Zitat von Hansl: Stell Dich lieber der Realität.
Zitat von ElGatoRojo: Soziologie ist keine exakte Wissenschaft. Die Ergebnisse sind ideologie- und interessengeleitet.
Zitat von Ragna: Und wo würden diese durchgeführt, in eine Hochschule, die sich wissenschaftlich mit Feminismus beschäftigt, da fällt das Ergebnis unter den Teilnehmer eindeutig aus
Zitat von Ragna: Oftmals implizieren Studien in den Fragen schon die Antwort und sind wissenschaftlich unsauber aufgesetzt.
Also nicht überall wo wissenschaftliche Studie draufsteht, ist auch eine drin'
Zitat von H-Moll: Daher sind Aussagen zu Wissenschaftsstudien von usern aus einem Liebeskummerforum: vernachlässigbar.
Und schwupps sind wir in der postfaktischen Diskussion, weil es leichter ist, ganze Studienzweige, Universitäten oder Bevölkerungsgruppen zu diskreditieren, als Methodenkritik zu üben, Interessenkonflikt zu benennen oder Sachargumente jenseits von "meine Frau sieht das anders" zu bringen.
Zitat von ElGatoRojo: Die feministische Ideologie
Die gleiche Rechte und Chancen, gleiche Bezahlung und gleiche gesellschaftliche Behandlung auch für Frauen fordert. Was die einen für ein Menschenrechte halten, ist für andere eine Ideologie.
Zitat von Moody92: Wäre noch spannend zu wissen, warum das so ist.
Ist erforscht, kann man googeln.
Zitat von Moody92: Gibt es dazu auch verlässliche Zahlen?
Ja.
Zitat von FloraVita: Diskussionen in denen Fakten nicht interessieren sondern es nur um verteidigen und durchsetzen der eigenen Ideologie geht, sind müßig und sinnlos.
Wie wahr.
💯Zitat von FloraVita: kommen weder von Björn noch von Elon
Richtig. Deine Zahlen zu den 20 Schulen in Hamburg mit 80+ Migrantenanteil kommen direkt von einer Senatsanfrage der AfD im Landesparlament. Also nicht direkt von Björn, sondern vom Hamburger Björn. Wichtiger Unterschied.
Und dann schaut man mal in die Drucksache 21/12136 "AfD-Anfrage zu Migrantenanteil an Hamburger Schulen" rein und findet dort die Zahlen. Und dann schaut man mal, wie in Hamburger Schulen die Daten erhoben werden, wer oder was also als "Migrant" zählt. Und das sind:
1. Die Person selbst ist nicht in Deutschland geboren
2. Die Person hat eine nicht-deutsche Staatsangehörigkeit
3. Mindestens einer der Sorgeberechtigten ist nicht in Deutschland geboren
4. Mindestens einer der Sorgeberechtigten hat eine nicht-deutsche Staatsangehörigkeit
Dann nehmen wir mal die Freundin meines Kindes, Pia. Papa Professor an der FH, Mama Lehrerin, urdeutscher Name, alle Großeltern von hier. Sie wurde während einer Professur des Vaters in den USA geboren, zur Kita ging sie hier, der ältere Bruder kam noch in Deutschland zur Welt. Sie hat als einzige in der Familie einen US Pass neben ihrem Deutschen. Vater und Mutter haben Greencards. Sie ist nach Punkt 1 und Punkt 2 Migrantin.
Oder Ben, dessen Mutter aus Ungarn stammt, aber schon in Deutschland studiert hat und seitdem hier lebt. Vater ist Hesse. Alle in der Familie außer ihm sprechen akzentfrei Deutsch. Alle 3 Kinder auf dem Gymnasium, die Eltern Akademiker und mit einem Einkommen, das mit dir Tränen in die Augen steigen lässt. Aber eben drei Migrantenkinder wegen 3. (über doppelte Staatsangehörigkeiten haben wir nie gesprochen).
Und jetzt der Knaller: Seit heute weiß ich, dass meine Kinder in Hamburg auch Migranten wären. Der eine Vater als Deutscher in Frankreich geboren (spricht aber nur schlechtes Schulfranzösisch, da beide Eltern Deutsch) und der andere hat von einem Auslandsaufenthalt noch einen ausländischen Pass. Also wären auch wir diese schlimmen "Ausländer", die der AfD so ein Dorn im Auge sind, dass sie die Senatsverwaltung in Hamburg mit kleinen Anfragen beschäftigen, die dazu führen, dass Flora sich von mir und meinesgleichen überfremdet fühlt.
