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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

ElGatoRojo
Zitat von Arev87:
Kein einziges Recht – weder das Wahlrecht, das Recht auf ein eigenes Bankkonto noch die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe – wurde Frauen von gütigen Männern als „Geschenk“ überreicht. Frauen mussten diese Rechte über Jahrzehnte hinweg gegen erbitterten Widerstand der männlichen Mehrheit in der Politik erkämpfen (durch Proteste, Hungerstreiks und jahrzehntelange politische Arbeit).

Wie - denkst du - ist denn das gleiche Recht für alle und sind die demokratischen Errungenschaften hier entstanden, in denen du jetzt leben kannst. Das war ein jahrhundertelanger geduldiger Prozeß von Fortschritt und Teilerfolg im Kampf um die Menschenrechte, den auch und gerade Männer von Anfang an und oft genug mit Lebensgefahr oder Todesfolge ausgeführt haben. In zwei Wochen wird das wieder - wie jedes Jahr - in Frankreich groß gefeiert, wenn auch schon über 237 Jahre her.

Da stehen alle wild gestikulierenden Feministinnen auf der Schulter von Riesen. Was nicht ihre Ziele diskreditieren soll, aber den Anspruch der ungeheuren Sofort-Wichtigkeit. Sucht euch Verbündete statt herumzugröhlen.

x 1 #2821


Arev87
Zitat von ElGatoRojo:
Das war ein jahrhundertelanger geduldiger Prozeß von Fortschritt und Teilerfolg im Kampf um die Menschenrechte, den auch und gerade Männer von Anfang an und oft genug mit Lebensgefahr oder Todesfolge ausgeführt haben. In zwei Wochen wird das wieder - wie jedes Jahr - in Frankreich groß gefeiert, wenn auch schon über 237 Jahre her.

Das ist historisch schlicht falsch. Die französische „Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte“ galt nur für Männer. Als die Frauenrechtlerin Olympe de Gouges 1791 die „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ veröffentlichte und gleiche Rechte einforderte, wurde sie von den männlichen Revolutionären ignoriert und 1793 unter der Guillotine hingerichtet. Die „Riesen“, von denen der du sprichst, haben Frauen aktiv geköpft und unterdrückt, als diese Freiheit und Gleichheit für sich einforderten.

Nur weil frühere Generationen (Männer wie Frauen) fundamentale demokratische Rechte erkämpft haben, bedeutet das nicht, dass heutige Generationen den Mund halten und mit dem Status quo zufrieden sein müssen. Ungerechtigkeiten im Hier und Jetzt (wie Altersarmut durch Care-Arbeit, der Gender Pay Gap oder Gewalt gegen Frauen) werden nicht dadurch besser, dass vor über 200 Jahren der Adel in Frankreich gestürzt wurde. Fortschritt ist kein abgeschlossenes Event, sondern ein fortlaufender Prozess.

Zitat von ElGatoRojo:
Feministinnen auf der Schulter von Riesen. Was nicht ihre Ziele diskreditieren soll, aber den Anspruch der ungeheuren Sofort-Wichtigkeit. Sucht euch Verbündete statt herumzugröhlen

Es geht hier auch nicht um ‚Herumgegröhle‘, sondern um handfeste Missstände im Jahr 2026 – wie die drohende Altersarmut bei Frauen durch unbezahlte Care-Arbeit. Wer sachliche Kritik an gesellschaftlichen Strukturen als ‚wildes Gestikulieren‘ abtut, betreibt bloß Tone Policing, um sich nicht mit den eigentlichen Argumenten auseinandersetzen zu müssen. Wer heute für Gleichberechtigung kämpft, führt genau den historischen Prozess fort, von dem du sprichst

x 1 #2822


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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Fenjal
Zitat von Arev87:
Frauen mussten diese Rechte über Jahrzehnte hinweg gegen erbitterten Widerstand der männlichen Mehrheit in der Politik erkämpfen (durch Proteste, Hungerstreiks und jahrzehntelange politische Arbeit).


