@Hansl
Das was da in Dir passiert, tut mir sehr leid für Dich.
Zitat von Balu85: Ich denke das es bei Kindern oder allgemein Menschen mit einer Beeinträchtigung doch ein völlig anderer Umstand ist.
Eigentlich nicht. Denn warum ein Mensch laut wird, aus der Reihe tanzt, rumrennt oder von seinen Eltern gefühlt zu nachsichtig behandelt wird, kannst Du von außen nicht erkennen.
Zitat von Balu85: Wer dieses "euch" jetzt wieder soll erschließt sich mir nicht.
Jede/r, die/der sich den Schuh anziehen mag.
Zitat von ElGatoRojo: Es geht einfach schlicht um die generelle Tendenz, Kinder aufwachsen zu lassen ohne ihnen die Regeln eines zivilisatorisch angenehmen Zusammenlebens zu vermitteln oder das nur ganz rudimentär zu tun.
Und ich behaupte, dass es diese Tendenz überhaupt nicht gibt. Ganz im Gegenteil kümmern sich heutige Eltern wesentlich mehr um ihre Kinder als das noch in den 70ern und 80ern der Fall war. Damals waren die Kinder nur besser "dressiert" und störten die Erwachsenen mit ihren Bedürfnissen daher weniger. Das ist zumindest mein Eindruck.
Insgesamt ist die Welt voller, zugebaut er, lauter und flackernder geworden und sämtliche Menschen reagieren darauf mit angestrengten Nervensystemen.
Zitat von Balu85: Und lt. KI fallen 70-80% der pflegebedrüftigen und behinderten Kinder im Alltag gar nicht auf. Weil deren einschränkung nicht offensichtlich ist. Also gehen sie auch niemanden "auf den Sack".
Jein. Sie fallen in den meisten Situationen nicht auf. Aber genau in den Situationen, die hier angesprochen wurden, fallen sie auf.
Beispiel: Kind mit Herzschrittmacher, ist 14, sieht aus wie 10, bekommt von seinen Eltern hochkalorische Lebensmittel wann immer irgendwas ins Kind reingeht. Von außen sieht man nur ein Grundschulkind, das mit Süßigkeiten und Handy am Tisch sitzt und sich ungewöhnlich rotzig für einen 10jährigen gibt.
Beispiel: Kind im ASS-Spektrum muss bei dem Gefühl eines vollen Magens immer rennen. Die Eltern im Urlaub haben die Wahl, im Urlaub nur mitgebrachtes Essen auf dem Hotelzimmer zu essen oder im Restaurant ein schon rennendes Kind zu haben.
Beispiel: Kind mit frühkindlichem Trauma. Wünscht sich zum Geburtstag einen Jahrmarktsbesuch, wird dort von etwas getriggert, macht einen Riesenaufstand und alle sehen nur, wie die Eltern mit Engelsgeduld das Kind aus dem Fight or Flight rauscoachen und ihm nachher mit Eis den Adrenalinpegel senken. Die Umstehenden sehen nur ein Kind, das sich wie Hacke benimmt, fast apathisch wirkende Eltern hat, die es danach für den Aufstand noch mit einem Eis belohnen.
Keine Extrembeispiele, sondern normaler Alltag, sobald man Integration/Inklusion ernst nimmt und die Verhaltensauffälligen nicht mehr gruppiert und wegorganisiert.