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Ich habe abgewiesen und nun ist sie weg

F
Hallo Xantier,

sehe hier starke Parallelen zu meinem Problem!
Nur stecke ich nicht so tief drin wie du es leider schon tust.

Liebeskummer lässt Grüßen.

Wenn du schnell vergessen möchtest, dann solltest du dich nicht um Ihre
Probleme kümmern sondern um deine eigene!

Welche Beweggründe sie hat, wieso sie das mit dir angestellt hat, wenn Interessierts?

Sie Liebt dich nicht!

Weißt du aber auch alles selber was abgeht.

Willst du dich noch ewig mit dem Thema rumschlagen und eventuell noch dein Job gefährden?

In Liebesbeziehung kann man eben nicht nur als Gewinner hervor gehen, aber man
kann lernen auch ein guter Verlierer zu sein.

Ich drück dir die Daumen das du so schnell wie möglich, halbwegs unbeschadet aus der Sache wieder raus kommst!

Versuch nur an dich zu denken und lade dich nicht mit Problemen anderer auf die es noch nicht mal verdienen.
Ich weiß, leichter gesagt als getan.

Liebe Grüße
Fred0815

04.10.2013 01:21 • x 1 #31


X
Zitat von Alena-52:
du kannst jetzt lernen eine neue ordnung zu schaffen, denn solche erfahrunen lassen selbst bis an die grundmauern erschüttern, zusätzlich zum trennungsschmerz.

du wirst eine zeit brauchen um das zu verarbeiten, gebe sie dir und gehe umsichtig und verständnisvoll mit dir um!


Ich denke, ich werde mal eine Therapie in Angriff nehmen. Nicht primär wegen dieser Geschichte. Aber das hat mir die Augen geöffnet. In den letzten 5 Jahren habe ich mich einfach gehen lassen nach meiner letzten Beziehung. Bin zurückgefallen in eine
Zeit Anfang der 20er. Mit meiner Freundin davor war ich 4 Jahre zusammen. Eine super Frau, vor allem charakterlich, kein Vergleich zur jetzigen Ex. Diese Frau hätte ich damals nie und nimmer bekommen, wenn ich mich nicht damals wesentlich besser gefühlt hätte. Nach dem Ende der Beziehung bin ich wieder in alte Muster verfallen, habe erstmal zwei Jahre verarbeitet, bis ich wirklich darüber hinweg war. Seitdem fühle ich mich mal mehr und mal weniger wertlos, sicher nicht so wie meine Ex, da liegen wohl Welten zwischen, aber immer noch genug, um jetzt zu sagen, da muss dran gearbeitet werden. Wäre ich zum Zeitpunkt des Kennenlernens richtig selbstbewusst gewesen, hätte ich sie vermutlich nicht einmal registriert.

Das Problem liegt also tiefer und sicher auch in der Kindheit zu suchen und eigentlich kenne ich das Problem. Mir wird aber erst gerade bewusst, das es ein WIRKLICHES Problem ist, dass mich oft in meinem Leben behindert hat. Das heißt, ich habe Phasen, wo ich einen Lauf habe, der auch mal Jahre anhalten kann, aber sobald es harte Rückschläge gibt, verfalle ich wieder in alte Muster. Ich denke es ist die Herabsetzung väterlicherseits seit dem Kindesalter im Prinzip bis heute (Bist nichts, hast nichts, kannst nichts). Ich möchte ihm nicht wirklich böse sein, seine Vaterliebe zeigt er durch viele andere Dinge, er tut wirklich viel. Aber man kann ihn nur enttäuschen, nie richtig zufrieden stellen. Da nützt es auch nichts, wenn ich im sonstigen Leben von vielen Seiten Anerkennung und teilweise auch Bewunderung ernte, derjenige bei dem es mir am wichtigsten ist, gibt mir diese Anerkennung NICHT. Alles was ich bin oder war, habe ich mir selbst erarbeitet. Ich bin im Prinzip bei NULL gestartet und habe das Gefühl, dass ich oftmals wieder auf Null zurückfalle, wie zurzeit eben. Ich denke hier liegt mein Problem.

Gibt es hier geeignete Therapien? Ich will mich einfach nicht mehr runterziehen lassen von seinen Aussagen über mich. Er wird sich da leider nicht ändern, egal wie erfolgreich ich auch bin. Ich möchte damit umgehen können, damit ich es schaffe glücklicher und dauerhaft selbstbewusst zu sein.

