Zitat von Mayla:
Ich denke das widerspricht diesen Aussagen:
Du erwartest doch eigentlich schon, dass ein Partner bedingungslos für dich da ist?
Diese Erwartungshaltung ist in der Tat überfordernd.
Ich sehe das anders. Ich bin nicht bedingungslos für meinen Partner da und umgekehrt sollte das auch nicht sein! Bedingungslos bedeutet ja, dass man ungeachtet der eigenen Möglichkeiten hilft, sich für andere aufopfert. Das ist für mich nicht erstrebenswert. Natürlich gibt es Notsituationen und Krisen, wo man eine Zeit mehr Kraft aufwenden muss, aber außerhalb dieser Krisen bin ich weder für meinen Mann, noch für meine Kinder bedingungslos da. Ich bin da, soweit es meine Kräfte mir erlauben.
Du bist nun in der schwierigen Situationen, dass dein Kind ständig in "Ausnahmesituation" ist und besondere Bedürfnisse hat. Du kannst in der Tat nicht nach deinen Kräften fragen und auch nicht nach Bedingungen. Du übernimmst die volle Verantwortung für dein behindertes Kind. Du musst aber annehmen, dass ein anderer mit dieser Verantwortung überfordert ist, zumal es ja auch keine "Besserung" gibt, keine Perspektive, dass sich die Situation löst. Kinder werden ja größer und selbstständiger, ein behindertes Kind nicht. Es ist auch ein wenig kurz gedacht zu sagen, dass dein Freund wusste, worauf er sich einlässt. Das wird einem auch mit gesunden Kindern doch erst mit der Zeit bewusst.
Was ich dich fragen wollte, im Hinblick auf deine Kräfte: Warum hat dein Kind keine Pflegestufe und damit eine fachgerechte Betreuung? Das wäre doch auch für dich eine enorme Entlastung.
Liebe Grüße[/
Mein Sohn hat eine 100 prozentige Behinderung und Pflegegrad 4 .
Man hat Anspruch auf 1 mal im Monat für 4 Stunden Pflege .
Es gibt sogenanntes Verhinderungspflege Geld was innerhalb vier Monate ausgeschöpft ist .
Und das entspricht einmal die Woche eine Pflege für nachts .
Im vierten Monat ist das Geld aufgebraucht .
Das wars dann auch schon.
Zum aufopfern (bedingungslos)
Habe ich keinen Partner.
Doch für einen Notfall möchte ich nicht, andere um Hilfe bitten müssen weil mein Partner dann nicht bereit dazu ist.
Er hat sich bisher nie einschränken müssen. Das habe ich nie erwartet und verlangt .
Natürlich erwarte ich im Notfall eine bedingungslose Unterstützung vom Partner was nicht verwerflich ist. Ich denke genau das zeigt , das man in harten Zeiten zueinander hält .