Gibt's in der Klasse meines Kindes auch Kinder, denen man die Familiengeschichte an Hautfarbe oder Namen ansieht? Ja klar. Aber einen Akzent habe ich bislang nur bei dem Mädchen aus der Ukraine bemerkt. Zum Klassenbüffet bringen eh alle dieselben Muffins mit.
Zitat von ElGatoRojo: Sind es Fakten oder manipulierte Meinungen eines irgendwie ausgewählten Personenkreises.
Manchmal sind es sowohl Fakten als auch ein verwirrend ausgewählter Personenkreis, der da in wohl manipulativer Absicht erhoben und durch alle Gazetten getragen wurde.
Die 21 Schulen in Hamburg, die 80% Migrantenanteil oder mehr haben, sind übrigens 5% aller Schulen in Hamburg.
Zitat von ElGatoRojo: Aber findest du es nicht auch lachhaft, eine Arbeit wie "Regentinnen säubern" überhaupt zu erwähnen -- macht man kaum öfter als einmal im Jahr, wenn überhaupt. Das zieht diese Studie schon ins Bemühte. Oder Tendenzielle.
Die Regenrinnen wurden nicht von der Studie vorgegeben. Es handelt sich dabei um eine typische Arbeit, die Männer als "übernehme ich im Haushalt" angeben. Noch häufiger sind "Möbel aufbauen", "Reparaturen", "Reifenwechsel", "Ölstand sichten", "Heizöl nachordern" und "Rasen mähen".
Zitat von ElGatoRojo: Natürlich ist es schon mal unzulässig suggestiv, angebliche Aufgaben von Männern als "saisonal" und angebliche Aufgaben von Frauen als "täglich" zu bezeichnen.
Und jetzt schau Dir die (unvollständige)!Liste oben an und vergleich das mit Waschen, Putzen, Einkaufen, Kochen, Kinder betreuen und Termine planen.
Was würdest Du als saisonal und was als täglich wiederkehrend bezeichnen?
Zitat von ElGatoRojo: Davon abgesehen = Pausen und Ruhezeiten von Frauen gibt es nicht?
Messbar weniger. Erklärt sich auch durch die Arbeitsverteilung. Aber eben auch durch die Schwere, die den verschiedenen Arbeiten zugemessen wird.
Zitat von Moody92: Wie sieht das überhaupt aus, wenn der entsprechende Wunsch vorhanden ist, die Frau nach 2 Monaten wieder arbeiten geht und danach hat der Mann 10 Monate Elternzeit? Wird dann jeden Tag abgepumpt?
Ja klar. Wie denn sonst? Mehrfach täglich. Und zu Hause dann manchmal auch und bei mir z.B. nicht. Ist körperlich sehr anstrengend, aber machbar. Wird aber nicht als harte Arbeit gewertet.
Zitat von Sternenguckerin: Ich habe noch nie Milch abgepumpt und finde die Vorstellung ehrlich gesagt auch echt unangenehm.
Ich hab es ausprobiert und es war weniger hautreizend als das direkte Ansetzen. Ich fand die Vorstellung unangenehm, mich mindestens 6 Monate lang nicht vom Kind weg bewegen zu können, ohne Sorge zu haben, dass es ausgerechnet jetzt Hunger hat und keiner außer mir den Hunger stillen kann.
Zitat von Sternenguckerin: Direktes Stillen war mir persönlich viel lieber.
Aber wie willst Du das denn wissen, wenn Du abpumpen nie ausprobiert hast? Es gibt eine ähnliche Diskussion unter Männer bezüglich Schalt- und Automatikgetrieben. Ich spreche niemandem eine Vorliebe für das eine oder andere ab, sofern er beides mal gefahren ist und sich nicht nach Hörensagen ein Urteil bildet.
Zitat von Blindfisch: Es mag "komisch" klingen aber ich konnte mit beiden Kindern nichts anfangen im ersten Monat ihres Lebens.
