Danke für eure Meinungen. Ich war so müde gestern aber halbe Nacht wach gelegen, unruhig, Magenkrämpfe.. Nur kurz eingenickt, wieder hoch geschreckt. Und irgendwo dazwischen dann ein Satz von gestern, wo er zu meinen Panikattacken meinte, ja aber muss ja nächsten Tag wieder funktionieren. Welch Ironie irgendwie.
Sein Haus ist bezahlt, er müsste in diesem Leben nicht mehr arbeiten gehen, sie wohnt mietfrei und kriegt Unterhalt in einer Höhe, wo ich gut 20Std die Woche arbeiten müsste- der einzige der wirklich funktionieren muss weil keine Unterstützung von irgendwem je bekommen und je bekommen wird, bin ich. Und so hab ich es ihm auch geschrieben. Dass es seine und die Entscheidung seiner Exfreundin war die Kinder in die Welt zu setzen und damit deren Verantwortung. Dass es mir furchtbar weh tut sie nicht zu sehen, dass ich sie sehr, sehr gerne habe aber letztendlich war es sein Wunsch die Kinder in die Beziehung einzubringen und in dem Moment hätte er auch mal anfangen sollen etwas für die Beziehung zu tun und nicht den bequemen Weg zu gehen und es letzte Woche bewusst gegen Baum laufen lassen sollen. Weil es war ihm doch klar, dass ich den Braten rieche.
🤷♀ Ich denke er reinszeniert auch immer und immer wieder "keine wird mich je lieben" aber darüber soll er bitte allein nachdenken, den Hinweis hab ich ih gegeben plus Hinweise Familienberatung, mehr ist erstmal nicht meine Baustelle auch wenn ich mich dabei furchtbar fühle.
😢 Zitat:Irgendwo habe ich als Traumafolge "Zwangsempahtie" beschrieben gelesen.
Gerade wenn du in so einem unberechenbaren Umfeld leben musstest so lange und so sehr versuchen musstest, proaktiv Erwartungen zu erfüllen, sind deine Antennen da vermutlich überempfindlich, und lassen sich gar nicht mehr ausschalten.
Das ist aber keine gute Empathie, das merkst du ja daran, dass du anschließend ausgelaugt bist.
Ja ich kann Empathie nicht wirklich ausschalten, dass ist schwer. Wenn muss ich quasi Blickkontakte meiden, dass tue ich in Konfliktgesprächen gerne, weil sonst verliere ich mich im Gegenüber schnell. Vermutlich sehr irritierend fürs Gegenüber. Auch ein riesen Problem in Disko, Stadion, Konzert- die vielen Emotionen überrollen mich.
Ob ich so ausgelaugt bin weil soviel die Kinder gespiegelt? Glaub ich tatsächlich nicht ausschließlich. Da hab ich auch schon drüber nachgedacht aber eigentlich ist die Interaktion mit ihnen für mich positiv, ich nehme daraus auch viel - die kindliche Freude, Begeisterung, die Zuneigung zu mir, die gemeinsame Begeisterung für die Hunde usw- es kostet Kraft aber es gibt auch Kraft. Ins negative wird die Bilanz eher gezogen um ihn da rein zu holen, ohne Worte, durch Kontakt, Blicke usw.. und dann sind sie halt plötzlich wieder weg. Und ich weiß nicht ob ich sie wieder sehe weil Beziehung so instabil, weil es könnte sein dass die Mutter es nicht mehr will, weil.. keine Ahnung. Ich krieg dass nicht ganz gegriffen. Ich bin wirklich glücklich wenn "wir" so als Familie zusammen sind und wenn sie gehen ist es ein Stück weit wieder so, dass ich mir dass wieder nur eingebildet habe, dass ich nie zu einer Familie dazu gehören werde- ist dass verständlich?
Zitat:Das ist überhaupt nicht deine Aufgabe, das ist sogar bis zu einem Gewissen Grad übergriffig ihm gegenüber. Du läßt dich abwechselnd von den Kindern und von ihm einspannen...
Die Kinder spannen mich nicht ein. Ich sehe hat nur diesen ganz kleinen Moment wo sie Richtung Papa sehen aber sehen er ist in seiner Welt, ganz kurzer Schatten im Blick und sich dann eben miteinander freuen- sie haben sich damit irgendwie arrangiert.
