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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

B
Zitat von Balu85:
"Es zählt nicht mehr das Erreichte, sondern das Erzählte reicht" immer mehr an Bedeutung.

Möglich.
Ich weiß nur für mich, dass ich immer aussortiere, obwohl ich NICHT beim OD bin.
Ich habe einen niedrigen Bodycount, also erwarte ich das bei einem Mann auch.
Obwohl ich bei ihm etwas großzügiger wäre, wenn es überschaulich ist!
Logisch!

#4156


Hansl
Zitat von BeginnNeu:
Ich habe einen niedrigen Bodycount, also erwarte ich das bei einem Mann auch.
Obwohl ich bei ihm etwas großzügiger wäre, wenn es überschaulich ist!
Logisch!

Also, hast Du das wirklich durchdacht?
Oder willst so einem guten Mann entgegentreten?
So eine seltsame Denkweise?
Genau diese Deine Aussage finde ich interessant, weil sie eine doppelte Messlatte erkennen lässt. Du sagst, du hättest selbst einen niedrigen „Bodycount“ und erwartest deshalb dasselbe von einem Mann. Gleichzeitig räumst du aber ein, bei einem Mann „großzügiger“ zu sein, wenn seine Zahl überschaubar ist.
Damit stellt sich doch die Frage: Nach welchem Maßstab wird hier eigentlich bewertet? Wenn die Anzahl der S. exualpartner ein relevantes Kriterium für die Partnerwahl ist, müsste dieser Maßstab doch grundsätzlich für beide Geschlechter gleichermaßen gelten. Ein niedriger eigener Bodycount macht die eigene sexuelle Vergangenheit ja nicht automatisch moralisch wertvoller als eine andere.
Oder doch?
Natürlich darf jeder seine persönlichen Präferenzen haben. Niemand muss eine Beziehung mit einem Menschen eingehen, dessen sexuelle Vergangenheit nicht den eigenen Vorstellungen entspricht. Aber wenn man die Anzahl der Sexualpartner als Kriterium heranzieht, sollte man konsequent bleiben und Männer und Frauen nach denselben Maßstäben beurteilen.
Da verstehe ich Deine Denke nicht.
Besonders fragwürdig finde ich die Formulierung „bei ihm wäre ich großzügiger“. Das klingt so, als würde für Männer ein anderer Maßstab gelten und als müsse eine Frau einem Mann eine höhere Zahl gewissermaßen „verzeihen“. Wenn Gleichberechtigung der Maßstab sein soll, wäre es konsequenter zu sagen: Ich habe meine persönliche Grenze, und diese gilt unabhängig davon, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt.
Die entscheidende Frage ist für mich deshalb nicht, ob jemand einen niedrigen oder hohen Bodycount hat. Die Frage ist, ob man die sexuelle Vergangenheit eines Menschen tatsächlich zum Maßstab für seinen Charakter und seine Beziehungsfähigkeit macht und ob man dabei Männer und Frauen mit demselben Maß misst.
Ich frage mich ernsthaft auch, ob es einen überhaupt etwas angeht, das bisherige Vorleben.
Dies zu bewerten usw.

x 3 #4157


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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B
Zitat von Hansl:
So eine seltsame Denkweise?
Genau diese Deine Aussage finde ich interessant, weil sie eine doppelte Messlatte erkennen lässt. Du sagst, du hättest selbst einen niedrigen „Bodycount“ und erwartest deshalb dasselbe von einem Mann. Gleichzeitig räumst du aber ein, bei einem Mann „großzügiger“ zu sein, wenn seine Zahl überschaubar ist.

Für mich keine seltsame Denkweise.
Warum ich bei einem Mann leicht großzügiger bin, hat mit meiner Erziehung zu tun.
Ein Mann darf ruhig etwas mehr an Bodycount mitbringen als die Frau, aber eben beschaulich.
Möchte ich jetzt bitte NICHT näher erklären.
Es gibt aus meiner Sicht keine wirkliche Gleichberechtigung und trotzdem Augenhöhe.
Hört sich vielleicht für dich widersprüchlich an, ist es aber genau genommen NICHT.
Gute Nacht.

x 2 #4158


Y
Zitat von Fenjal:
Meine Forderung, dass Eltern, vor der Familiengründung über ausreichend finanzielle Mittel und auch Wohnraum verfügen sollten, ist eine nachvollziehbare Position.

Es gab ja durchaus Zeiten, wo sich die Leute ganz ernsthaft überlegt haben, können wir uns ein Kind leisten.
Oder sie haben dafür vorher gespart, und dann erst tatsächlich dann erst ein Kind bekommen. Diese Überlegung gehören in die Zeit um die 1970er des letzten Jahrhunderts.
Da war das nach meinem Wissen so, dass die Leute sich das überlegt haben, ob sie ein Kind bekommen, nur wenn sie es sich leisten können.
Und dann kam der Tourismus, und die Unverbindlichkeit, man stellte fest, dass aktuelles Freizeit-Leben höher gewichtet wurde. Es gab die entsprechenden Flugangebote und Reisen, die man in Anspruch nehmen konnte und ab da gaben die Leute halt dafür ihr Geld aus, und die Planung von Familie trat als gesellschaftliche Aufgabe, die als normal angesehen wurde, bei vielen in den Hintergrund entfiel komplett.

