Zitat von Fenjal: jemanden zu lieben, bedeutet ihn mit all seinen Unzulänglichkeiten anzunehmen, ihm zu vertrauen, ihn sein lassen zu können und zu Wissen, dass er bei mir bleibt, ohne dass ihn eine Unterschrift, eine Verpflichtung, das Haus, Kinder, die Nachbarschaft, sprich Verlustangst an die Kette legen.
Er bleibt bei mir, weil er es möchte und nicht, weil er glaubt es zu müssen.
Nur, das verstehen Kettenanleger nicht.
Gott, welch Abwertung und Einseitigkeit.
Liebe und Freiheit schließen Verantwortung und Verbindlichkeit nicht aus. Ein Mensch kann seinen Partner vollkommen freiwillig lieben und sich gerade deshalb dafür entscheiden, Verantwortung für ihn, für gemeinsame Kinder und für eine gemeinsame Zukunft zu übernehmen. Das ist keine „Kette“, sondern kann eine bewusste Form von Freiheit und Liebe sein.
Ich gehe einfach mal davon aus, daß Du vielleicht einfach nicht wirklich die Kraft hast, den Willen Verantwortung grundsätzlich zu übernehmen.
Schon mal darüber nachgedacht, welchem Umstand Du es verdankst, hier Deine Theorien nahezu rund und die Uhr zu vermelden?
Deine Sichtweise empfinde ich als problematisch und meines Erachtens ungerecht. Verantwortung zu übernehmen, sich zu einem Menschen zu bekennen und auch in schwierigen Zeiten an einer Beziehung festzuhalten bedeutet keineswegs, dass man liebesunfähig ist oder einen anderen Menschen „an die Kette legt“. Im Gegenteil: Gerade die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und sich langfristig füreinander einzusetzen, kann ein Ausdruck von Liebe, Vertrauen und Verlässlichkeit sein.
Übrigens, ein wirklich freier Mensch muss sich auch nicht rund um die Uhr rechtfertigen für sein Leben usw.