Zitat von Ema: Vertrauen in den Partner zu haben, bedeutet nicht, dass man darauf vertraut, dass sich nie etwas ändert.
Und Vertrauen bedeutet vor allem das Gegenteil von Zwang. Wer abhängig ist, ist aber gezwungen, zu bleiben. Das ist das Gegenteil von Vertrauen.
Und: es ist wohl ein Unterschied im traditionellen Rollenmodell. Der Mann ist lediglich "abhängig" davon, dass die Frau ihm "den Rücken freihält". Würde das wegfallen, hätte er es weniger bequem. Die Frau hingegen ist existenziell abhängig, hat im schlimmsten Fall keine eigene Existenzgrundlage. Ich kenne etliche Frauen um die 50, denen früher kommuniziert wurde, als Frau benötige sie keine Ausbildung, obwohl sie gute Schülerinnen waren und etwas lernen wollten. Deren Brüdern hingegen wurde ein Studium finanziert.
Nach einer Trennung fällt eine solche Frau deutlich härter als ihr Mann, denn sie muss sich den Rest des Lebens dann mit ungelernten Hilfstätigkeiten über Wasser halten.
Das ist natürlich ein Extrembeispiel. Wenn jedoch eine Frau zwar eine Ausbildung, aber kaum Berufserfahrung hat, steht sie zwar etwas besser da, aber immer noch deutlich schlechter als ihr Mann im Fall einer Trennung.
Und genau dafür ist Trenungs- und nachehelicher Unterhalt gedacht, über den die Herren dann so gerne jammern. Man ist da gemeinsam ein Modell eingegangen und dafür hat der Mann auch im Fall einer Trennung gerade zu stehen.
Männer in dieser Situation als "abhängig" von ihrer Frau zu bezeichnen, finde ich gelinde gesagt eine Unverschämtheit.