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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

Blind-Meg
Zitat von NurBen:
Einfach Hausfrau und Mutter sein ist nicht mehr. Da wird auch verlangt, dass die Frau ihren finanziellen Teil beiträgt.

Du tust ja grad so, als würden Frauen sich wünschen, Hausfrau und Mutter zu sein und als würde es uns besondere Anstrengung kosten, einen Beurf zu lernen und zu arbeiten. Das Gegenteil ist der Fall, mein Lieber.
Aber zu viel Karriere oder zu viel Geld ist ja dann auch wieder kritisch, weil sich das männliche Ego sonst bedroht fühlt.

x 2 #1606


Fenjal
Zitat von Blind-Meg:
Aber zu viel Karriere oder zu viel Geld ist ja dann auch wieder kritisch, weil sich das männliche Ego sonst bedroht fühlt.

Nun, wer heute immer noch denkt, dass das männliche Ego verletzt wird, wenn eine Frau Karriere macht oder mehr verdient, lebt in alten Rollenklischees.
2026 brauchen wir keine überholten Machtkämpfe.
Eine Hütte z.b. verliert ihren Glanz nicht, wenn eine Frau die Eigentümerin ist.

x 4 #1607


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

x 3


NurBen
Zitat von Blind-Meg:
Du tust ja grad so, als würden Frauen sich wünschen, Hausfrau und Mutter zu sein und als würde es uns besondere Anstrengung kosten, einen Beurf zu lernen und zu arbeiten. Das Gegenteil ist der Fall, mein Lieber.
Aber zu viel Karriere oder zu viel Geld ist ja dann auch wieder kritisch, weil sich das männliche Ego sonst bedroht fühlt.

1. War der Beitrag an Nalf gerichtet. Die ja genauso tut, als wäre es unser einziger Wunsch eine Frau zu beeindrucken.
2. Geht es mir nicht nur um die, die es sich wünschen, sondern auch die, die es schlicht und einfach sind. Für viele Männer wird Bildung, Beruf und andere Qualitäten der Frau ebenfalls immer wichtiger. Mein Argument war eben, dass die Ansprüche auf beiden Seiten steigen.
3. "Zu viel Karriere" kann sowohl als Mann als auch für Frau problematisch sein. Nicht wegen der Karriere, sondern eher wegen dem Drumherum... Sprich, selten Zeit, viel Unterwegs, viel Stress, etc...
4. "Zu viel Geld" ist nie ein Argument. Habe noch keinen Mann klagen hören "Meine Frau verdient zu viel".

x 1 #1608


Fenjal
Zitat von whynot60:
Dass Du Dein Leben lebst, wie Du es für richtig hältst, ist ja gut - aber ich habe den Eindruck, so ganz kommst Du damit selber nicht zurecht und hast Bedenken wegen des Bildes, das sich andere von Dir machen, oder wegen des Rufs usw.

Glaub mir, ich lasse mich nicht von äusseren Urteilen einschränken.
Ich vertraue meinem eigenen Kompass und nicht den sprunghaften Urteilen anderer.

Zitat von whynot60:
sondern scheinst auch Probleme damit zu haben, der AM könnte wieder im Bett der EF aufgenommen werden.

Mein AM .... mit ihm habe ich gelegentlich Spass und wirklich niemals würden er und ich ernsthaft eine Beziehung führen können.
Seiner EF komme ich nicht quer, beide sind Familienmenschen, ich bin weit weg von traditionellen Bindungen, ich schätze Freiheit und Selbstbestimmung.

Nur die Abwertung der AF, wie man sie in vielen Threads liest, v.a. durch die EF, kann ich nicht nachvollziehen, weil sie nicht folgerichtig ist.
Den Galan muss die Herabsetzung treffen, so seh ich das.

x 1 #1609


Blind-Meg
Zitat von NurBen:
Mein Argument war eben, dass die Ansprüche auf beiden Seiten steigen.

