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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

Blind-Meg
Zitat von NurBen:
Wenn man natürlich Männern das Gefühl gibt, dass sie unnütz und austauschbar sind, warum sollten sie sich dann für euch einsetzen?

Das kann man 1:1 zurück geben. Ihr Männrr bekleckert eich auch nicht gerade mit Ruhm.

#2206


ElGatoRojo
Zitat von ElGatoRojo:
Kommt sicher auch vor, warum nicht. Vielleicht etwas verbrämter?

Zitat von carlos7:
dann erschließt sich mir dein Kommentar bzgl meiner angeblich privilegierten Situation nicht.

... eine Frage der Häufigkeit und eines anderen Stils. Das "angeblich" ist niedlich - du hast doch selbst deine Situation als elitär dargestellt.

Ausserdem war die Frage eine andere = Warum sind sich als Feministiunnen verstehende Frauen so auf die Art Mann als Gegner fixiert, der keine Bedrohung für sie ist und vernachlässigen, dass andere Frauen in anderen Bevölkerungsgruppen / Kulturen ganz andere und gravierendere Probleme haben als die Aufteilung von Kochen, Putzen und Waschen

x 1 #2207


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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Blind-Meg
Zitat von carlos7:
Wenn man, wie oben geschehen, die Vertreter der Undankbare-Frau-Fraktion anspricht, hört man fast immer Hörensagen und selten selbst und real Erlebtes.

Ich warte auch noch auf Beispiele.
Und habe sp die Befürchtung, dass es keine gibt, weil es keine geben kann, weil schon "Frau hat eine von der des Mannes abweichende Meinung" als respektlos empfunden wird.

x 2 #2208


Fenjal
@ElGatoRojo grundlegende Rechte vs wer räumt den Geschirrspüler aus?
Das es anderswo grössere Probleme gibt, heisst nicht, dass man über eigene nicht sprechen darf.

x 1 #2209


ElGatoRojo
Zitat von Fenjal:
Das es anderswo grössere Probleme gibt, heisst nicht, dass man über eigene nicht sprechen darf.

Da hast du natürlich Recht. Doch manchml kommt einem angesichts der realen Probleme diesers Planeten bei mancher Emanzen-Diskussion die Erdnüsse als Assoziation.

#2210


Hansl
Zitat von carlos7:
Es ging um Respekt und Dankbarkeit von deutschen Frauen gegenüber ihren Männern, nicht um Vergewaltigungen.

Mir geht es auch nicht um Vergewaltigungen.
Ich denke, Du verstehst den Kontext nicht.
Nochmal, es geht um selektive Wahrnehmung.

Zitat von ElGatoRojo:
Da hast du natürlich Recht. Doch manchml kommt einem angesichts der realen Probleme diesers Planeten bei mancher Emanzen-Diskussion die Erdnüsse als Assoziation.


Naja, ich werd das dann mal wieder wie öfter überzogen deutlich darstellen, daß es ankommt: Das Geplärr entsprechender Emanzen gebiert doch aus einer gewissen Wohlstandsverwahrlosung selbiger.

#2211


H
Nun ja, etymologisch bin ich noch noch lieber Emanze als Feministin. Ich will mal in meiner päpstlichen Güte über die negative Konnotierung hinwegsehen.

Für plärrende Männer, die nach Respekt und Dankbarkeit heulen, fehlen mir hingegen weitreichend Milde, Güte und Geduld, denn: Respekt steht jedem Menschen aufgrund seiner Würde zu. Er wird nicht eingefordert, wie der Sonnenkönig oder andere Faschos das auch bei Männern taten, denn die Ernte ist keine echte. So auch bei Dankbarkeit. Die praktiziert man selbst und lebt sie vor.
Zu den peanuts: Die läuteten die Abgehobenheit der Banker ein, waren zu Recht Unwort des Jahres , weil ziemlich wohlstandsverwahrlost. Da waren sie "besser" als ich.

#2212


ElGatoRojo
Zitat von H-Moll:

Für plärrende Männer, die nach Respekt und Dankbarkeit heulen, fehlen mir hingegen weitreichend Milde, Güte und Geduld,

Wird so etwas nicht langsam langweilig?

Und natürlich sind manche Feministen-Themen hierzulande wirklich Beifang, Peanuts, Rundungsdifferenz des Lebens gegen die Ernsthaftigkeit der minderen Existenzbedingungen von Frauen in anderen Gegenden mit anderen Breitengraden

#2213


H
@ElGatoRojo

So. Was hast du denn genau persönlich gemacht für Männer, die in Afrika und Asien oder anderen Breitengraden unterdrückt werden und des Hungers sterben?

Mir wird überhaupt nicht langweilig, für die faktische Gleichberechtigung für Frauen hierzulande weiterzukämpfen, ich werde es mit Ü60 wahrscheinlich nicht mehr erleben, aber: die erste Schule für Mütter mit Kleinkindern in Gefängnissen in England ist an den Start gegangen. Der hauptsächliche Verdienst meiner Mentorin, ausgerechnet von einem männlichen König wurde sie dafür ausgezeichnet:)
Aber ich habe es als Päpstin gesegnet.

x 1 #2214


ElGatoRojo
Zitat von H-Moll:
für die faktische Gleichberechtigung für Frauen hierzulande weiterzukämpfen, i

Gebe deiner Worthülse doch einmal Leben = Inwiefern hast du hier und heute als Frau mindere Rechte?

