Zitat von Arev87: Das als „männliche Unterstützung“ zu verkaufen, ist paternalistisch.
Mein Argument war, dass sie es ohne diese Unterstützung eben nicht geklappt hätte und nicht dass es ein "großzügiges Geschenk der Männerwelt" war. Wenn du wissen willst, wie es ohne Unterstützung aussieht, brauchst du doch nur ein paar Länder weiter in den Osten schauen.
Zitat von Arev87: Gleichberechtigung ist kein Gutschein, den man Frauen wieder entziehen kann, wenn sie nicht ‚dankbar‘ genug sind oder auf Missstände wie sexuelle Gewalt (#MeToo) aufmerksam machen.
Sicher darf man das. Das Problem war, dass ein ernstes Thema schnell ins Absurde gerutscht ist.
Bspw. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz oder gar sexuelle Gewalt ist für mich ein ganz anderes Kaliber als "Ich habe unerwünschte Komplimente auf der Straße bekommen." Und DAS war im Endeffekt auch das, was der Diskussion die Ernsthaftigkeit und letzten Endes das Genick gebrochen hat.
Völlig absurd wurde es ja dann mit der "Men vs Bear" Debatte.
Zitat von Arev87: Bei diesen Debatten geht es nicht um Männerhass, sondern um die Sicherheit von Frauen. Wer Solidarität davon abhängig macht, dass Frauen gefälligst den Ball flach halten, hat das Konzept von universellen Menschenrechten nicht verstanden.
Wird nicht das gleiche von feministischer Seite gemacht!? Also wenn ich erwähne, dass Männer doppelt so häufig Gewaltopfer sind, wird doch das gleiche gemacht. Sprich:"Ja aber die Täter sind ja Männer"... als wenn es für ein Opfer von Gewalt eine Rolle spielt von welchen Geschlecht es abgestochen wurde.
Zitat von Arev87: Es stimmt, dass Jungen im aktuellen Schulsystem statistisch oft schlechtere Noten schreiben. Aber: Das ist kein Resultat des Feminismus!
Darauf wollte ich auch nicht hinaus. Sondern das es eine strukturelle Benachteiligung junger Männer ist.
Zitat von Arev87: Feminismus will patriarchale Rollenbilder für beide Seiten aufbrechen.
Wie ich sagte, das Problem ist nun mal das "Cherry-Picking". Sie wollen die Benefits aber nicht die Verantwortung. Gleiche Rechte und Chancen aber keine Pflichten.
Und von diesen "Cherry-Picker" habt ihr leider zu viele.
Die, die Feminismus predigen wo es ihnen dienlich ist, aber an traditionellen Strukturen festhalten, wo es ihn dienlich ist.
Dating und Partnerwahl ist wohl das offensichtlichste Beispiel.
Mich würde ja mal interessieren, wie viele von den selbsternannten starken unabhängigen Femistinnen der Hauptverdiener in der Beziehung ist. Wie viele von den Feministinnen denn einen Hausmann zu Hause haben oder der halbtags arbeitet um sich um die Kinder zu kümmern.
Oder die Feministinnen die predigen "Man muss die Geschlechterrollen aufbrechen... der Mann muss nicht immer groß und stark sein"... dann aber sagen "Der Mann sollte schon größer als ich sein."
Zitat von Arev87: Zu behaupten, die Regierung würde die Rechte von Männern „beschneiden“, ist eine haltlose Verschwörungserzählung
Naja, die ganze Wehrdienstgeschichte betrifft doch nur Männer.
Zitat von Arev87: Gleichberechtigung für Frauen bedeutet nicht weniger Rechte für Männer, sondern ein faires Spielfeld für alle.
Habe ich nicht behauptet. Ich habe behauptet, dass Gleichberechtigung keine Einbahnstraße ist und dass jedes Geschlecht seine Vor- und Nachteile hat. Und für die Nachteile die man(n) hat, gebe ich auch nicht den Feminismus die Schuld.
Zitat von Prachtspiere: Du sprichst von "den Feministinnen", als wäre das eine homogene Gruppe mit einer einzigen Meinung. Das entspricht aber nicht der Realität.
Gebe ich dir Recht. Ich meine aber vor allem die "Cherry-Picker" und die "Lauten"
Zitat von Prachtspiere: Und genauso wenig hilft es, heute alle Probleme junger Männer pauschal dem Feminismus zuzuschreiben.
Nochmal, ich gebe nicht dem Feminismus die Schuld, sondern sehe lediglich eine strukturelle Benachteiligung für junge Männer.