Was anderes:

Heute habe ich erfolgreich den 5. Tag der Kontaktsperre hinter mich gebracht. Es war bisher der härteste Tag. Aber ich habe mich zusammengerissen. Heute morgen hatte ich die bisher härteste Panikattacke beim Aufwachen. Hab echt ein paar Minuten gebraucht, um mich zu beruhigen, ein total beunruhigendes Gefühl. Ich vermute, das hat damit zu tun, dass ich mich am Feiertag intensivst mit dem Borderline-Syndrom auseinander gesetzt habe, es regelrecht aufgesogen habe. Und dann habe ich alles Wissen darüber mit ihren Verhaltensweisen, mit ganz vielen Situationen, die wir hatten, abgeglichen.

Ich muss ganz ehrlich sagen, das war unheimlich und hat weh getan. Vieles stimmt einfach überein. Aber man kann sich natürlich auch ein Ergebnis vorgeben und die Verhaltensweisen passen dann immer irgendwie da rein. Trotzdem: Von der Hand zu weisen ist es rein objektiv bei ihr nicht. Dass sie eine Störung hat, war zudem schon immer klar. Dass es ggf. so eine schlimme Störung ist, hätte ich nicht gedacht. Und eine echte Diagnose ist es natürlich nicht.

Mir wäre es wirklich lieber, wenn sie es nicht hätte und mich aus welchen Gründen auch immer nicht mehr möchte oder liebt. Und es einfach ihre (schlechte) Art ist, damit umzugehen. Das wäre mir wirklich lieber, normalen Liebeskummer zu haben. Damit würde ich definitiv besser fertig als mit der Erkenntnis einer Borderlinerin aufgesessen zu sein. Es würde mir viel bedeuten, dass ich weiß, dass ein Mensch sich an schwarz UND weiß erinnern kann. Und zwar richtig, mit Gefühlen.

Habe sogar heute auf der Arbeit zum ersten Mal wieder richtig gearbeitet. Dabei wollte ich heute morgen nach der Panikattacke mich eigentlich krank melden. Gesehen habe ich sie Gott sei Dank nicht. Es gab eine brenzlige Situation, als ein Auftrag rein kam, der unbedingt heute erledigt werden musste. Dazu habe ich eine Akte gebraucht, die in ihrem Büro steht. Ich war leicht in Panik und hatte überlegt, ihr zu schreiben, ob ich mir diese Akte holen darf (sie hatte mir ja gesagt, ich solle ihr auf der Arbeit nicht mehr über den Weg laufen). Dann hab ich mir gesagt: Du bist doch nicht bescheuert!
Trotzdem: Einfach da rein maschieren und die Akte holen, das hätte mich wahrscheinlich zurück geworfen und sie hätte gedacht, ich tue es ohne Not. Kapiert sie ja dann eh nicht. Diskussion zwecklos. Ich habe dann gewartet, bis ich sicher wusste, dass sie weg ist und mir die Akte dann geholt. Das lies mich dann zwar bis 19 Uhr arbeiten, aber was tut man nicht alles für die eigene Gesundheit Alleine ihr aufgesetztes Grinsen und ein überfreundlichen Hallooho zu mir vor ihren Kolleginnen hätte mich innerlich ausrasten lassen. Und die Gefahr, dass sie mich dann heute abend angerufen hätte und nicht mehr ganz so freundlich gewesen wäre, hätte auf jeden Fall bestanden ...

