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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

A
Zitat von cline:
Andere Ansichten in Schubladen einsortieren, ist aber letztlich ebensolches Klischeedenken ... finde ich.

Hier wird versucht Menschen , ungeachtet ihrer Persönlichkeit und Lebensumstände , in Normen zu pressen .
Druck , wie etwas zu sein hat mit Worten ausgeübt . Es fehlt die Individualität der Menschen berücksichtigt
.Ich bin weder Tierschützerin , noch Feministin , ich gender nicht , noch mache ich weder dieses noch jenes .
War nur zwei mal in meinem Leben im Kino , Essen gehe ich seltenst , koche nämlich in der Regel besser .

Ich bin ich , mit meiner einzigartigen Persönlichkeit und sehe andere Menschen auch in ihrer Vielfalt .
Das Leben ist bunt , wenn man seine Entfaltung nicht einschränkt und wesentlich freier .

x 3 #2806


Arev87
Zitat von Fenjal:
Natürlich geht das, warum nicht, nur, sollte man dann nicht über Carearbeit lamentieren, sondern seinen Job machen. Vor allem, wenn man über Null ...

Die Entscheidung für Familie und Care-Arbeit wird meist gemeinsam getroffen, das Risiko im Falle einer Trennung trägt am Ende aber oft eine Person allein.
Care-Arbeit ist das Fundament unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Kritik an der fehlenden Absicherung und der drohenden Altersarmut hat nichts mit ‚Lamentieren‘ zu tun, sondern ist der berechtigte Ruf nach struktureller Fairness für eine Leistung, von der die gesamte Gesellschaft profitiert

x 2 #2807


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

x 3


Fenjal
@Abendrot gerne können Frauen "nur" Hausfrauen sein, nur, wenn der Galan sich anderweitig orientiert und sie spätestens dann ohne eigenes finanzielle Fundament dastehen, etwas das bewusst hingenommen wurde, dürfen sie gerne ihre Ärmel hochkrempeln und jetzt ihr Auskommen sichern ohne nach der Gesellschaft zu rufen oder sich zu beschweren.
Dann ist nichts einzuwenden.

Zitat von Arev87:
Care-Arbeit

Leistet jeder, wo ist das Problem?
Wer bewusst auf eigenes Einkommen verzichtet,.... erwartet genau was?
Ressourcen der Solidargemeinschaft?
Wie war das mit Gleichberechtigung?

x 1 #2808


Arev87
@Fenjal
Der Gesetzgeber sieht das komplett anders.
Eine Ehe ist rechtlich eine Wirtschaftsgemeinschaft. Wenn Frauen nach einer Trennung Ansprüche geltend machen, ist das kein ‚Rufen nach der Gesellschaft‘, sondern das Einfordern ihres Anteils am gemeinsam erwirtschafteten Wohlstand. Der Partner konnte nur deshalb Karriere machen, weil sie ihm den Rücken freigehalten hat.
Zu sagen ‚Krempel halt die Ärmel hoch‘ ignoriert völlig die Realität des Arbeitsmarktes: Nach Jahren der Care-Arbeit ist der Wiedereinstieg wegen struktureller Hürden extrem schwer. Wer Kinder erzieht, zieht die Beitragszahler von morgen groß – davon profitiert die gesamte Gesellschaft. Es ist also nur fair, wenn diese Leistung im Krisenfall nicht in der Altersarmut endet

x 7 #2809


Arev87
Zitat von Fenjal:
Leistet jeder, wo ist das Problem?
Wer bewusst auf eigenes Einkommen verzichtet,.... erwartet genau was?
Ressourcen der Solidargemeinschaft?
Wie war das mit Gleichberechtigung?