Zitat von Arev87:
Gleichberechtigung ist kein Gutschein, den man Frauen wieder entziehen kann

Gerade du ruderst doch zurück.
Hofierst die Abhängigkeit der Frau vom Gatten.
Fehlende Erwerbstätigkeit bringt Frauen in die Altersarmut.
Warum teilen sich Frau und Mann nicht die Care- und Sorgearbeit?
Somit können beide erwerbstätig und somit gleichberechtigt sein, darum geht es u.a.
Warum soll oft die Frau in TZ arbeiten?
Wer wirklich Feminismus auf der Fahne stehen hat, der hockt nicht jahrelang nur zwischen Babybrei, Kochtopf und Waschmaschine, solche Zeiten sollten längst vorbei sein.
Wer soll Carearbeit zahlen?
Wenn, dann die Galane, denn ich habe ebenfalls genug Carearbeit und wenn Steuermittel hier herangezogen werden sollten,..... dann steht jedem Haushalt dieses Entgeld zu.

#2823


A
Zitat von Arev87:
Das ist historisch schlicht falsch. Die französische „Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte“ galt nur für Männer. Als die Frauenrechtlerin Olympe de Gouges 1791 die „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ veröffentlichte und gleiche Rechte einforderte, wurde sie von den männlichen ...

Dir stimme ich zu .
Du verfängst dich nicht in kleinlichem Feminismus , sondern erwähnst wirklich akute Probleme .

#2824


Arev87
Zitat von Worrior:
@NurBen Es ist erschreckend wie diese Gesellschaft unerfahrene junge Männer mit dem Ehe und Familienvirus anfixt. Niemand erzählt ihnen dass der ...

Deine juristischen Horror-Szenarien halten einer rechtlichen Prüfung nicht stand. Bei der gesetzlichen Zugewingemeinschaft verliert niemand sein mitgebrachtes Elternhaus – es wird bei einer Scheidung lediglich der Wertzuwachs geteilt, der während der Ehe gemeinsam erwirtschaftet wurde. Und das ist auch völlig korrekt so.
Wer den Taschenrechner herausholt, sollte alle Zahlen eintragen: Das größte finanzielle Risiko trägt bei der Familienplanung statistisch immer noch die Frau. Sie pausiert im Beruf, verliert Karrierechancen und baut Rentenlücken auf, während der Mann seine Erwerbsbiografie nahtlos fortsetzen kann. Eine Ehe ist kein einseitiges Geschäft, bei dem der Mann der Investor und die Frau das Risiko ist. Beide investieren – der eine Geld, der andere Lebenszeit und Care-Arbeit.
In einem Punkt hast du allerdings recht: Verträge sollte man in Friedenszeiten schließen. Ein Ehevertrag ist eine super Sache – aber um beide Partner fair abzusichern, anstatt die Ehe als feindliche Übernahme zu betrachten.

Wenn man eure eiskalte Taschenrechner-Logik mal zu Ende denkt, wird es richtig amüsant: Wenn Frauen das finanzielle Risiko und die unbezahlte Care-Arbeit verständlicherweise zu hoch werden und sie kollektiv beschließen, einfach keine Kinder mehr zu bekommen, um bloß unabhängig zu bleiben – was passiert dann?
Dann bricht in einer Generation unser komplettes Renten-, Pflege- und Wirtschaftssystem zusammen. Dann nützt es auch dem ‚schlausten‘ Mann nichts, wenn er jahrzehntelangs stur ‚seinen eigenen Beutel gefüllt‘ hat. Denn bedrucktes Papier pflegt euch im Alter nicht und Roboter zahlen keine Steuern.
Wer Kindererziehung und familiäre Absprachen als ‚unternehmerisches Risiko‘ oder gar Schmarotzertum der Frau abstempelt, vergisst, dass wir alle von den Kindern von heute als Beitragszahler von morgen leben. Die faire Absicherung von Care-Arbeit bei einer Trennung ist kein Almosen, sondern schlichte Existenzsicherung für die Zukunft dieser Gesellschaft. Aber klar, träumt ruhig weiter vom unendlichen Wohlstand in einer aussterbenden Ellenbogen-Gemeinschaft! 😉

x 5 #2825


Fenjal
@Arev87
Zitat von Arev87:
Sie pausiert im Beruf, verliert Karrierechancen und baut Rentenlücken auf, während der Mann seine Erwerbsbiografie nahtlos fortsetzen kann. Eine Ehe ist kein einseitiges Geschäft, bei dem der Mann der Investor und die Frau das Risiko ist. Beide investieren – der eine Geld, der andere Lebenszeit und Care-Arbeit.

In welchem Gesetz findet sich 👆 dieser Absatz?