#2215


H
@ElGatoRojo ,
ich bin nicht bekannt für Worthülsen, sondern für: Ihr Ruf eilt Ihnen voraus. Und zwar für sehr klare Worte. So im realen Leben. Ich geb mal bissl an, so schrieb auch die FAZ. Mansplaining.

Faktisch: eine Frau verdient für den selben Job weniger als ein Mann. Deutlich weniger.
Wenn sie Elternzeit nimmt, hat sie danach weniger Chancen in den Job einzusteigen oder aufzusteigen als ein Mann.
Als jüngere Chefin von älteren Männern bist du als Frau so super tough wie meine Jüngste, die hat das geschwistermässig gelernt: Dass eine jüngere Frau dir als älterem Mann etwas zu sagen hat, wird dir in Zukunft noch öfter passieren.
Im Bundestag muss ich mich rumschlagen mit Männern, die für die Vergewaltigung in der Ehe stimmten, unter anderen unser Bundeskanzler.
Was noch alles, ich als wohlstandsverwahrloste Emanze, lass mich nachdenken.
Die gesetzliche Gleichberechtigung dauerte Jahrzehnte. Ach nein, nicht fristlos ihren Vertrag kündigen, ach nein, nicht, weil der Mann findet, dass sie ihren Haushaltspflichten nicht nachkommt, dann aber schon, ach nein, Vergewaltigung in der Ehe muss erlaubt sein, und sie soll ihr Wohlgefallen äussern.
Ich halte es mit Gloria Steinem: men will have to unlearn things.

x 2 #2216


H
Und ein red piller kommt an mir alter Emanzen-Zicke nicht vorbei.
Mit Ü 60 kann ich mir da sehr viel erlauben.
Und ausserdem bin ich Päpstin. Das wird hart.

x 2 #2217


H
Und du wirst uns deine Worthülsen erklären:
Emanzen.
Peanuts. Und da hoffe ich, dass du sehr genau so dabei warst wie ich. Denn ich war es.

#2218


R
Zitat von H-Moll:
Wenn sie Elternzeit nimmt, hat sie danach weniger Chancen in den Job einzusteigen oder aufzusteigen als ein Mann.

Wenn der Mann, Vater die Elternzeit nimmt, dann hat er danach auch weniger Chancen?
In der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst? Gibt es Branchen wo da besonders oft vorkommt?

#2219


N
Zitat von ElGatoRojo:
Ist "Kinder betreuen" Arbeit oder Freizeitvergnügen?

Kinder betreuen ist Arbeit, wenn man (sich oder aus Notwendigkeit) dazu verpflichtet ist.
Und Freizeitvergnügen, wenn man sich aussucht, wann, ob, wie lange und in welcher Qualität man es macht.
Jetzt schauen wir mal, für wen in unserer Gesellschaft die Carearbeit optional ist und sich alle freuen, wenn er viel übernimmt. Und bei wem sie schlicht vorausgesetzt wird.

Ich nähe gerne Kinderkleidung in meiner Freizeit. Ist mein Hobby, bereitet mir Vergnügen und Entspannung. Weil ich es mir aussuchen kann. Und wenn mir nicht danach ist, läuft in meiner Familie keiner unbekleidet rum.
Dennoch würde ich niemals bezweifeln, dass der Schneider um die Ecke einen wertigen Beruf ausübt, für den er selbstverständlich bezahlt werden sollte, Ruhezeiten verdient hat und einen Feierabend.
Oder ist es etwas ein Privileg für ihn, als Schneider arbeiten zu dürfen, weil es für mich ein Hobby ist?

Oder darf ich einer industriellen Näherin in der Türkei vorwerfen, wenn sie nach der Arbeit erschöpft ist, dass sie sich nur richtig organisieren muss, damit es ganz leicht wird, weil das meine Erfahrung mit meinem Hobby ist?

Zitat von ElGatoRojo:
Putzen, Waschen und Kochen ist rational oder umständlich zu bewältigen


Zitat von ElGatoRojo:
Weil ich 13 Jahre eine Wochenendehe führte ist mir schon klar geworden, wieviel Zeit ich dafür benötige, welchen Aufwand man machen kann und wo man rationalisieren kann.

Du vergleichst einen Singlehaushalt für einen Mann, der tagsüber nicht zu Hause ist, mit einem Familienhaushalt, bei dem eine Kultur und Kindheit geschaffen wird und nicht nur "satt und sauber".

Zitat von ElGatoRojo:
Die Verteiling obliegt der freien Entscheidung der Beteiligten.

Konnte Deine Frau, als sie mit Dir verheiratet war, wirklich frei entscheiden? Oder hätte eine Entscheidung gegen Carearbeit und für Erwerbsarbeit zu einer Scheidung geführt? Konnte sie sich also in Wirklichkeit nur entscheiden, entweder Mann und Kinder zu haben und dafür die Hausarbeit und Carearbeit übernehmen zu müssen, oder weiter zu arbeiten, aber unverheiratet und kinderlos oder als Solomutter?