Das ist gut so. Wenn endlich auch Männer anfangen, sich Gedanken zu machen, welche Frau zu ihnen passt, und diese Überlegungen dann endlich von beiden Seiten angestellt werden, wird das langfristig zu mehr zufriedenen Partnerschaften führen.
Wieso baust du das auf als wäre es eine Drohkulisse? Ansprüche im Dating sind total wünschenswert.
Gibt auch kaum Frauen, denen es gefällt, nur gewollt zu werden, weil sie weibliche Anatomie aufweisen.

Zitat von NurBen:
Habe noch keinen Mann klagen hören "Meine Frau verdient zu viel".

Nun, ich habe das bereits von 2 Männern real gehört und von weiteren 3 als Zitat aus 1. Hand. Dass viele Männer sich davon bedroht fühlen, denke ich mir doch nicht aus.

#1610


NurBen
Zitat von Blind-Meg:
Wieso baust du das auf als wäre es eine Drohkulisse? Ansprüche im Dating sind total wünschenswert.

1. Was für eine Drohkulisse?
2. Natürlich sind Ansprüche im Dating wünschenswert, sofern es eben die "richtigen" bzw. gesunden und vor allem realistische Ansprüche sind.

#1611


NurBen
Zitat von Blind-Meg:
Nun, ich habe das bereits von 2 Männern real gehört und von weiteren 3 als Zitat aus 1. Hand. Dass viele Männer sich davon bedroht fühlen, denke ich mir doch nicht aus.

Und du bist sicher, dass es nicht nur eine typische "Es liegt nicht an dir, sondern an mir"-Ausrede war.
Sorry, kann mir nicht vorstellen, das "mehr Geld" in irgendeiner Hinsicht ein Problem sein kann. Daher denke ich, dass es eher eine Ausrede ist.

#1612


Blind-Meg
Zitat von NurBen:
Und du bist sicher, dass es nicht nur eine typische "Es liegt nicht an dir, sondern an mir"-Ausrede war.

Ja, bin ich. Wortwörtlich: "Ein Mann muss mehr Geld verdienen als seine Frau".

Zitat von NurBen:
Was für eine Drohkulisse?

Bei dir klingt es so. Nalf schreibt von Ansprüchen an Männer knd du erwiderst "Na, aber Männer haben auch Ansprüche" und man hört schon den Zeigefinger wedeln dabei.
Wobei ich persönlich gar nicht glaube, dass so viele Männer so viel anspruchsvoller werden.

Zitat von NurBen:
sofern es eben die "richtigen" bzw. gesunden und vor allem realistische Ansprüche sind.

Das ist jetzt wieder die "Was hast du denn zu bieten, um dir Ansprüche leisten zu können"-Nummer, richtig?
Kann man 1:1 zurück geben, diese Frage. Leider haben sehr viele Männer sehr wenig zu bieten, was für heutige Frauen interessant ist. Und Männer benötigen nach wie vor dringender eine Partnerin als Frauen einen Partner benötigen.
Es wird und bleibt spannend.

x 2 #1613


ElGatoRojo
Zitat von Blind-Meg:
Und Männer benötigen nach wie vor dringender eine Partnerin als Frauen einen Partner benötigen.

Och - da kann ich mir schon durchaus moderne Beziehungsmodelle vorstellen, die sparsam und aufmerksam mit der Ressource Frau umgehen, so dass alle Interessierten etwas abbekommen. 🤔😎😋

Witzig = nach gewisser sexueller Libertinage um 1970 kommt der Feminismus wieder mehr und mehr in die alte Schiene, dass Sex einen Preis haben sollte -- femal choice und "neinistnein" usw. Allerdings ist die Erinnerung noch nicht verblasst, dass Frauen daran ebenso interessiert sind und somit garnicht einzusehen ist, dass nur Sex mit ihnen etwas kosten soll (Wir denken jetzt mal nicht an Kinder)

Der weitere Gedankenfehler ist, nur von "den Frauen" und "den Männern" zu schreiben. Viel zu pauschal und jenseits irgendwelcher Aussagegenauigkeit.

x 2 #1614


alleswirdbesser
Zitat von NurBen:
Und du bist sicher, dass es nicht nur eine typische "Es liegt nicht an dir, sondern an mir"-Ausrede war. Sorry, kann mir nicht vorstellen, ...