#2826


Arev87
Zitat von Fenjal:
@Arev87 In welchem Gesetz findet sich 👆 dieser Absatz?

Der Absatz oben beschreibt die logische und wirtschaftliche Realität, aber wenn du die juristische Verankerung suchst, bitteschön:
Schau mal in § 1356 BGB (Führung des Haushalts, Erwerbstätigkeit). Dort ist gesetzlich geregelt, dass die Haushaltsführung im gegenseitigen Einvernehmen bestimmt wird und der Partner, der den Haushalt führt, seine Pflicht durch Arbeit im Haus erfüllt.
Und genau deshalb gibt es bei einer Scheidung den Versorgungsausgleich (VersAusglG) und den Zugewinnausgleich (§ 1363 BGB). Der Gesetzgeber hat diese Gesetze nämlich genau aus dem Grund geschaffen, um die von mir beschriebenen Rentenlücken und Karriereverluste des Care-Partners fair auszugleichen.
Die Gesetze an sich musst du also nicht neu erfinden – sie schützen genau dieses Lebensmodell, auch wenn es deiner persönlichen Weltanschauung widerspricht. 😉

x 1 #2827


Fenjal
Meines Wissens ist Elternzeit teilbar.
Wer allerdings diese Zeit komplett für sich beansprucht sollte auch die Konseqzenzen tragen und nicht nach außen lamentieren.
Warum wird die von dir geschilderte Ungleichverteilung der Sorgearbeit nicht offengelegt.
Es braucht eine gerechtere Aufteilung, ständiges Lamentieren, Opferhaltung, ist kein fairer Ausweg.
Eheschließungen gehen zurück, Männer sind nicht nur Versorger und Frauen keine Nur Kümmerer, genau das sollte doch endlich auf den biologischen Festplatten abgespeichert werden.

x 1 #2828


Worrior
@Arev87
Lassen wir doch mal den schnöden Mammon weg.
Immer dieses Geld, es kommt und geht, es ist valide, es ist ersetzlich.

Mann und Frau lernen sich kennen, verlieben sich, sie heiraten, kriegen Kinder, Eigenheim, spielen irgendwann mit ihren Enkeln und leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage.
So verkauft es die Gesellschaft, Disney und Hollywood und wenn man(n) Glück hat dann läuft es so.
Er hat eine Frau die Wärme, Frieden und Feminität in sein Leben bringt und dafür ist er beteit alles zu tun.

Klappt aber meistens nicht so.
Spätestens, wenn nicht schon früher, hat er Drama und Gedöhns in der Bude, premenstrual und hormonbedingte Nörgelei und Unzufriedenheit und Feminismusgeschwafel.
Meist unterstrichen mit Affären, Depressionen, Kindheitstraumatas, usw.
Sie hält sich immer noch für die Prinzessin und ist der Meinung dass der Insta- und Facebook-Lifestyle doch eigentlich ihr zustehen müsste.
"Ich hab doch mehr vom Leben vwrdient, das kann doch nicht alles sein?"
Den Rest erledigen irgendwelche Klangschalen-Evas, denn "das innere Kind muss Heinat finden" oder "erkenne dich selbst, entdecke die Königin in dir."
Das Erwachen folgt doch dann ist es für Erwin zu spät, bis dahin wurde er längst kaltgestellt.

2/3 aller Scheidungen sollen von Frauen eingereicht werden, behaupten böse Zungen.

#2829


NurBen
Zitat von Arev87:
Das als „männliche Unterstützung“ zu verkaufen, ist paternalistisch.

Mein Argument war, dass sie es ohne diese Unterstützung eben nicht geklappt hätte und nicht dass es ein "großzügiges Geschenk der Männerwelt" war. Wenn du wissen willst, wie es ohne Unterstützung aussieht, brauchst du doch nur ein paar Länder weiter in den Osten schauen.

Zitat von Arev87:
Gleichberechtigung ist kein Gutschein, den man Frauen wieder entziehen kann, wenn sie nicht ‚dankbar‘ genug sind oder auf Missstände wie sexuelle Gewalt (#MeToo) aufmerksam machen.

Sicher darf man das. Das Problem war, dass ein ernstes Thema schnell ins Absurde gerutscht ist.
Bspw. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz oder gar sexuelle Gewalt ist für mich ein ganz anderes Kaliber als "Ich habe unerwünschte Komplimente auf der Straße bekommen." Und DAS war im Endeffekt auch das, was der Diskussion die Ernsthaftigkeit und letzten Endes das Genick gebrochen hat.

