit Kommunikation einer Tendenz entgegenzuwirken, wenn eine Verhaltensveränderung bemerkt wird und sie gefühlt aufs Abstellgleis gestellt werden. Nicht um jemand von Beginn an zu geißeln. Oder überhaupt
jemand geißeln zu wollen.
Das hat mitnichten damit was zu tun, jemand in Ketten zu legen und ihm gar nichts mehr zuzugestehen. Sondern weil das Bedürfnis nach Paarzeit und Gemeinsamkeit besteht. Und hier fängts dann schon an, dass viele gar nicht ehrlich sind und behaupten es zu beachten, obwohl sie es gar nicht mehr wirklich wollen. Der, der das gar nicht mehr will, sollte sich dann eigentlich trennen, wenn er ehrlich zu sich selbst ist und nicht ständig das Gegenteil behaupten um sich dann darüber beschweren, dass man ständigen Diskussionen ausgesetzt ist, sich eingesperrt fühlt und das arme Eheweib-Opfer spielt, die mit nichts zufrieden ist. So ist es meist nämlich ganz und gar nicht. Es ist schlicht übertrieben, wenig reflektiert und Mimimi.
Es ist eher ziemlich naiv den jammernden Männer alles ungeprüft zu glauben und die zugehörigen Frauen als Hassobjekt zu verurteilen. Es gehören halt immer zwei zu einem Paar. Und meist sind es Wechselwirkungen zu denen beide ihren Anteil leisten. Beziehungen sind komplex und nicht nur schwarz oder weiß.
Und @alleswirdbesser hat recht. Wenn Kinder da sind, muss man grundsätzlich erst recht einen Weg finden um für diese Verantwortung zu übernehmen. Da verändert sich halt nun mal was im Leben. Die kommen nicht auf die Welt und beherrschen das Prinzip der Selbstversorgung und sind selbstständig genug ihre eigene Organisation zu übernehmen. Und es gilt GEMEINSAM Wege zu finden, dass alles irgendwie im Gleichgewicht bleibt.