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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

Fenjal
@Sternenguckerin ,
sorry, offenbar habe ich dich falsch verstanden, Armin hatte ein C2 Problem, dadurch auch den Jagdschein verloren, d.h. er muss, um den Schein wiederzubekommen, nachweisen, dass er sich bessert, ein suchttherapeutisches Programm kommt dann gut.
Also hatte Armin einen sehr guten Grund diese Therapie zu machen, Okt., Nov., beginnt das Schießen des Damwilds.

Zitat von whynot60:
Durch Abwertung der AF-Person wird ausbalanciert oder zumindest wird das versucht.

Eben 👆 verstehe ich nicht.
Wenn man abwertet, sollte doch erkannt werden, dass die Verantwortung klar beim Galan liegt, ER handelt ausserhalb der Ehe, die Hauptlast liegt bei ihm, denn ER ist derjenige, der die Ehe verletzt.

Zitat von whynot60:
Aber was dann im Aufdeckungsfall die EF's über Dich ablassen oder ablassen könnten, das tangiert Dich ernsthaft? Oder die Rückkehr das "Galans", wie Du es nennst, ins eheliche Bett? Oder was steckt da dahinter?


Was über mich geredet wird? na, ich lebe mein Leben, so wie ich es für richtig halte. Ehe lehne ich ab und in der Beziehung lasse ich sein, d.h. ich weiß, dass er mich nicht verletzen wird, weil er mich liebt.
Wichtig ist, dass Unzulänglichkeiten, die jeder hat, gut angenommen und "aushaltbar" sind, dann läuft es für mich.

Richtig, die AF wird an den Pranger gestellt, (Abwertung selbiger kann man in den entsprechenden Threads nachlesen) während der Galan, der die "Ehe gebrochen" hat, wieder ins Bett aufgenommen wird.
Mir zeigt soetwas, wie willkürlich der Maßstab ist, solche Personen zerstören Vertrauen.
Eine Person ...AF ...machen sie schlecht, während sie den Galan, den Hauptverantwortlichen, zurück an Tisch und Bett lassen.
Soetwas verstehe ich nicht.

x 2 #1546


Blind-Meg
Zitat von whynot60:
ist man tatsächlich bei sich angekommen (und das, scheint mir, ist ja Grundvoraussetzung für eine ernsthafte Beziehung), so wird man sich auch an der Seite eines Partners nicht elendiglich allein fühlen. Selbst in nahezu optimalen Beziehung sollte man ja doch auch für sich selber existieren und mit sich selber etwas anfangen können - oder nicht?

Dem stimme ich grundsätzlich zu. Allerdings erreichen die wenigsten Menschen diesen Zustand in einem Alter unter 35 oder 40, also eben nicht in der Zeit der Beziehung, in der bei den meisten Menschen die Entscheidungen mit der größten Tragweite getroffen werden (Familiengründung, Immobilienkauf etc). Ich denke sogar, um die Gewissheit zu erlangen, dass man auch ohne Partner ein vollständiger, zufriedener und unabhängiger Mensch ist, also ganz "bei sich" oder "in seiner Mitte", braucht es bei vielen sogar erstmal die Erfahrung einer Trennung, und zwar von einer langen und intensiven Beziehung.

x 1 #1547


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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Blind-Meg
Zitat von whynot60:
ich glaube nicht, dass diese Affären etwas mit unserer Beziehung zu tun hatten. Ansonsten, wäre die Beziehung so schlecht gewesen, hätte sich meine Ex ja unweigerlich getrennt

Offenbar war sie schlecht genug, soe durch Affären aufs Spiel zu setzen und zu verraten.
Und wenn jeder, der eine Affäre eingeht, such stattdessen auch "einfach" trennen könnte, gäbe es wohl kaum so viele Affären.
Ich finde das deutlich zu kurz gedacht.
Aber wir müssen uns ja auch nicht einig sein in dem Punkt.