Völlig absurd wurde es ja dann mit der "Men vs Bear" Debatte.
Zitat von Arev87:
Bei diesen Debatten geht es nicht um Männerhass, sondern um die Sicherheit von Frauen. Wer Solidarität davon abhängig macht, dass Frauen gefälligst den Ball flach halten, hat das Konzept von universellen Menschenrechten nicht verstanden.

Wird nicht das gleiche von feministischer Seite gemacht!? Also wenn ich erwähne, dass Männer doppelt so häufig Gewaltopfer sind, wird doch das gleiche gemacht. Sprich:"Ja aber die Täter sind ja Männer"... als wenn es für ein Opfer von Gewalt eine Rolle spielt von welchen Geschlecht es abgestochen wurde.
Zitat von Arev87:
Es stimmt, dass Jungen im aktuellen Schulsystem statistisch oft schlechtere Noten schreiben. Aber: Das ist kein Resultat des Feminismus!

Darauf wollte ich auch nicht hinaus. Sondern das es eine strukturelle Benachteiligung junger Männer ist.
Zitat von Arev87:
Feminismus will patriarchale Rollenbilder für beide Seiten aufbrechen.

Wie ich sagte, das Problem ist nun mal das "Cherry-Picking". Sie wollen die Benefits aber nicht die Verantwortung. Gleiche Rechte und Chancen aber keine Pflichten.
Und von diesen "Cherry-Picker" habt ihr leider zu viele.

Die, die Feminismus predigen wo es ihnen dienlich ist, aber an traditionellen Strukturen festhalten, wo es ihn dienlich ist.
Dating und Partnerwahl ist wohl das offensichtlichste Beispiel.
Mich würde ja mal interessieren, wie viele von den selbsternannten starken unabhängigen Femistinnen der Hauptverdiener in der Beziehung ist. Wie viele von den Feministinnen denn einen Hausmann zu Hause haben oder der halbtags arbeitet um sich um die Kinder zu kümmern.

Oder die Feministinnen die predigen "Man muss die Geschlechterrollen aufbrechen... der Mann muss nicht immer groß und stark sein"... dann aber sagen "Der Mann sollte schon größer als ich sein."
Zitat von Arev87:
Zu behaupten, die Regierung würde die Rechte von Männern „beschneiden“, ist eine haltlose Verschwörungserzählung

Naja, die ganze Wehrdienstgeschichte betrifft doch nur Männer.
Zitat von Arev87:
Gleichberechtigung für Frauen bedeutet nicht weniger Rechte für Männer, sondern ein faires Spielfeld für alle.

Habe ich nicht behauptet. Ich habe behauptet, dass Gleichberechtigung keine Einbahnstraße ist und dass jedes Geschlecht seine Vor- und Nachteile hat. Und für die Nachteile die man(n) hat, gebe ich auch nicht den Feminismus die Schuld.
Zitat von Prachtspiere:
Du sprichst von "den Feministinnen", als wäre das eine homogene Gruppe mit einer einzigen Meinung. Das entspricht aber nicht der Realität.

Gebe ich dir Recht. Ich meine aber vor allem die "Cherry-Picker" und die "Lauten"

Zitat von Prachtspiere:
Und genauso wenig hilft es, heute alle Probleme junger Männer pauschal dem Feminismus zuzuschreiben.

Nochmal, ich gebe nicht dem Feminismus die Schuld, sondern sehe lediglich eine strukturelle Benachteiligung für junge Männer.

#2830


Arev87
Zitat von Fenjal:
Meines Wissens ist Elternzeit teilbar.
Wer allerdings diese Zeit komplett für sich beansprucht sollte auch die Konseqzenzen tragen und nicht nach außen lamentieren.
Warum wird die von dir geschilderte Ungleichverteilung der Sorgearbeit nicht offengelegt.
Es braucht eine gerechtere Aufteilung, ständiges Lamentieren, Opferhaltung, ist kein fairer Ausweg.
Eheschließungen gehen zurück, Männer sind nicht nur Versorger und Frauen keine Nur Kümmerer, genau das sollte doch endlich auf den biologischen Festplatten abgespeichert werden.