Also mir hat es noch niemand gesagt.

#1615


alleswirdbesser
Zitat von Blind-Meg:
Und Männer benötigen nach wie vor dringender eine Partnerin als Frauen einen Partner benötigen.

Ich lese ja schon ein Weilchen im Forum und habe diesen Eindruck nicht bekommen.

x 3 #1616


W
Zitat von Blind-Meg:
Aus deiner Sicht mag das stimmen. Aber aus ihrer?
Weißt du, mein Ex würde auch sagen, dass unsere Beziehung nicht schlecht war, vielleicht würde er sogar sagen, sie war richtig schön. Für ihn. Für mich aber nicht. Und ein ganz bedeutsamer Teil des Problems war, dass er überhaupt nixht gemerkt hat, dass ich unglücklich war. Selbst als ich es ihm gesagt habe.

Nur damit ich das überhaupt einmal richtig einordnen kann: Du hattest also eine Affäre, klassischerweise aus Unglücksgründen?


Zitat von Blind-Meg:
Wenn getrennte Männer sagen "Die Beziehung war nicht schlecht" oder "Sie ht sich einfach getrennt, obwohl doch alles in Ordnung war" macht mich das immer skeptisch. Denn allzu oft ist die Konstellation so, dass aus Sicht des Mannes alles prima war, während die Frau leidet und irgendwann geht, und der Mann versteht die Welt nicht mehr.

Mir scheint, was Dir eine unmögliche Vorstellung ist, ist, dass es ja nicht nur einschlägige "Jäger" gibt, sondern auch "Jägerinnen" (auch das war übrigens schon immer so, in zahllosen Biografien nachzulesen, nur waren es damals halt kein Affären, sondern "Liebschaften"), und der Drang zum Trophäensammeln kann zumindest phasenweise ein enormer sein. Und wenn sich dann auch noch unerwartet ein neues und so weites Feld auftut, dann wird halt aus voller Brust zum Hallali geblasen.
Meiner Ex ging es ja da absolut nicht um Liebe oder auch nur guten Sex, sondern um dieses Gefühl, von allerlei Männern begehrt zu werden und diese gewissermaßen zu erlegen, um diesen "Triumph", dass sich sozusagen ein ganzes Rudel Hirsche um die Königin schart.
Sie hat damit ja auch nicht hinter dem Berg gehalten, wie bei ernsthafteren Affären sonst üblich, sondern hat es hinausposaunt, so weit es nur ging. Regelrecht so, wie diese tatsächlich mörderischen Jäger, die ja jeden umgebrachten Hasen und erst recht jedes gemetzelte Gnu am liebsten mit der ganzen Welt feiern würden und gar nicht wissen, wie triumphierend sie sich über dem Opfer in heldische Pose werfen sollen.
Ich konnte und kann das bis heute auch nachvollziehen und weiß ziemlich genau, was da in ihr vor sich ging, welchen Turboschub sie da bekommen hat.

Und bei meinem Nachfolger war es sogar ein noch weitaus größerer Triumph. Sie über 60 mittlerweile, die zwei nebeneinander laufenden "Affärenmänner" um die 20 und zudem aus einem geradezu feindlichen Kulturkreis stammend (ohne das näher ausführen zu wollen). Das war für sie ja wie ein Jackpot bzw. richtiger Doppeljackpot. Und damals, das war ungefähr sieben Jahre nach unserer Trennung, hat sie diesen "Erfolg" ja auch gleich mir brühwarm vertickert, ebenso die ganzen Aufregungen rundum ... Und alle ihre Freundinnen haben es erfahren und sogar die (damals ja schon erwachsenen) Kinder.
Auch das ja das gerade gegenteilige Verhalten als bei den gewöhnlichen Affären.