x 1 #1548


So-What
@whynot60

Ich sehe in Deiner Geschichte eine gewöhnliche Beziehungsgeschichte, die unschön endete. Beziehungen beginnen meist romantisch und schön. Nach einer Weile werden sie selbstverständlich und für manche langweilig. Manche suchen dann sexuelle Abenteuer, manche andere. Auf jeden Fall wird Energie rausgezogen. Einer hinkt etwas hinterher (Du hattest ja keine 50-100 Affären nehme ich an). Durch ein paar Eckpfeiler wird versucht nicht alles aus dem Ruder laufen zu lassen (Wochenendhaus), aber durch die Ablenkung von der Partnerschaft durch andere Dinge, wird alles etwas gleichgültiger und die Grenzen werden versucht zu verschieben (sie nimmt ihn doch mit, verliert also offensichtlich den Respekt vor Dir und tanzt Dir damit auf der Nase rum, womöglich weil sie keine Konsequenzen fürchtete). Dann wird plötzlich mit zweierlei Maß gemessen, gegenseitige Vorwürfe und es wird unschön. Trennung.
Nichts außergewöhnliches. Nur sind manchmal die Vorzeichen verschieden. Dir mag zuerst der Sex egal gewesen sein. Aber er bringt Folgeprobleme mit sich. Bei anderen ist es ein exzessives Hobby, Männer- oder Frauenrrunden, die mehr wahrgenommen werden, führt alles zu Abwesenheit zuhause und im Alltag durch sich verschiebende Prioritäten.

Der Rahmen wird neu vereinbart und wie bei einem Kind langsam ausgedehnt, weils ja Spaß macht und die Einsicht fehlt (so schlimm ists jetzt auch nicht). Frust, Knall, Trennung. Soweit so normal.

Und bei allen ist das vorrangige Thema nicht die Sache an sich, sondern das Gefühl nicht mehr the one and only zu sein. Also das fehlende Gefühl die Prioritätenliste anzuführen, gemessen an Zeit und Respekt. Und auch hier herrscht dann oft Doppelmoral, weil jemand sich was rausnimmt, was er dem anderen am liebsten nicht zugestehen würde.

Und im Falle einer Nebenbuhlerin: Natürlich findet man die nicht super. Meistens kennt man sie ja auch nicht so gut wie den eigenen Partner. Wenn jemand Mist baut und man verletzt ist, ist man eher bereit jemand eine zweite Chance zu geben, wenn dieser vorher jahrelang gut zu einem war. Es ist die Hoffnung, dass es eine Ausnahme war, weil es ja noch nie vorkam und alles wieder wie früher werden kann. Kein grundsätzliches Problem, sondern ein Ausnahmefall, will man vermuten. Man hört dann ja auch zu und lässt sich das erklären, bevor man schreiend davon läuft. Jemandem der einen unbekannterweise verletzt, wird man keine Energie widmen. Er war vorher schon nicht präsent im Leben. So jemand wird dann erst recht abgehakt.
Natürlich ist der Partner schuld und nicht die dritte Person. Aber der erste Impuls, jemand den man gar nicht kennt, direkt sch@iße zu finden, ist nachvollziehbar.

x 3 #1549


Fenjal
Ich frage mich schon länger, warum ein Partner nicht eigenen Bedürfnissen nachgehen darf?

Warum wird geglaubt, dass mit dem Wunsch nach Verlässlichkeit die Forderung wird, dass der andere seine Hobbies, seine eigenen Interessen dauerhaft zurückstellen soll?

Niemand kann dauerhaft und in jeder Situation verfügbar sein, Partnerschaft ersetzt doch Eigenverantwortung nicht.
Man muss sein eigenes Leben organisieren, auch wenn der Partner intensiv einem Hobbie nachgeht,... er ist nicht mein Unterhaltungsclown oder Betreuer,.. sagt mir das nichts über Zudammengehörigkeit, sondern über seine Disziplin, ich erwarte nicht ständig Priorität zu sein, Verbundenheit verwechsele ich nicht mit Anspruchsdenken.

Diese oft beschriebene Haltung, wie, ich erwarte in der Beziehung im Mittelpunkt zu stehen und Priorität zu haben, kann ich nicht nachvollziehen, man "besitzt" Menschen nicht.
Beziehung bedeutet Unterstützung, wer sein Leben allein auf die Reihe bekommt entscheidet sich nicht aus Abhängigkeit für einen Partner, sondern aus freiem Willen. Und wird auch in der Beziehung den anderen "sein lassen können", weil er sich selbst genug ist.

#1550


FloraVita
Zitat von Fenjal:
Ich frage mich schon länger, warum ein Partner nicht eigenen Bedürfnissen nachgehen darf? Warum wird geglaubt, dass mit dem Wunsch nach Verlässlichkeit die Forderung wird, dass der andere seine Hobbies, seine eigenen Interessen dauerhaft zurückstellen soll? Niemand kann dauerhaft und in jeder Situation verfügbar ...


Und das ist natürlich in allen monogamen Beziehungen (in Ehen erst recht) so?

x 2 #1551


Ameise_78
Zitat von Fenjal:
Ich frage mich schon länger, warum ein Partner nicht eigenen Bedürfnissen nachgehen darf?