Den normalen Feierabend-Haushalt eines Singles mit der Vollzeit-Betreuung von Kindern oder der Pflege von Angehörigen gleichzusetzen, verkennt die Realität völlig. Das eine ist Alltag, das andere ein Fulltime-Job, der die Basis unserer Gesellschaft sichert.
Wer Kinder großzieht, investiert in die Zukunft der gesamten Solidargemeinschaft – denn diese Kinder zahlen später die Renten für uns alle. Echte Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass jeder exakt dasselbe tun muss, sondern dass die unbezahlte Care-Arbeit in einer Partnerschaft und von der Gesellschaft genauso wertgeschätzt und abgesichert wird wie die bezahlte Erwerbsarbeit. Alles andere ist keine Gleichberechtigung, sondern die Ausbeutung derjenigen, die den Laden im Hintergrund am Laufen halten

x 6 #2810


Fenjal
@Arev87 geschenkt Frau, diese deine Denke ist nicht meine Welt.
Zwischen uns liegen Welten und eine Diskussion führt zu nichts.
Rentenbeiträge von KI und Robotik, bringen dich nicht nach vorne,... selbst seinen Beutel füllen ist die Ansage.
Wenn du glaubst andere sollten dein finanzielles Fundament sichern?
Man wird sehen wie lang dein Hemd sein wird.

#2811


Arev87
@Fenjal Da hast du recht: Eine Diskussion führt zu nichts, wenn jemand das Konzept einer familiären Wirtschaftsgemeinschaft mit Schmarotzertum verwechselt. Keine Sorge um mein finanzielles Fundament – das ist gut abgesichert, ganz ohne Roboter. Schönen Tag dir noch in deiner Welt!

x 3 #2812


Fenjal
@Arev87 danke, dir ebenfalls.
Übrigens jahrelang? zu Hause zu sein, ohne eigene Erwebstätigkeit aufzubauen, sollte sich nicht wundern dann auf den Wind angewiesen zu sein, denn hier wird erwartet, dass plötzlich von aussen ein Einkommen herbeifliegt.
Mir ist derartiges Denken fremd und völlig unbegreiflich.

#2813


Arev87
Zitat von Fenjal:
@Arev87 danke, dir ebenfalls. Übrigens jahrelang? zu Hause zu sein, ohne eigene Erwebstätigkeit aufzubauen, sollte sich nicht wundern dann auf den ...

Es ist völlig okay, wenn dir das unbegreiflich ist. Man muss ja nicht alles verstehen, was außerhalb des eigenen Tellerrands passiert 😉.
Schönen Tag dir noch!

#2814


Blind-Meg
Zitat von cline:
Andere Ansichten in Schubladen einsortieren, ist aber letztlich ebensolches Klischeedenken ... finde ich.

Über die Ansichten hab ich aber keine Wertung abgegeben.
Für mich sind lediglich die Einteilung in geschlechtstypische Eigenschaften oder das Modewort "Polarität" alte Klischees in neuen Gewändern.

x 2 #2815


NurBen
Zitat von Blind-Meg:
Was ist denn daran so witzig?
Wie kann man denn bitte gegen Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Abschaffung struktureller Benachteiligung sein?

Ich bin da nicht gegen. Ich bin lediglich gegen Cherry-Picking.
Gleichberechtigung ist nunmal keine Einbahnstraße. Und so wie es strukturelle Benachteiligung bei Frauen gibt, so gibt es strukturelle Benachteiligungen bei Männern. Wie ich bereits mehrmals gesagt habe: Jedes Geschlecht hat seine Vor- und Nachteile.

Was ich persönlich an der Geschichte "witzig" finde ist, dass sie es selbst nicht merken, wie und warum sie sich selbst abschaffen. Verzweifelt versuchen sie weiterhin das Problem beim "Patriarchat" oder dem "bösen weißen Mann" zu suchen... aber bloß nicht bei sich selbst.

Sind wir ehrlich, dass Frauen da stehen wo sie jetzt stehen, haben sie nicht alleine geschafft. Das haben sie geschafft, weil es Männer gab, die sie unterstützt haben. Vor allem Männer in Machtpositionen.

Diese Generation von Feministinnen zeigt aber Männern die eine "Machtposition" bekleiden oder später im Leben bekleiden werden, den Mittelfinger.
Zeitgleich beschneidet die Regierung die Rechte von Männern, junge Männer fallen beim Bildungssystem hinten runter, etc...
Und nachdem diesen jungen Männer jahrelang die Gleichberechtigung der Frau eingeprügelt wurde, merken sie wie es um ihre Gleichberechtigung und Unterstützung steht.

