Liebe @220617
ich habe deinen Thread gelesen und war erschrocken. Deine Geschichte ähnelt meiner unglaublich.
Unterschiede sind, dass mein Ex 11 Jahre jünger ist als ich. Ich von ihm mit 35 Jahren. ungewollt schwanger wurde. Von ihm nicht ungewollt. Er sprach schon von Anfang von seinem Kinderwunsch. Ich entschied mich nach langem Überlegen für das Kind. Denn es war ja auch meine Schuld und dafür kann das Kind nichts. Zumal ich mich schon von Anfang mit dem Gedanken befasste, sowieso alleinerziehend zu sein.
Desweiteren hat er ein großes Alk. Problem und zockt ohne Pause. Arbeiten tut er nur Teilzeit. Tut aber so, als hätte er mega Stress.
Ich weiß nicht, wie deiner sich sonst verhielt. Meiner gab mir Zuckerbrot und Peitsche. Ich wurde regelmäßig beleidigt.... Als Spaß verpackt. Würde häufig gemaßregelt.... Konnte nichts.... Ohne ihn wäre ich ein nichts.... Wurde von ihm s. Belästigt in der Öffentlichkeit..... Wurde hinter meinem Rücken bei seinen Leuten verunglimpft uvm. Aber er konnte auch anders. Allerdings immer nur, wenn er was wollte.
So viel zu meiner Geschichte (die extreme Kurzversion).
Nun den Gemeinsamkeiten.
Auch ich arbeite auf dem Jugendamt. Und ich dachte finanziell haargenau wie du. Ich lebte ebenfalls nicht mit ihm zusammen. Er belog mich häufig und erfuhr auch alles durch Zufall. Reden gleich null. Total ignorant. Entweder hieß es, ich übertreibe oder ich war der Psycho oder er haute ab. Und das wochenlang. Keine Reaktionen auf Anrufe oder Nachrichten. Komplettes tot stellen.
Auch ich kenne sowas wie Wochenbett nicht. Musste nach der Geburt sofort wieder funktionieren. Auch während der Schwangerschaft tat ich alles allein. Räumte seinen Dreck weg. Während er am PC zockte und trank. Er lebte auf meine Kosten. Sparte bei sich Strom. Hatte Strom- und Betriebskostennachzahlungen. Das gab er für sich aus. Die kleine und ich sahen nichts davon. Wenn es mir mal nicht gut ging, hieß es, ich solle nicht auf der Couch rumliegen und mir die M. kraulen. Er hätte Stress und würde hart arbeiten (4h täglich) und ich tue nichts. Ich bin nichts aufs Jugendamt, weil ich ihn vor Schulden bewahren wollte. Ich dachte wie du. Wenn er sich ums Kind kümmert, ist das schon mal viel wert. Und schließlich zahlte er ja für die kleine wenigstens einen kleinen Teil.
Und ja, ich verstehe dein "Ausflippen" so gut.
Ich bin ein emotionaler Mensch. Aber sehr geduldig, viel zu tolerant und habe nie gelernt, Grenzen zu ziehen. Ich redete mir alles schön und fühlte mich schlecht, wenn ich ihn zu sehr verurteilte. Ich wollte ihm doch helfen. Wusste ja, er hat Probleme. Auch er weinte (guter Schauspieler). Und auch ich begann irgendwann, auszuflippen. Ich provozierte und reizte ihn.warum? We ich total überfordert war. Ich kannte solch eine eiskalte abgebrühte Ignoranz bisher nicht. Ich versuchte alles. Im Ruhigen.... Mit Nichtssagen.... mit Spieß umdrehen und auch das ausflippen brachte nichts.
Nachdem ich eine Therapie machte, We ich nur noch auf dem Zahnfleisch kroch, wurde mir gewusst, wie gestört er ist und ich ebenso. Ich erfuhr im Nachhinein, dass all seine Exen ih verlassen haben, weil er zum Monster wurde.
Sie bekamen rechtzeitig die Kurve. Ich nicht. Ich wurde ganz subtil manipuliert und durch Zuckerbrot und Peitsche gefügig und abhängig gemacht.
Glaub mir, er wird sich nie ändern. Auch wenn er nicht so krass ist wie meiner. Aber wer ständig abhaut und die Mutter und das Kind mit Ignoranz bestraft, hat kein Funken Gefühl i sich.
Du bist eine sehr taffe Frau und ich wünsche dir, dass du den Absprung schaffst. Dir und deinem Kind zuliebe