Aber wer sagt, dass er das nicht darf..?
Es mag ein paar Menschen geben, die so denken (Männer wie Frauen), dem Großteil ist es doch wichtig (auch innerhalb einer Beziehung) eigenen Interessen nachzugehen...

x 1 #1552


Fenjal
@FloraVita du machst aus oft,... allen?
Verzerrst bewusst, .. damit sagst du mehr über dich aus, als über meinen Kommentar.

#1553


alleswirdbesser
Zitat von Fenjal:
Also hatte Armin einen sehr guten Grund diese Therapie zu machen, Okt., Nov., beginnt das Schießen des Damwilds.

Ein ganz toller und nachvollziehbarer Grund für eine Therapie.

#1554


alleswirdbesser
Zitat von Fenjal:
Hauptverantwortlichen, zurück an Tisch und Bett lassen.
Soetwas verstehe ich nicht.

Na, von Armins Ex hast du doch genau das erwartet? Dass sie sich um sein Essen kümmert und mit ihm am Tisch speist.

#1555


alleswirdbesser
Zitat von Blind-Meg:
Ich denke sogar, um die Gewissheit zu erlangen, dass man auch ohne Partner ein vollständiger, zufriedener und unabhängiger Mensch ist, also ganz "bei sich" oder "in seiner Mitte", braucht es bei vielen sogar erstmal die Erfahrung einer Trennung, und zwar von einer langen und intensiven Beziehung.

Kann ich nur bestätigen. Und danach ist nicht mehr so wie es mal war.

x 1 #1556


alleswirdbesser
Zitat von Blind-Meg:
Offenbar war sie schlecht genug, soe durch Affären aufs Spiel zu setzen und zu verraten. Und wenn jeder, der eine Affäre eingeht, such stattdessen ...

Aber dass der Fremdgeher sich nicht trennen kann, ist nicht die Verantwortung des Betrogenen. Die meisten Menschen möchten nicht betrogen werden. Okay, im Forum gibt es einen Fall, der was anderes belegt, ist aber in meinen Augen nicht die Regel. Trennung ohne Affäre wäre halt etwas, was man nicht nur für sich, sondern auch für den Partner tut, wenn man ihn noch wertschätzt. Eine Affäre innerhalb einer Beziehung ist etwas, was man für sich tut, ohne Rücksicht auf den Partner. Viele haben ja gar nicht vor den Partner zu verlassen und betrügen, weil sie das für sich so haben wollen, während der Partner weiterhin dafür da sein soll, wofür sie ihn brauchen.

x 4 #1557


FloraVita
Zitat von Fenjal:
@FloraVita du machst aus oft,... allen? Verzerrst bewusst, .. damit sagst du mehr über dich aus, als über meinen Kommentar.


Lies mal den eigenen Text nochmal, ob im zitierten irgendwo das Wort "oft" vorkommt.
Was du glaubst aus meinen Worten über mich herauszulesen, ist mir schnuppe.

#1558


alleswirdbesser
Zitat von Fenjal:
Diese oft beschriebene Haltung, wie, ich erwarte in der Beziehung im Mittelpunkt zu stehen und Priorität zu haben, kann ich nicht nachvollziehen, man "besitzt" Menschen nicht.
Beziehung bedeutet Unterstützung, wer sein Leben allein auf die Reihe bekommt entscheidet sich nicht aus Abhängigkeit für einen Partner, sondern aus freiem Willen. Und wird auch in der Beziehung den anderen "sein lassen können", weil er sich selbst genug ist.

Solange ein Paar keine gemeinsame Kinder hat, funktioniert das hoffentlich auch ohne weiteres. Aber für die Kinder sind beide zuständig und Kinder brauchen ihre Eltern. Einer kann sich nicht komplett rausziehen und seinen Hobbys nachgehen, während der andere die ganze Zeit für die Kinder da ist. In Familien herrschen andere Regeln, die du nicht kennst. Offenbar auch in deiner Kindheit nicht erlebt hast. Hier sind Mann und Frau durch die Kinder zu einer gemeinsamen Verantwortung verpflichtet, auch in Form ihrer Zeit und Reduzierung der anderen Aktivitäten (wie Mann als auch Frau), die viele auch in der Lage sind zu übernehmen. Armin zum Beispiel tat es nicht. Alles war wichtiger als die Zeit mit den Kindern und der Familie, auch eine Affäre fand da noch Platz bei all seinen Aufgaben. Erst nach der Trennung ist bei ihm der Groschen gefallen. Da war es schon zu spät. Seine Frau stand genug alleine da als Elternteil, sie hat realisiert, dass sie es auch ohne ihn kann.

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Blind-Meg
Zitat von alleswirdbesser:
Aber dass der Fremdgeher sich nicht trennen kann, ist nicht die Verantwortung des Betrogenen.

Natürlich nicht.

#1560


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