Also fehlt nicht nur die Unterstützung, die Probleme (junger) Männer werden auch noch relativiert und oben drauf kommt ein Stinkefinger.

Dazu kommen dann noch Aktionen wie Metoo, Men-vs-Bear, etc.. Anstatt zu merken, dass jeder solcher Aktionen ein weiterer Sargnagel für den Feminismus bedeutet, meinen sie, dass sie damit etwas positives für den Feminismus machen, wenn sie ihre Verbünteten in einer Schublade mit irgendwelchen Triebtätern stecken.

Im Grunde ist das Problem nicht, dass wir bösen mächtigen weißen Männern euch eure Rechte nehmen oder euch unterdrücken wollen.... dass Problem ist, dass diese Unterstützung wegbricht.
Was ja eine normale Reaktion ist, wenn man Verbündete als Feind deklariert.

Ich mein, spätestens wenn Leute aus den eigenen Reihen das Boot verlassen, nach dem Motto "Damit will ich nichts mehr zu tun haben." sollte es halt zu denken geben.

x 2 #2816


ElGatoRojo
Zitat von NurBen:
Sind wir ehrlich, dass Frauen da stehen wo sie jetzt stehen, haben sie nicht alleine geschafft. Das haben sie geschafft, weil es Männer gab, die sie unterstützt haben. Vor allem Männer in Machtpositionen.

.... spätestens beginnend mit 1918 - Frauenwahlrecht und 8-Stunden-Tag usw. usw.

Zitat von NurBen:
Diese Generation von Feministinnen zeigt aber Männern die eine "Machtposition" bekleiden oder später im Leben bekleiden werden, den Mittelfinger.

Dieser strategische Fehler wurde hier ja bereits mehrfach erwähnt - dringt aber als Erkenntis noch nicht bis ins Feministen-Bewußtsein hinein = ein Palmström-Syndrom

#2817


Arev87
Zitat von NurBen:
Ich bin da nicht gegen. Ich bin lediglich gegen Cherry-Picking. Gleichberechtigung ist nunmal keine Einbahnstraße. Und so wie es strukturelle ...

Das ist eine massive Verdrehung der Geschichte. Kein einziges Recht – weder das Wahlrecht, das Recht auf ein eigenes Bankkonto noch die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe – wurde Frauen von gütigen Männern als „Geschenk“ überreicht. Frauen mussten diese Rechte über Jahrzehnte hinweg gegen erbitterten Widerstand der männlichen Mehrheit in der Politik erkämpfen (durch Proteste, Hungerstreiks und jahrzehntelange politische Arbeit). Dass am Ende Männer in Machtpositionen die Gesetze unterschreiben mussten, liegt schlicht daran, dass Frauen per Gesetz von diesen Positionen ausgeschlossen waren. Das als „männliche Unterstützung“ zu verkaufen, ist paternalistisch.

Gleichberechtigung ist kein Gutschein, den man Frauen wieder entziehen kann, wenn sie nicht ‚dankbar‘ genug sind oder auf Missstände wie sexuelle Gewalt (#MeToo) aufmerksam machen. Bei diesen Debatten geht es nicht um Männerhass, sondern um die Sicherheit von Frauen. Wer Solidarität davon abhängig macht, dass Frauen gefälligst den Ball flach halten, hat das Konzept von universellen Menschenrechten nicht verstanden.

Es stimmt, dass Jungen im aktuellen Schulsystem statistisch oft schlechtere Noten schreiben. Aber: Das ist kein Resultat des Feminismus! Tatsächlich sind es gerade feministische Geschlechterstudien, die erforschen, warum starre Rollenbilder (wie „Jungs müssen wild sein und dürfen keine Schwäche zeigen“) Jungen in der Schule schaden. Feminismus will patriarchale Rollenbilder für beide Seiten aufbrechen. Zu behaupten, die Regierung würde die Rechte von Männern „beschneiden“, ist eine haltlose Verschwörungserzählung – Gleichberechtigung für Frauen bedeutet nicht weniger Rechte für Männer, sondern ein faires Spielfeld für alle.

x 8 #2818


P
Zitat von NurBen:
Sind wir ehrlich, dass Frauen da stehen wo sie jetzt stehen, haben sie nicht alleine geschafft. Das haben sie geschafft, weil es Männer gab, die sie unterstützt haben. Vor allem Männer in Machtpositionen.

