Zitat von Fenjal: Eben verstehe ich nicht.
Wenn man abwertet, sollte doch erkannt werden, dass die Verantwortung klar beim Galan liegt, ER handelt ausserhalb der Ehe, die Hauptlast liegt bei ihm, denn ER ist derjenige, der die Ehe verletzt.
Ich verstehe, offen gesagt, schon die "Eheverletzung" nicht. Auch nicht die Verantwortlichkeiten oder gar die "Schuld".
Man kann das Leben, realistisch betrachtet, nicht unumstößlich und unangefochten per Vertrag oder Versprechen oder sonst etwas ausschließen aus seinem Dasein.
Das wäre ja so, als würde ich mit meinetwegen 20 Jahren einen Vertrag mit einem Arzt schließen, dass ich nie krank werde. Kann ich machen, würde halt nur nicht funktionieren, und die Krankheit würde auch nicht schwinden, wenn ich ihr (oder dem Arzt) den geschlossenen und besiegelten Vertrag vor die Nase halte.
Man kann ja gerne träumen vom ewigen Glück, von der ewigen Treue, von der ewigen Liebe - aber so lange das Leben noch das Leben ist, wird es darauf keine Garantien geben, und man sollte es daher beim Träumen und Wünschen belassen.
Ja, ER handelt (in bestimmter Hinsicht), in dem Fall, außerhalb der Ehe - aber das spielt doch keine Rolle, wenn die "Betrogene" dann um ihr inneres Gleichgewicht und oft ja noch um eine Art Selbstreputation ringt. Und nicht wenige meinen doch, die AF sei schuld, weil sie sich halt rangemacht habe an den EF, oder zumindest nicht abgeblockt habe usw.
Jedenfalls wird es bei der Suche nach der Schuld, die ja nötig ist, um die Wut und Enttäuschung irgendwie halbwegs zielgerichtet ablassen zu können, wohl kaum so genau genommen werden.
Und erst recht, wenn der Partner zurückgenommen werden soll, wird die Hauptschuld ja ganz natürlich auf der AF liegen müssen.
So funktioniert das halt.
Zitat von Fenjal: Was über mich geredet wird? na, ich lebe mein Leben, so wie ich es für richtig halte. Ehe lehne ich ab und in der Beziehung lasse ich sein, d.h. ich weiß, dass er mich nicht verletzen wird, weil er mich liebt.
Wichtig ist, dass Unzulänglichkeiten, die jeder hat, gut angenommen und "aushaltbar" sind, dann läuft es für mich.
Meine Frage war ja nicht, was über Dich geredet wird, sondern wie das bei Dir selber ankommt (ob erhört oder auch nur befürchtet).
Dass Du Dein Leben lebst, wie Du es für richtig hältst, ist ja gut - aber ich habe den Eindruck, so ganz kommst Du damit selber nicht zurecht und hast Bedenken wegen des Bildes, das sich andere von Dir machen, oder wegen des Rufs usw.
Ansonsten bräuchte Dich etwas wie das ...
Zitat von Fenjal: Richtig, die AF wird an den Pranger gestellt, (Abwertung selbiger kann man in den entsprechenden Threads nachlesen) während der Galan, der die "Ehe gebrochen" hat, wieder ins Bett aufgenommen wird.
Mir zeigt soetwas, wie willkürlich der Maßstab ist, solche Personen zerstören Vertrauen.
Eine Person ...AF ...machen sie schlecht, während sie den Galan, den Hauptverantwortlichen, zurück an Tisch und Bett lassen.
Soetwas verstehe ich nicht.
... ja gar nicht zu beschäftigen.
Ich mag mich irren, aber mir scheint doch, Du fürchtest nicht allein um Deinen Ruf, Dein Ansehen, sondern scheinst auch Probleme damit zu haben, der AM könnte wieder im Bett der EF aufgenommen werden.
Und das wiederum verstehe ich nicht. Galane gibt es doch eh wie Sand am Meer für eine Frau, die weder Ehe noch Beziehung will.
Dann ist es doch vollkommen gleichgültig, wenn so eine betrogene Ehefrau ihren (und Deinen zwischenzeitlichen) Galan wieder unter die Decke holt, und was sie dann über Dich allenfalls tatsächlich oder vermutet ablässt, ist doch erst recht absolut uninteressant.
Oder vielleicht, das kommt ja vor, toleriert Dich die EF, und Ihr steckt dann halt beide mit dem Galan unter zwei verschiedenen Decken oder sogar alle drei unter einer oder die EF weiß ohnehin nichts von Dir und der Galan kann dann unbehelligt einmal da, einmal dort zum Zug kommen.
Ich durchschaue, ehrlich gesagt, gar nicht, worum es hier eigentlich geht.