Vielleicht ist es übergriffig, keine Ahnung, da hab ich mir nie Gedanken gemacht, ich weiß halt, er kriegt es eben echt nicht mit und da war mein Impuls eben zu vermitteln. Letztendlich geb ich den Kindern nur den Stups es zu versuchen. Kurzer "Plan" - verschwörerisch tuscheln ("hinlaufen, Papa pieksen und laut Papapapa rufen o.ä) und dann tu ich so als flitze ich los, sie stürmen mit Begeisterung vorweg und dann halte ich mich auch im Hintergrund. Der Rest läuft dann so. Und er genießt diese Momente tatsächlich sehr, da legt er seinen Panzer ab und man sieht die Zuneigung und Liebe zu den kleinen. Aber proaktiv kriegt er es nur selten hin. Vielleicht ein Schutzmechanismus, er hatte wahnsinnig Angst sie zu verlieren bei Trennung. Dass war bei früherer Beziehung wo Kind involviert war nämlich passiert.
Zitat:Wäre es möglich, dass das (auch) der Versuch ist, ihn zu binden und dich unentbehrlich zu machen?
Nein, dass definitiv nicht. Ich habe das erste Jahr nach der offiziellen Trennung so viele Wochenenden allein verbracht, weil ich eben wollte, dass er erstmal mit Kindern Beziehung aufbaut, dass sich Situation stabilisiert für die Kleinen. Er hat immer Druck gemacht, Vorwürfe, dass ich die Kinder nicht will. Dabei hätte ich gerne die Zeit gemeinsam genutzt.
😕 Und auf Rat Klinik, dann Kinder mit eingebunden. Ihm entgegen gehen. Unentbehrlich mach ich mich da nicht, unter der Situation jetzt leiden am meisten die Kinder und ich. Es geht auch ohne mich. Und wenn es den Kleinen helfen würde, würde ich die Hunde am Wochenende auch bei ihm lassen und eben arbeiten gehen oder so. Aber.. Ein Hund braucht viel Feedback von mir. Sehr unsicher mit Tendenz nach vorne das Problem zu lösen. Ohne den Hund, hat sein Kumpel ein Problem und allgemein hat der Ex null Händchen für die Hunde. Lässt Haustür offen stehen, kriegt nicht mit, wenn dann ein Hund fehlt usw. Da könnte ich drauf warten, wann Anruf kommt, dass Hund A Nachbarn gebissen, Hund B irgendwo verschwunden und Hund C völlig Panik schiebt. Geht nicht. Blöd.
Zitat:Mein Gefühl ist, dass du das am besten möglichst bald mal bei deiner Therapeutin ansprechen solltest, um da etwas Klarheit reinzubekommen.
Was für ein doofes Kuddelmuddel, lass dich nochmal ganz lieb drücken
Da ist soviel was angesprochen werden muss.
😵 Zuwenig Sitzungen, zu kurz..
🙊 Danke fürs drücken. Ich hätte die Nacht so sehr jemand gebraucht der mich in Arm nimmt. So extrem verspannt und angespannt, da hätte ich tatsächlich ihn gebraucht.
😢 Er war bisher der einzige in meinem Leben, wo ich diese Anspannung mal ablegen konnte. Sie war ja normal aber wenn man einmal ohne war, ist sie jetzt umso präsenter wieder da. Jetzt spüre ich sie und nix anderes kann sie auflösen als körperlicher Kontakt. Ein echtes Dilemma grade.
Zitat:Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen: Es ist überhaupt nicht möglich, dass ihnen irgendjemand anders gibt, was sie von ihrem Vater brauchen würden.
Was sie von Vater und Mutter brauchen würden. Ja. Oma fängt viel ab und ich hab viel abgefangen. Aber wenn da keiner ein Problem sieht, beide die verantwortlich, mit sich beschäftigt. Ich habe halt versucht da Brücken zu bauen zum Papa. Wäre ihr Job während der Partnerschaft gewesen ja, doch ist eben nicht passiert.