Diese Generation von Feministinnen zeigt aber Männern die eine "Machtposition" bekleiden oder später im Leben bekleiden werden, den Mittelfinger.
Zeitgleich beschneidet die Regierung die Rechte von Männern, junge Männer fallen beim Bildungssystem hinten runter, etc...
Und nachdem diesen jungen Männer jahrelang die Gleichberechtigung der Frau eingeprügelt wurde, merken sie wie es um ihre Gleichberechtigung und Unterstützung steht.

Also fehlt nicht nur die Unterstützung, die Probleme (junger) Männer werden auch noch relativiert und oben drauf kommt ein Stinkefinger.

Es ist interessant, dass du mehr Differenzierung für Männer einforderst, Frauen und Feministinnen aber gleichzeitig über einen Kamm scherst.
Ich finde solche Pauschalisierungen schwierig. Du sprichst von "den Feministinnen", als wäre das eine homogene Gruppe mit einer einzigen Meinung. Das entspricht aber nicht der Realität.
Ja, gesellschaftliche Veränderungen wurden auch von Männern unterstützt – insbesondere von denen, die politische Macht hatten. Das schmälert aber nicht die jahrzehntelange Arbeit der Frauen, die für ihre Rechte gekämpft haben. Ohne diesen Druck hätte sich vermutlich auch politisch wenig bewegt.
Und genauso wenig hilft es, heute alle Probleme junger Männer pauschal dem Feminismus zuzuschreiben. Das Bildungswesen, die Arbeitswelt oder gesellschaftliche Erwartungen sind deutlich komplexer. Wer differenziertes Denken einfordert, sollte es auch selbst anwenden. Schade eigentlich. Denn so, wie ich dich bislang gelesen habe, kannst du deutlich differenzierter argumentieren. Es sei denn, das Ziel war eher die Provokation als die Diskussion.

x 5 #2819


Worrior
@NurBen
Es ist erschreckend wie diese Gesellschaft unerfahrene junge Männer mit dem Ehe und Familienvirus anfixt.
Niemand erzählt ihnen dass der Deal sich in den letzten 40 Jahren geändert hat.
Die Vertragsbedingungen wurden einseitig geändert.
Rücktrittsrechte müssen teuer erkauft werden.
Niemand macht sich die Mühe sich mit diesen Männern und einem Taschenrechner an einen Tisch zu setzen und die Rechnung aufzumachen
Männer sollen performen, gesellsxhaftliche Verantwortung übernehmen wie in den 50igern.
Der Pflichtenkatalog steigt, doch im Gegenzug gibt es nichts verbindliches, keinerlei Gegenleistung.
Denn diese ist optional und jederzeit wiederrufbar.
Wer würde so einen Deal real eingehen?
Deshalb Männer, lernt rechnen.
Was kriegt ihr für euere Investitionen, nicht nur materiell?
Ihr kriegt einen Traum verkauft den es so nicht gibt.
Lest hier genau mit!

Geht die Sache gut ist alles ok.
Doch denkt daran, ihr setzt alles für eine 50 : 50 Chance.
Würde man real alles auf eine 50 : 50 Chance setzten?

Geht der Deal schief seit ihr die nächste 20 Jahre am A..... , weg vom Spielfeld, ein Geist.
Wenn ihr euer Elternhaus das ihr libevoll aufgewertet habt, für die Familie, nicht verlieten wollt, weil zum neuen Wert plötzlich alles halb/halb geht, dann passt gut auf.

Ehevertrag, ansonsten keine Ehe und Verträge sollte man in Friedenszeiten schließen.

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