Ich glaube, Du verkennst hier etwas ganz grundsätzlich und meinst, ja, war halt eine schon umgekommene oder gar desaströse Beziehung mit jahrelang unglücklicher und in ihrem Unglück von ihrem Partner gar nicht gesehener Frau, und aus dieser Seelennot heraus ist es dann zu einer Affäre gekommen. So, wie es halt klassisch im Lehrbuch steht. (Die andere - wie ich meine sogar häufigere - Variante, nämlich die schlichte Jagd- und Fremdlust, kommt in diesen Lehrbüchern ja auch kaum vor, das könnte ja auch die ganze Ehe- und Affärenthematik untergraben.)


Zitat von Blind-Meg:
Hat deine Ex dir das selbst so erklärt, dass sie mit euch total zufrieden war und einfach Abenteuerlust bekam wegen Internet? Oder ist das deine eigene Erklärung, die dir nachträglich die plausibelste scheint?

So dezitiert hat sie es mir nicht erklärt, und dieser Absolutismus "total zufrieden" kommt in der Realität ja ohnehin nicht vor.
Aber da wir ja nach wie vor Kontakt haben, der ja auch nach der Trennung nicht abgebrochen ist und eben bis heute andauert, kann ich sie ja mal fragen, ob ich Dir ihre Mailadresse geben darf - dann könntest Du Dich diesbezüglich ja unmittelbar mit ihr austauschen. Lachendes Gesicht
Und meine Ex ist ja so geartet, dass sie darauf unter Umständen sogar einsteigen würde. Lachendes Gesicht

x 1 #1617


W
Zitat von So-What:
Ich denke, der Großteil will nix Erzwungenes, Ertrotztes, Erpresstes und Erkettetes. Und wieso gleich verbittert oder verkümmert? Weil er etwas Paar-"Arbeit" leistet und Kompromisse eingeht?

Ja, was der Großteil auch "wollen" mag - was dabei herauskommt ist eben Ertrotzes und Erzwungenes usw.
Und natürlich führt es zu Verbitterung und Verkümmerung, wenn einem das Leben erdrückt wird - was denn sonst? Auch wenn es manche vielleicht durchaus schaffen, das selber gar nicht wahrzunehmen.
Und was soll denn das sein: Paar-Arbeit? Paar-Arbeit ist für mich, meinetwegen einen Schrank vom Möbelwagen in die Wohnung zu schleppen. Oder meinst Du die gegenseitige Untergrabung?
Und dann noch Kompromisse in diesem Fall! Wie sollte denn ein solcher Kompromiss aussehen, wenn ich fragen darf, wenn es dem einen (oder auch beiden) schon recht langweilig geworden ist im ehelichen Bett und er oder sie von einer Überhitzung samt der Möglichkeit zum Ausleben heimgesucht wird? Vielleicht ein Foto der oder des Begehrten anfertigen und dann über das Ehebett hängen?


Zitat von So-What:
Gleich immer schwarz oder weiß. Wobei natürlich 50-100 Affären schon eine Hausnummer sind und auch wenig mit hellgrau, grau, dunkelgrau oder gar bunt zu tun hat.

Nur zur Klarstellung: 20 - 50. Wie ich sehe, hängst Du farbenmäßig schon etwas in den UV-Bereich hinein. Lachendes Gesicht
Ein Bodycount, wie man das offenbar nennt, von 100, wäre ja beinahe schon lyrisch, wie von der Lebenslyrik selber in die Welt geschrieben.

Und absolut NEIN: Ich sehe gar nichts schwarz-weiß, gerade das eben nicht! Ich habe z. B. ja auch eben nicht gesagt: Ehe weiß, Affäre schwarz ...
Von mir aus kann und soll das Leben durch alle Regenbogen fließen, wie es nur will und kann.