Zitat:puh... ich hatte echt gehofft, dass diese trennung wirklich eine trennung wird!? 😳
Du ich weiß es nicht. Es wäre definitiv die einfachste Lösung. Aber.. Wenn er deutliche Schritte auf mich zu macht, wenn er wirklich an seinen Problemen arbeitet.. Dann, ja dann würde ich der Sache eine Chance geben. Ob und was draus wird- es wäre ein langer Weg aber ich weiß eben auch wie es mit ihm sein kann, wenn jeder seinen Ballast beiseite tut. Ja auch dann ist er oft ein Stoffel, dem man mitm Zaunpfahl aufn Kopp hauen muss um zu zeigen dass man da grad ein Bedürfnis hat aber dann ist er auch sehr bemüht es zu erfüllen. Was ich wirklich sehr kritisch sehe ist die Tatsache dass zb "Kritik" oder "Druck" von mir verursacht, dass er auf mich extrem projiziert und dann in Verteidigungshaltung geht, bis hin zum Angriff- verbal. Dass ist so mein schlimmster Trigger, wo ich anfange zu projizieren und die Reaktion die dann von mir kommt löst bei ihm wieder andere Projektionen aus. Projektionen die bei ihm Todesangst wecken. Deswegen läuft er dann durchs Haus im schlimmsten Fall und ruft nach Hilfe. Dass ist im Gespräch gestern klar geworden, dass war mir bis dato nicht bekannt. Tja und dadurch dass er mich dann quasi allein lässt oder versucht mit aller Macht los zu werden, projiziere ich wiederum.. dass ist ein Teufelskreis und wenn überhaupt muss sich jeder da sehr, sehr bewusst sein was passiert und es jeder schaffen aus seinen Projektionen auszusteigen. Und wenn wir dies weg haben, im Griff, erst dann könnte man schauen ob hinter dem ganzen Kram noch wirkliche Anziehung füreinander ist. Ob man mit dem Menschen dahinter langfristig leben möchte und kann.
Ich weiss es ehrlich nicht.. Aber grundsätzlich möchte ich ihm den Weg offen lassen wenn er an sich arbeiten will.
Zitat:wieder reagiert er auf dich genau so, wie es nötig ist, damit du ihn anhörst, abwägst, an einer trennung zweifelst... ich bin ja keine, die sofort "manipulatioooon" schreit, aber er ist definitiv ein raffinierter schmutzbuckl!
Schnutzbuckel find ich süß.
💞😁Tatsächlich reagiert er mal ganz anders als üblich. Er war da gestern tatsächlich mal viel mehr bei sich. Hat nicht ständig Leuchtraketen rechts und links abgefeuert um vom eigentlichen Thema abzulenken. Wenn er rein manipuliert ist dass anders, hat er gestern auch versucht aber dass hab ich sofort abgeblockt.
Zitat:und sie werden auch die spannungen zwischen euch sehr sensibel wahrnehmen und zwischen all diesen beziehungsdramen zerrieben!?
Ja leider. Kinder bekommen ja alles mit. Dass ist leider so. Und wenn ihnen dann keiner erklärt was passiert. Nur blöde Ausreden- trauen die ihrer Wahrnehmung nicht. Angst ist die Folge. Ich weiß dass ja leider zu gut.
Zitat:Schön - was aber nicht der Wahrheit entsprechen muss - denn, wenn er was will, redet er mit Engelszungen.
Dass hat nicht er gesagt, dass ist einfach so. Ich kann mich in viele Menschen sehr gut reinversetzen, zu gut meist. Schreit mich jemand wütend an und wir sind grade in engem emotionalen Austausch face to face, dann ist dass für mich körperlich spürbar, die ganze Wut überflutet mich in dem Moment. Da mich, meine Worte, meine Grenzen zu finden ist super schwierig.
Zitat:Dafür bist du nicht zuständig. Das wäre Eltern bzw. Mutter´s Sache. Wenn Mutter, laut deines Wissen, da auch auffällig ist... wobei - die Info hast du von ihm?
Nein ich kenne sie, habe sie oft live erlebt. Grundsätzlich liebevoll mit den Kleinen aber irgendwie.. eben auch nicht konstant greifbar, irgendwie auch ganz woanders. Ach für die Kinder. Ich empfand Gespräche mit ihr immer als sehr anstrengend, sie ist auch die meiste Zeit irgendwo in sich. Rechts/links existiert nicht. Kann ich nicht richtig beschreiben, dass sind so Dinge die ich eher fühle. Klingt blöd, ist aber so.