Und fällt Dir jetzt auf, warum die Geburtenrate in Deutschland schon lange unter dem Selbsterhaltungswert liegt?

Zitat von ElGatoRojo:
Auch deine anderen Tätigkeiten machen in einer Beziehung nicht nur die Frauen.

Hat ja auch niemand behauptet. Es geht darum, den Haushalt nicht als Hobby, sondern als Aufgabe anzusehen.

Zitat von ElGatoRojo:
Und man klann sie so organisieren, das keiner der beiden sich benachteiligt fühlt.

Ja, kann man. Nichts anderes sagen die Zahlen, die ich zu Trennungsgründen und Arbeitsverteilung angeführt habe. Dass man die Arbeiten gerecht verteilen kann, steht ja außer Frage. Aber jedes Mal, wenn eine Frau Dir gegenüber anmerkt, dass eine bestimmte Verteilung nicht fair ist, behauptest Du, dass man das ja gar nicht messen könne oder solle, dass das die Paare schon klären und das kein Scheidungsgrund sein darf oder kann.
Dabei ist die Realität messbar eine andere.

Und dann kommen wir zum eigentlichen Punkt, warum "traditionelle" Männer so gegen Alleinerziehende (eigentlich ja nur alleinerziehende Mütter) auf Sozialhilfe und Arbeitsmöglichkeiten für Frauen mit Kindern sind:
Zitat von NurBen:
Wenn 37% der Singlemütter auf Sozialleistungen angewiesen sind, ist der einzige Grund warum sie nicht auf einen Mann angewiesen sind, dass wir ein soziales Auffangbecken haben.

Gäbe es das soziale Auffangbecken nicht, müssten Frauen wieder bei ihren Männern bleiben, egal wie die sich benehmen, und sich mit "Weiblichkeit" um Männer bemühen und ihnen "Respekt und Dankbarkeit" entgegen bringen, um überleben und ihre Kinder ernähren zu können.

Und diese Form der finanziellen Alleinherrschens und der damit einhergehenden Machtmöglichkeiten ist durchaus gewollt. Wer den Job hat, muss eben auch mal eine Wochenendehe haben und kann dann leider, leider keine Carearbeit übernehmen und keine Hausarbeit für andere. Derjenige mit der Care- und Hausarbeit hat hingegen nicht die Möglichkeit, sich von Montag bis Freitag nur um sich zu kümmern.

War es denn nicht auch Deine Entscheidung, Kinder zu bekommen? Wie konntest Du es dann rechtfertigen, Dich über weite Strecken nicht um sie zu kümmern? Weil Du das Geld nach Hause geschickt hast? Merkst Du den Zusammenhang zwischen bezahlter Arbeit und "Verhandlungsgeschick" bei der Carearbeit?

Zitat von ElGatoRojo:
Daher sollten sie doch schon fähig sein, ihr Beziehungs-Umfeld nach ihren Vorstellungen einzustellen.

Also Scheidung, wenn ein Mann nach Hochzeit und Kindern glaubt, weiterhin nur seinem 40-Stunden-Job mit Pendelzeit nachgehen zu müssen und Windeln, Haushalt und Fürsorge wie einem Hobby nachgehen zu können? Oder wie sonst stellt man sein Umfeld ein? Ich würde es ja zunächst mit einem sachlichen Gespräch versuchen, bei dem man auch mal alle anfallenden Arbeiten benennt und feststellt, dass gelegentliches Kochen ein Hobby ist und täglich mehrfach ein abwechslungsreiches und nährstoffreiches Essen auf dem Tisch zu stellen, eben ein Beruf und keineswegs reduzierbar mit "mal eben Dinonuggets in den Ofen" schieben. Wo bleibt denn da der Respekt und die Dankbarkeit?
Aber Du bist der Erste, der Listen über Haus- und Carearbeit lächerlich findet und messbare Daten über die reale Arbeitsverteilung unbesehen diskreditiert. Und damit bist Du sehr wahrscheinlich bei den 68% der Männer, die die Aufgaben als fair verteilt ansehen, ohne sie sich wirklich angesehen zu haben. Und Deine Frau gehört vermutlich zu den 44%, die das ebenso empfindet. Würde sie zu den 24% der Frauen gehören, die genau hingesehen und erkannt haben, dass sie stets mehr leisten müssen, weil sie nicht das Geld verdienen, wärst Du jetzt vermutlich geschieden. Und das nicht, weil Deine Frau Dich nicht mehr liebt oder Dich nicht mehr interessant genug findet oder jemand besseren gefunden hat. Sondern weil Dein Wohlstand und Deine Bequemlichkeit mehr auf ihrer Arbeit beruhen als auf Deiner eigenen.

Die Lösung für die 24% der Paare ist nicht, dass die Frauen sich gefälligst mit dem deutschen Putzmichel zufrieden geben sollen, sondern dass diese Männer ihre Bequemlichkeit aufgeben müssen und genauso viel wie Frauen werden leisten müssen.

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