Zitat von So-What:
Aber ich möchte noch sagen dürfen, was mir nicht passt. Und ich möchte konstruktive Kommunikation. Wenn da jemand nur Augenrollen übrig hat und keinen Bock darauf darüber zu reden oder ggf. auch etwas zu verändern, dass es für beide wieder passt, oder sich wegen allem auf den Schlips getreten fühlt, dann soll er doch bitte gehen. Ich habe keinerlei Mitleid mit Männern (oder Frauen), die jammern, weil es angeblich so furchtbar schlimm zu Hause ist.

Ja, das sollst Du natürlich auch sagen dürfen! Und auch ich bin für konstruktive Kommunikation, selbstverständlich!
Aber was würdest Du denn machen, wenn Dein Partner Dir in einer solchen konstruktiven Kommunikation sagt, er sei grandios scharf auf diese oder jene Frau und die sei auch nicht abgeneigt und Du werdest ihm da ja hoffentlich nicht im Weg stehen? Ich zweifle gerade, ob Dir dann in der Kommunikation das Konstruktive nicht ins Gegenteil kippen würde ...

Ja, ich habe auch kein Mitleid mit Beziehungsdrangsalierten, allerdings Verständnis dafür, warum dennoch daran festgehalten wird. Weil es dafür eben zumeist sehr gewichtige, wenn nicht erdrückende Gründe gibt.

Mich erinnert das alles ja immer wieder an unsere Urvorfahren mit ihren Vorstellungen von überirdischen Mächten, Göttern usw. Um diese Mächte günstig zu stimmen und allem möglichen Unheil zu entgehen, haben die ja über Jahrtausende diesen Mächten geopfert, sich dabei ja fast (bisweilen auch ganz) sogar zu Tode geopfert fallweise; und obwohl die Erfahrung ja mit größter Wahrscheinlich immer und immer wieder gezeigt haben wird, dass diese Methode der Absicherung gegen das Unglück ganz offensichtlich nicht funktioniert, ist sie - wahrscheinlich mangels anderer Ideen - über endlose Zeiträume hin durchgezogen worden, und für all die Schiefgänge wurde nicht vielleicht ein grundsätzlicher Irrtum verantwortlich gemacht, sondern es wurden allerlei Verfehlungen und Sündenböcke für die fortwährenden Fehlschläge ausgemacht.

Und bei diesen monogamen Ehe- und Partnergeschichten ist es ja nicht anders: Seit Anbeginn lehrt die Erfahrung, dass dieses Konzept nicht funktioniert, aber dennoch wird verbissen daran festgehalten und werden allerlei, teils unsinnigste und haarsträubenste Begründungen für die Fehlschläge menühaft aufgetischt.

Der Mensch, völlig verlaufen ja in seinen Abstraktionswelten, in seinen eigenen erdachten Parallelwelten, schafft es immer wieder, auf gerazu akrobatische Art die Lebensrealitäten nicht wahrzunehmen und trotz teilweise deprimierender und vernichtender Ergebnisse an jedem Wahnsinn festzuhalten. Fast müsste man den Hut auch noch ziehen!
Wobei es mir immer ein Rätsel war, wie ein denkendes und phantasierendes, also vorstellungsbefähigtes Lebenwesen überhaupt überlebensfähig bleiben kann. Nicht weniges ist sehr erstaunlich.

x 2 #1618


W
Zitat von Fenjal:
Glaub mir, ich lasse mich nicht von äusseren Urteilen einschränken.
Ich vertraue meinem eigenen Kompass und nicht den sprunghaften Urteilen anderer.


Zitat von Fenjal:
Mein AM .... mit ihm habe ich gelegentlich Spass und wirklich niemals würden er und ich ernsthaft eine Beziehung führen können.
Seiner EF komme ich nicht quer, beide sind Familienmenschen, ich bin weit weg von traditionellen Bindungen, ich schätze Freiheit und Selbstbestimmung.

Das alles hört sich ja geradezu hervorragend an!

Und deshalb sehe ich den Grund für Äußerungen wie die unten samt Empörungsanflügen nicht.