Da hab ich ja Glück gehabt, dass mein Mann da anders dachte und handelte. Er konnte mit unserem Kind genauso viel anfangen wie ich. Nur die Nächte hat er nicht geschafft. Oder wollte nicht. Wer weiß...
Zitat von Blindfisch: aber für mich als Mann wäre nie eine Partnerin in Frage gekommen, die ihre "Karriere" über das Kind stellt.
Und für mich wäre nie ein Mann in Frage gekommen, der seinen Job für wichtiger hält als die Versorgung des Kindes.
Zitat von Blindfisch: Ich kann es mir auch kaum vorstellen (ja als Mann "übergriffig" für manche) das eine Frau 9 Monate ein Kind im Leib aufwachsen spürt, eine Bindung aufbaut und dann 12 Wochen nach der Geburt an den Schreibtisch zurück kehrt. In meinen Augen (persönliche Meinung!) ist das keine gute Mutter.
Da hab ich ja Glück gehabt, dass ich nach 9 und nicht nach 12 Wochen wieder am Schreibtisch saß. Sonst wäre ich ja eine schlechte Mutter, weil jemand, der mit kleinen Kindern nichts anfangen kann, sich nicht vorstellen kann, dass jemand anderes seinen Job nicht voll gerne und jederzeit macht, weil sie doch aber schwanger war.
Und ja, das ist übergriffig.
Ich habe in den 9 Monaten eine Bindung zu meinem Kind aufgebaut und das hat auch mein Partner. Denn auch seine Stimme war gewohnt und sein Geruch gleich nach der Geburt, weil er es so wollte. Aber wer nicht will, findet Gründe. Und wer will, findet die pränatale Bindung des Vaters.
Zitat von Blindfisch: Aber der Mann muss doch...blabla....der Vater sollte doch...blabla...er kann niemals das leisten, was eine Mutter leisten kann in den ersten Monaten.
Ja schönen Dank auch im Namen meines Ex-Mannes. Er konnte also nie leisten, was ich leisten konnte? So ein männerfeindlicher Quatsch.
Zitat von ElGatoRojo: Halte dich bitte nicht an dem Wort auf.
Zitat von ElGatoRojo: Ich hoffe, ich habe jetzt die Höhen der political correctness erfolgreich erklommen
Innere Haltung führt zu Taten und Worten.
Ich würde nie behaupten, dass ich nach der Geburt meinem Mann beim Geldverdienen geholfen habe. Oder im Haushalt. Das war genauso mein Haushalt und mein Budget wie es seines war.
Das hat nichts mit political correctness, sondern mit Deiner Einstellung zu tun. Du hast (als Vertreter Deiner Generation völlig typisch, erwartbar und gesellschaftlich gewollt) eben im Haushalt geholfen. Und heute 30jährige, die im Haushalt nur helfen wollen, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre Frau im Ausland suchen müssen. Und das ist in der Tat die Gleichberechtigung, die Feministinnen für beide Geschlechter erkämpft haben. Frauen dürfen Geld verdienen. Und Männer dürfen Hausarbeit machen. Und wenn Dir letzteres als Strafe vorkommt, dann ist das Anlass, mal über die Wertigkeit und Schwere unterschiedlicher Arbeiten in unserer Gesellschaft nachzudenken.
@Blindfisch Bei Deiner Elternzeit musste ich ein bisschen lachen. Ein Bekannter von mir hat nach der Physioausbildung Ernährungswissenschaften studiert und musste zwei vierwöchige Praktika innerhalb seines Studiums nachweisen, um zur Prüfung zugelassen zu werden. Das dreijährige Studium ersetzen konnte er damit aber nicht. Von ihm lasse ich mir gerne sagen, wer sich gut oder schlecht ernährt. Dass Du glaubst, Ermessen zu können, was ein gutes und was ein schlechtes Elternteil ist, führe ich hingegen auf Dunning-Kruger zurück.
Du kannst mit Deiner Partnerin Dein Leben leben, wie es Dir beliebt, solange sie dem zustimmt. Aber über Mütter herziehen kannst Du genauso gut oder schlecht wie Fenjal.
Zitat von Debby: Ich gehe davon aus, dass sie auf die Sozialleistungen angewiesen sind, weil sie auf traditionelle Familienbild gesetzt haben
This!
💯