Zitat von Fenjal: ja sicher, meine Beziehung ist auch gescheitert, dennoch habe ich mich nicht im Quark gesuhlt.
Aber es hat gereicht, dass dich Google hier her führte.
Warum also diese Abwertung?
Zitat von Fenjal: Ich hatte meine Hütte zu halten, den Job zu machen, Verpflichtungen nachzukommen.
Sollte alles den Bach runter gehen, weil ich meinen Freund verabschiedet hatte?
Oder wer glaubst du hatte damals für mich die Verbindlichkeiten bedient?
Herr Schmitt? Oder Frau Müller?
Was soll das denn,... der Partner ist weg, mit ihm die Hütte?.. keinen einzigen Tag habe ich krank gemacht, weil ich mich eben nicht zum Opfer habe machen lassen, mimimi, 3 Monate Therapie... oder ich mach den Job nicht, .....
Ich geb doch nicht etwas auf, was mir lieb und teuer ist, weil die Partnerschaft nicht aufgegangen ist,.... hänge rum,..ganz im Gegenteil. Ziele setzen und geradeaus gehen.... Opfer sein? Wessen? Der eigenen Inhaltslosigkeit? Echt, das muss mir jemand erklären.
Du vermischt hier gewaltig etwas.
Ich war nach Trennung eins (2023) quasi obdachlos und durfte bei null anfangen.
Wurde in der Zeit befördert, war nicht einen Tag krankgeschrieben.
Kam meinen sozialen und auch anderen Verpflichtungen nach.
Und was war? Dennoch war ich lange Zeit in der, wie du sie nennst, Therapiestube.
Hochfunktionale Depression gepaart mit anderen 'lustigen' begleitenden Diagnosen.
War die Trennung der Grund? Nein. Eher der Tropen.
Was aber u. a. ein Grund war, war die 'man-muss-durchziehen-und-stark-sein'- Mentalität, die ich trotz traumatischer Erlebnisse 29 Jahre an den Tag gelegt habe. (Ich rede hier nicht von einem eingerissenen Fingernagel oder Trennungen)
Jeder Mensch ist individuell. Jeder hat andere Grenzen und geht mit belastenden Situationen anders um.
Und nur weil du es so handhabst, bedeutet das nicht, dass es a) der gesunde Weg ist und b) du hier Leute mit Worten wie grotesk (was am Ende ja auch lächerlich und überzogen bedeutet) abwerten darfst.
Und genau deshalb finde ich es problematisch, psychische Erkrankungen danach zu bewerten, ob jemand sein Leben trotz allem 'weiter durchzieht'. Eine Depression ist keine Frage von Willensstärke oder persönlicher Belastbarkeit. Sie kann verschiedene Ursachen und Auslöser haben und auch Liebeskummer beziehungsweise eine Trennung können dabei eine Rolle spielen.
Mir hat deine Ansicht der Dinge nach Jahren das Genick gebrochen. Ist also auch nicht das Gelbe vom Ei. Überraschung.
Deshalb sollte man das Thema vielleicht etwas weniger abwertend und etwas differenzierter betrachten.
Und ab davon, werde es schön, wenn du das nicht in einem Thread tust, wo Leute gerade über ihr Leiden berichten. Abwertung hat noch niemandem geholfen und ist auch nicht sehr empathisch.