Zitat von Fenjal:
Nur die Abwertung der AF, wie man sie in vielen Threads liest, v.a. durch die EF, kann ich nicht nachvollziehen, weil sie nicht folgerichtig ist.
Den Galan muss die Herabsetzung treffen, so seh ich das.

Warum muss denn überhaupt jemanden eine Herabsetzung treffen? Die psychologischen Gründe, über die wir uns ja unterhalten haben, sehe ich sehr wohl. Aber von "müssen" kann da ja keine Rede sein. Man könnte ja auch einfach die Realitäten (von vornherein) akzeptieren, wie man ja auch jene Realitäten akzeptieren muss, die man ganz allein selber produziert.
Es ist ja - wie ich schon mehrmals hier geschrieben habe - niemand naturgesetzlich gezwungen, auf eine Affäre oder einen Fremdgang mit einer emotionalen Ausuferung zu reagieren oder gar mit einem vollständigen emotionalen Zusammenbruch.
Mir scheint eher, Du willst halt sicherheitshalber von der Schusslinie, in die Du geraten könntest (oder hier auch schon geraten bist), gleich auf den Galan weiterleiten. Und das ist doch letztlich unnötig. Gar niemanden sollte eine Herabsetzung treffen, das schiene mir die sinnvollere Forderung.

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Blind-Meg
Zitat von whynot60:
Nur damit ich das überhaupt einmal richtig einordnen kann: Du hattest also eine Affäre, klassischerweise aus Unglücksgründen?

Aufs Wesentliche heruntergebrochen - ja.

Zitat von whynot60:
Meiner Ex ging es ja da absolut nicht um Liebe oder auch nur guten Sex, sondern um dieses Gefühl, von allerlei Männern begehrt zu werden und diese gewissermaßen zu erlegen, um diesen "Triumph", dass sich sozusagen ein ganzes Rudel Hirsche um die Königin schart.


Zitat von whynot60:
Ich glaube, Du verkennst hier etwas ganz grundsätzlich und meinst, ja, war halt eine schon umgekommene oder gar desaströse Beziehung mit jahrelang unglücklicher und in ihrem Unglück von ihrem Partner gar nicht gesehener Frau, und aus dieser Seelennot heraus ist es dann zu einer Affäre gekommen. So, wie es halt klassisch im Lehrbuch steht.

Nun, die meisten Menschen wären nicht bereit, eine Affäre ihres Partners oder der Partnerin einfach offen zu dulden. Somit ist den meisten bewusst, dass sie durch eine Affäre ihre Beziehung zumindest gefährden. Und ich bin sehr überzeugt davon, dass man etwas, womit man den Partner mutmaßlich sehr verletzt, seine Beziehung gefährdet und was man überdies heimlich tun "muss", nicht "einfach so" oder "aus Lust und Laune" tut. Eine leichtfertige Affäre ohne Not dahinter scheint mir in der Tat kaum vorstellbar. Ich gehe davon aus, dass die meisten Menschen sich so eine Affäre sehr gründlich überlegen, und gute Gründe dafür benötigen. Selbst wenn es für sie selbst keine so große Sache ist, so ist dene meisten doch wohl klar, dass der geliebte Partner das wahrscheinlich anders sehen wird. Daher genügt mir die Erklärung "Jägerin" oder "Versuchung" nicht, nein.

Zitat von whynot60:
So dezitiert hat sie es mir nicht erklärt, und dieser Absolutismus "total zufrieden" kommt in der Realität ja ohnehin nicht vor.
Aber da wir ja nach wie vor Kontakt haben, der ja auch nach der Trennung nicht abgebrochen ist und eben bis heute andauert, kann ich sie ja mal fragen, ob ich Dir ihre Mailadresse geben darf - dann könntest Du Dich diesbezüglich ja unmittelbar mit ihr austauschen.

Eine fast geschickte Art, meiner Frage auszuweichen. Aber nur fast.
Danke, ich wünsche keinen Austausch mlt deiner Ex. Ich hab meine Antwort.

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