Natürlich ist Elternzeit teilbar. Dass sie oft nicht 50:50 geteilt wird, liegt aber selten an mangelndem Willen, sondern an handfesten ökonomischen Realitäten wie dem Gender Pay Gap – Familien entscheiden sich nun mal oft dafür, das höhere Einkommen des Mannes abzusichern. Das ist keine ‚Opferhaltung‘, sondern schlichte Mathematik.
Und genau weil es eine gemeinsame Entscheidung der Partner ist, regelt das Gesetz (das du vorhin noch gesucht hast) die Konsequenzen im Falle einer Trennung über den Versorgungs- und Zugewinnausgleich. Du widersprichst dir selbst: Du forderst eine gerechtere Aufteilung und das Aufbrechen alter Rollenbilder, stempelst aber das gesetzliche Sicherheitsnetz, das Frauen genau vor den finanziellen Risiken dieser alten Rollenbilder schützt, als Schmarotzertum ab. Man kann nicht das Problem anprangern, aber gleichzeitig die Lösung bekämpfen.

#2831


Arev87
Zitat von NurBen:
Mein Argument war, dass sie es ohne diese Unterstützung eben nicht geklappt hätte und nicht dass es ein "großzügiges Geschenk der ...

Du wirfst Feministinnen ‚Cherry-Picking‘ vor, begehst dabei aber einen massiven Denkfehler nach dem anderen:
Dating ist keine Politik:

Politische, rechtliche und wirtschaftliche Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt und im Gesetz mit privaten, psychologischen Dating-Präferenzen („Der Mann soll größer sein“) gleichzusetzen, ist ein klassischer Kategorienfehler. Private Anziehungskraft ist kein feministisches Parteiprogramm.

Die Wehrpflicht-Mücke: Dass die Wehrpflicht historisch nur Männer betraf, ist kein Produkt des Feminismus, sondern das Paradebeispiel des alten Patriarchats, das Männer als Soldaten und Frauen als Gebärmaschinen definiert hat. Genau diese starren Rollenbilder bekämpft der Feminismus. Jede konsequente Feministin befürwortet die Abschaffung einer rein männlichen Wehrpflicht.

Verharmlosung von Gewalt: Das Herbeireden von #MeToo als Debatte über ‚unerwünschte Komplimente‘ verharmlost den Kern der Sache. Es ging und geht um Machtmissbrauch, strukturelle sexuelle Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz.
Zu behaupten, Feministinnen wollten ‚nur die Benefits, aber keine Pflichten‘, ignoriert die Realität: Frauen fordern keine Privilegien, sondern ein faires Spielfeld ohne strukturelle Benachteiligung. Wer das als Bedrohung wahrnimmt, verwechselt den Verlust von alten Privilegien mit Unterdrückung.

x 1 #2832


C
Zitat von Arev87:
Familien entscheiden sich nun mal oft dafür, das höhere Einkommen des Mannes abzusichern. Das ist keine ‚Opferhaltung‘, sondern schlichte Mathematik.

Das ist für viele Frauen eine schlechte Mathematik und zu kurzfristig gedacht. Bei Trennung und Scheidung steht der Mann dann logischerweise finanziell an besserer Position. Würde Frau langfristig denken, wäre ihr daran gelegen ihren Job eben nicht für zig Jahre an den Nagel zu hängen.

#2833


A
Zitat von Fenjal:
Meines Wissens ist Elternzeit teilbar. Wer allerdings diese Zeit komplett für sich beansprucht sollte auch die Konseqzenzen tragen und nicht nach außen lamentieren. Warum wird die von dir geschilderte Ungleichverteilung der Sorgearbeit nicht offengelegt. Es braucht eine gerechtere Aufteilung, ständiges Lamentieren, ...

Weil wir der Tierwelt noch näher sind , als du es dir anscheinend vorstellen kannst .
Wir säugen auch noch unsere Kinder und haben in der Regel eine andere Bindung zu den kleinen Kindern als Väter .
Noch dazu haben wir die Kinder 9 Monate ausgetragen
Wir haben das Bedürfniss sie zu versorgen , wie deine Wildtiermütter im Wald.
Die Instinkte funtionieren noch und sollen durch einen kaltherzigen Verstand ausgeblendet werden ?

Dabei sind die ausgeschütteten Hormone nicht außer acht zu lassen .Wir sind doch Menschen und keine Roboter.
Wir sind liebende Wesen , zugewandt und das Beste unseren Kindern wünschend , zumindest in den meisten Fällen .

#2834


A


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