#4159


Y
@Hansl und @BeginnNeu, ich kann euer beider Denkweise nachvollziehen. Ich finde eure Ansichten können auch einfach nebeneinander stehen bleiben.
Diesen Austausch finde ich toll.

Beide Ansichten.

x 1 #4160


Hansl
Zitat von BeginnNeu:
Ein Mann darf ruhig etwas mehr an Bodycount mitbringen als die Frau, aber eben beschaulich

Kann natürlich jeder zählen wie er mag.
Ich persönlich bin allerdings nicht der Mensch, der eine Frau wie einen Gebrauchtwagen nach Kilometerleistung bewertet, bevor er sich diese aneignet.
Ich interessiere mich für den Menschen, die Ausstrahlung und handle und reagiere auf die Gefühlswelt.

x 3 #4161


Fenjal
@Yassa
Zur Kenntnisnahme:
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes galten zuletzt 28,9% der Menschen in Alleinerziehenden Haushalten als armutsgefährdet.

2025 lebten lt Statistik 1,62 Millionen Alleinerziehende in Deutschland.
Also knapp jede 5. Familie mit minderjährigen Kindern hat nur 1 Elternteil.
2,36 Millionen Kinder unter 18 Jahren leben demnach mit nur 1 Elternteil zusammen.
Das sind 16,8 % aller Minderjährigen in Deutschland.

Zudem sind Alleinerziehende weiterhin überwiegend Frauen - 84,4%.

Diese Zahlen sprechen für sich!

Aber, es braucht keine Rahmenbedingungen für die Erfüllung des Kinderwunsches .....ich will jetzt Mutter sein, dieser Spruch reicht.

Finanzielle Stabilität, Wohnsituation, Partnerschaft..... hupe, im Bedarf kann man Sozialleistungen abgreifen.
Läuft .... aber, die Verantwortlichen wachen langsam auf.

Und was den BC betrifft, das ist mir egal.
Wichtiger ist die Frage, wie waren deine Lebensumstände, die dir für Kinder gereicht haben.
Daran erkennt man eher verantwortungsvolles Handeln mit durchdachten Konsequenzen, oder eben auch nicht.

#4162


E-Claire
Zitat von Yassa:
Und dann kam der Tourismus, und die Unverbindlichkeit, man stellte fest, dass aktuelles Freizeit-Leben höher gewichtet wurde. Es gab die entsprechenden Flugangebote und Reisen, die man in Anspruch nehmen konnte und ab da gaben die Leute halt dafür ihr Geld aus, und die Planung von Familie trat als gesellschaftliche Aufgabe, die als normal angesehen wurde, bei vielen in den Hintergrund entfiel komplett.

Ok, die Begründung, dass Tourismus und Urlaubsangebote für den Rückgang der Geburtenrate verantwortlich sind, höre ich jetzt zum ersten Mal.
Auch ne Variante.

#4163


Blind-Meg
Zitat von Balu85:
Warum bist du dann noch immer so oft hier? Das ist jetzt nicht ketzerisch gemeint.....aber eigentlich gibt es ja keinen Grund dafür.

Doch, und den habe ich schon mehrfach an anderer Stelle genannt. Ich bin hier, weil ich mich gern mit dem Thema Beziehungen in allen Faetten beschäftige. Das war auch der alleinige Anlass meiner Anmeldung. Um Hilfe oder Beistand gesucht habe ich hier nie. Ich war zwar frisch getrennt, als ich mich anmeldete, aber die Trennung war nicht der Anlass.

Ich bin seit über 5 Jahren in einer Beziehung und die ganze Zeit über sehr glücklich. Und hatte übrigens zum Kennenlernen auch eine ganze Menge Ansprüche an einen potentiellen Partner. Und das "obwohl" ich damals schon Ende 30 war, mit Kind (damals im Wechselmodell) und mich für ziemlich durchschnittlich attraktiv halten würde. Na und? Meine Ansprüche beziehen sich weder auf Äußerlichkeiten noch irgendwelches Status-Gedöns, sondern auf menschliche Qualitäten, die ich schätze und benötige, um mit jemandem dauerhaft gut auskommen zu können.

x 1 #4164


Y
Zitat von E-Claire:
Ok, die Begründung, dass Tourismus und Urlaubsangebote für den Rückgang der Geburtenrate verantwortlich sind, höre ich jetzt zum ersten Mal.
Auch ne Variante.

Ha ha, das glaube ich dir.
Dass das erst mal befremdlich wirkt.
Was ich damit sagen will, die Prioritäten haben sich verschoben.
So, wie es nicht mehr nötig ist und gesellschaftlich nicht mehr vorgeschrieben wird oder einen schlechten Ruf hat, wenn man geschieden ist, oder Kinder unehelich sind, so hat sich in der Zeit des letzten Jahrhunderts das Gesellschaftsbild gewandelt.

