Hallo, Paulinchen
schön, von dir zu hören.
bin gerade wieder zu Hause, war in Schleswig bei meiner Tochter und bin ein Tag später mit Bauchdrücken dann auf dem Rückweg nach Berlin noch in Lübeck bei Ihrer Tochter und den Kindern vorbeigefahren. Warum ? Weil ich einfach wollte, das auch mal ein Gespräch mit mir stattfindet, und weil ich den Kleinen sehen wollte. Sie haben mich dann zusammen mit dem Kleinen überredet, die nacht bei Ihnen zu verbringen, so daß ich heute erst nach Hause gefahren bin. Tja, was soll ich sagen, der Empfang, das Gespräch mit Ihrer Tochter und auch die Aufnahme war sehr positiv. Ich habe mich mit Ihrer Tochter und deren Mann fast 2 Stunden unterhalten und endlich war auch mal jemand da, der meinen Standpunkt zuhörte, wenige Fragen stellte und vor allen in Ruhe und konstruktiv. Aber es ist natürlich ihre Tochter und die hält zu Ihrer Mutter, das ist auch in Ordnung, Es war einfach nur schön, das jemand mir zuhörte, es auchg akzeptierte, ohne das es zu Agressionen oder Streit kam und jeder seine Meinung (Standpunkt) sagen konnte. Außerdem habe ich es natürlich als sehr schön empfunden, den kleinen und seine Schwester wieder zu sehen, beide haben wie Kletten an mir gehangen und es war einfach nur ein schönes Gefühl. Ich habe mich einfach
"willkommen" gefühlt. Gleichzeitig tat es weh, wie ich mich heute morgen von den Kindern verabschieden mußte. Denn ich weiß, das ich sie verlieren werde, ähnlich wie du mit dem Hund, an dem du ja sehr zu hängen scheinst. Leider mußte ich auch feststellen, das gestern abend, nachdem ich in Lübeck schlafen gegangen bin, Ihre Tochter um 23:00 Uhr noch 2 Stunden mit
Ihr telefoniert hat. Worum es dabei ging, kann man sich ja vorstellen. Tja, jetzt bin ich wieder in Berlin in meiner Wohnung, habe gerade Wäsche gewaschen und fühle mich überhaupt nicht zu Hause, wollte eigentlich gar nicht nach Berlin. Gott sei Dank ist meine EX nicht in der Wohnung, hat vermutlich Spätdienst.
Du hast sicherlich Recht, ich komme wahrscheinlich erst dann zur Ruhe, wenn sie endgültig ausgezogen ist. Geht dir ja ebenso. Nur kann und will ich nicht so sein, wie dein Ex, keine Verlogenheit, kein Hass, sondern Fairniss und Akzeptanz. man sollte ehrlich mit einander umgehen und trotz allem wünsche ich ihr nichts schlechtes. Es ist nur sehr schwierig, wenn man für das zerplatzen eines Lebenstraum verantwortlich gemacht wird. Weißt du, Wut und Ärger können leider nur kurzfristig über die Lebenssituaution hinweghelfen, denn es sind auch Gefühle, aber auch schlechte Ratgeber. Also bitte, versuche die Kraft zu finden, nicht die "Schnauze" zu halten, sondern deinen Standpunkt und deine berechtigte Wut zu kontrolliert und zu zeigen, das du dich nicht auf ein bestimmtes Stufe herabläßt, denn dann läßt der Verstand keine Möglichkeiten zu. Wir alle hier sind auch verletzt, verstehen nicht das "warum" und lassen uns dadurch die Kraft nehmen. Ich weiß, schöne Worte, und ich habe auch kein Rezept dagegen, aber wir müssen zu unserer Stärke irgendwie zurückfinden.
Das mit der Wohnungssuche kann ich verstehen, werde ich vermutlich auch noch haben, nicht, weil ich muß, sondern weil ich will. Es ist natürlich ein Problem mit den Mietpreisen und ich glaube, es ist auch schlimm für dich, das scheinbar niemand wirklich an deiner Seite steht und dir hilft. Schau mal, wir haben hier im Forum eine tolle Kommunikation gefunden, und der Kontakt mit dir hilft mir auch ungemein (schau immer, wenn ich am Rechner bin, hier nach) und es ist ein tolles Gefühl.
das mit dem kleinen Häuschen ist sicherlich eine tolle Idee, habe ich auch schon darüber nachgedacht, aber es geht mir nicht um das "wohin", da bin ich frei, sondern um den Lebensinhalt. Wie lebe ich
"irgendwo"?
Ist es Ziel, seine leben bis zum Ende
"irgendwo" zu verbringen ohne Inhalt ?
Ja, natürlich habe ich darüber nachgedacht, mein Leben in Richtung Heimat neu anzufangen, aber im Moment ist es wohl auch die Angst vor der Einsamkeit, die verhindert, das man sich konkrete Ziele setzt, weil man eben alleine steht. Ich habe sogar schon darüber nachgedacht, in NRW mit der guten Bekannten (Freundin) eine WG zu bilden.War ihr Vorschlag, wäre sicherlich eine tolle Sache, sie ist in einer ähnlichen Situation, will aber keine Partnerschaft mehr, sondern einen Menschen, dem man Vertrauen kann und der da ist, wenn es notwendig ist, außerdem kann man sich die Kosten und Probleme des Lebens teilen. Nur, wenn man, wie du und ich, seine Baustellen im Leben nicht beendet hat, so ist man, glaube ich, auch schwer in der Lage, Entschlüsse zu fassen.
Puhh, das war jetz eine lange Ausführung. Ich finde es toll, das du scheinbar auf dem Weg zum positiven bist. Weiter so!
Ich hoffe. das es dir seeehr gut geht und du Licht am Horizont siehst. Ich habe im Moment etwas damit zu kämpfen, was die Enkelkinder meiner Ex betrifft. Sie bedeuten mir nun mal sehr viel und es tut natürlich weh und auch Kraft, sie zu verlieren.
Bitte, halte den Kopf hoch, melde dich wieder und lass dich nicht unterkriegen.
Ich

dich ganz doll
und grüße dich auch ganz lieb
Alpha