Es gab doch diesen Begriff von: In wilder Ehe leben.

Dem gesellschaftlichen Bild, dass alles in der Ehe zu sein hat und die Ehe das übergeordnete Konstrukt ist, wurde dann ein anrüchiges Bild, von: In wilder Eheleben, gesetzt.
so wie es eben unehrliches Kind hieß, oder gefallenes Mädchen.

Familie, eingebunden in Ehe, war das übergeordnete Leitbild unserer Gesellschaft.

Dies löste sich dann alles auf.

es wurden neue Prioritäten gesetzt, und die lagen auf individuellem Konsum, und individueller Entwicklung. Man hat sozusagen die eigene individuelle Entwicklung zum eigenen Vorteil genutzt. Und die gesellschaftlichen negativen Auswirkungen, nämlich selber keine Kinder zu bekommen, der Gesellschaft zu Last gelegt.
Wenn man keine Kinder bekommt, kann man das Geld für Konsum einsetzen. Reisen, Klamotten Erlebnisse. Das kam mit den siebziger Jahren auf und wurde in den letzten 50 Jahren massiv von einem größten Teil der Gesellschaft so gelebt. Deswegen haben wir ja keine Kinder mehr in der Gesellschaft ausreichend vorhanden.
Das habe ich damit gemeint.

x 1 #4165


Blind-Meg
Zitat von BeginnNeu:
Man sollte nur das erwarten, was man selber bieten kann.
Logisch.

Ich finde das überhaupt nicht logisch. Es wird immer gesagt, Frauen mögen Männer mit Geld. Dann müssten sle ja selbst auch gut Geld haben. Diese "Männer mit Geld" möchten doch aber eben genau keine Frauen mit (viel) eigenem Geld, weil sie Boss Babe-Atitudes fürchten oder ihr Ego das nicht verkraftet.
Beim Punkt Attraktivität: muss man selbst schön seln, um sich einen schönen Partner zu wünschen? Und was heißt das überhaupt? Die allermeisten Menschen sind durchschnittlich schön und wer einem da gefällt oder nicht, ist mehr Geschmackssache als objektiv messbare Attraktivität. Also kommt es eher darauf an, ob 2 sich gegenseitig gefallen, und nicht darauf, dass einer bloß nicht weniger attraktiv sein darf als der andere.
Beim Thema Sportlichkeit: wer da viel Wert drauf legt, wird sich sowieso nicht mit einer gemütlichen Couch-Porato zusammen tun. Auch da ist es doch keine Frage von "ich biete, was ich suche", sondern jemand anderes passt sowieso nicht. Andersrum möchte die Couch-Potato doch auch gar nicht jemanden, der 6x die Woche trainieren geht, weil dann keine Zeit bleibt, zusammen auf der Couch zu chillen.
Und von Charaktermerkmalen brauchen wir gar nicht erst anfangen. Da muss man schauen wie es passt und da finden sich doch eher automatisch die, die auch zueinander passen und nicht zwingend die, die ähnliches "zu bieten haben". Zumal man das ja auch übrrhaupt nicht messen kann

x 1 #4166


ElGatoRojo
Zitat von Yassa:
Wenn man keine Kinder bekommt, kann man das Geld für Konsum einsetzen. Reisen, Klamotten Erlebnisse. Das kam mit den siebziger Jahren auf und wurde in den letzten 50 Jahren massiv von einem größten Teil der Gesellschaft so gelebt. Deswegen haben wir ja keine Kinder mehr in der Gesellschaft ausreichend vorhanden

Es gibt Theorien, die weniger gut begründet sind als diese. Für mich ist in der Tendenz da etwas dran.

#4167


ElGatoRojo
Zitat von Blind-Meg:
Die allermeisten Menschen sind durchschnittlich schön und wer einem da gefällt oder nicht, ist mehr Geschmackssache als objektiv messbare Attraktivität.

Das mit der Geschmacksache ist schon klar - sie sind eben verschieden, die Geschmäcker.

Aber dass die meisten Menschen "durchschnittlich" schön sind ist eine sehr optimistische Annahme. Es sind höchstens 10 %, die richtig gut aussehen.

#4168


Blind-Meg
Zitat von ElGatoRojo:
Aber dass die meisten Menschen "durchschnittlich" schön sind ist eine sehr optimistische Annahme. Es sind höchstens 10 %, die richtig gut aussehen.

Ja eben. 10% sehen "richtig gut" aus, 10% sehen "richtig sch." aus, und die übrigen 80% SIND der Durchschnitt. Diesem Durchschnitt gehören die meisten an, und innerhalb dieser Gruppe ist es Geschmackssache und nicht objektiv messbar, wer hübscher und wer weniger hübsch ist.

x 2 #4169


ElGatoRojo
Zitat:
Ja eben. 10% sehen "richtig gut" aus, 10% sehen "richtig sch." aus, und die übrigen 80% SIND der Durchschnitt.

O.k. wenn du das so siehst. Quasi die Gaußsche Normalkurve

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