04.10.2013 21:20 • #32


A


Ich habe abgewiesen und nun ist sie weg

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A
Zitat von Xantier:
Das heißt, ich habe Phasen, wo ich einen Lauf habe, der auch mal Jahre anhalten kann, aber sobald es harte Rückschläge gibt, verfalle ich wieder in alte Muster. Ich denke es ist die Herabsetzung väterlicherseits seit dem Kindesalter im Prinzip bis heute (Bist nichts, hast nichts, kannst nichts). Ich möchte ihm nicht wirklich böse sein, seine Vaterliebe zeigt er durch viele andere Dinge, er tut wirklich viel. Aber man kann ihn nur enttäuschen, nie richtig zufrieden stellen. Da nützt es auch nichts, wenn ich im sonstigen Leben von vielen Seiten Anerkennung und teilweise auch Bewunderung ernte, derjenige bei dem es mir am wichtigsten ist, gibt mir diese Anerkennung NICHT. Alles was ich bin oder war, habe ich mir selbst erarbeitet. Ich bin im Prinzip bei NULL gestartet und habe das Gefühl, dass ich oftmals wieder auf Null zurückfalle, wie zurzeit eben. Ich denke hier liegt mein Problem.
Xantier
jemehr auslöser es gibt je tiefer kann sich das manifestieren.
dein vater hat es nicht anders gelernt und zeigt dir seine liebe auf die art die ihm möglich ist. aber im prägealter konntest du das nicht wissen und hast dir deine eigene gedankenwelt dazu aufgebaut, unbewusst wirkt dieser glaubenssatz weiter. so wie du es schreibst : ich bin nicht gut genug - verdiene keine anerkennung,
diesen glaubenssatz kannst du umwandeln bist du ihn auch im innen spüren kannst.
es ist gut wenn die die erkenntnis schon hast, jetzt gilt es dich selbst zu bestärken, dass es eben nicht so ist.
Zitat:
Gibt es hier geeignete Therapien? Ich will mich einfach nicht mehr runterziehen lassen von seinen Aussagen über mich. Er wird sich da leider nicht ändern, egal wie erfolgreich ich auch bin. Ich möchte damit umgehen können, damit ich es schaffe glücklicher und dauerhaft selbstbewusst zu sein.
um glaubenssätze umzuwandeln bedarf es keiner therapie, ich bin auch kein freund davon alte kamellen immer wieder aufzuwärmen, heute gibt es möglichkeiten die schneller wirken ohne das ich meine ganzen generationsmuster durcharbeiten muss.
es geht ganz einfach, du brauchst dafür dein herz nur öffnen, für dich selbst.
spüre mal rein wie es sich anfühlt wenn du 2-3 mal sagt : ich verdiene keine anerkennung
wie und wo fühlst du das im körper, fühle es, öffne dein herz dafür.
dann sage oder denke : ich bin die anerkennung selbst
dann gebe diesen neuen glaubenssatz mit dem gefühl der liebe
in dein bewusstseinsfeld. kannst du das spüren - das sich etwas geändert hat ?
wenn du es richtig gemacht hast-mit offenen herzen für dich
wird der Satz : ich bekomme keine anerkennung - sich neutral anfühlen.
das ist reine bewusstseinsarbeit und sie wirkt sofort,
allerdings hängen diesem satz noch einige hintendran, z.b. : ich bin getrennt von anderen
daraus könnte entstehen : ich bin verbunden mit anderen
so wie an einer perlenkette, du können dann auch so aufgelöst werden.
Zitat:
Heute morgen hatte ich die bisher härteste Panikattacke beim Aufwachen. Hab echt ein paar Minuten gebraucht, um mich zu beruhigen, ein total beunruhigendes Gefühl. Ich vermute, das hat damit zu tun, dass ich mich am Feiertag intensivst mit dem Borderline-Syndrom auseinander gesetzt habe, es regelrecht aufgesogen habe. Und dann habe ich alles Wissen darüber mit ihren Verhaltensweisen, mit ganz vielen Situationen, die wir hatten, abgeglichen.
möglich ist auch, dass du jetzt verlassenheitsgefühle hast, altes in dir wirkt, der glaubenssatz, ich bin nicht gut, bekomme keine anerkennung ist mit dieser angst verbunden, die wiederum mit unserer kollektiven urangst, alleingelassen zu sein und deshalb sterben zu müssen verbunden.
diese angst ist noch in allen von uns, bei menschen, die frühkindliche verlustängste erlebt haben sind sie besonders stark und können überwiegend auch bei trennungen wieder an die oberfläche kommen.
Zitat:
Ich muss ganz ehrlich sagen, das war unheimlich und hat weh getan. Vieles stimmt einfach überein.
Mir wäre es wirklich lieber, wenn sie es nicht hätte und mich aus welchen Gründen auch immer nicht mehr möchte oder liebt. Und es einfach ihre (schlechte) Art ist, damit umzugehen. Das wäre mir wirklich lieber, normalen Liebeskummer zu haben. Damit würde ich definitiv besser fertig als mit der Erkenntnis einer Borderlinerin aufgesessen zu sein. Es würde mir viel bedeuten, dass ich weiß, dass ein Mensch sich an schwarz UND weiß erinnern kann. Und zwar richtig, mit Gefühlen.
halte dich nicht an der diagnose fest, heute wird sie kaum noch gestellt weil sie ein syndrom ist mit vielen facetten. selbst psychiater und psychologen waren lange mit der behandlung überfordert und man hielt diese störung unheilbar, hat bestenfalls nur symptome lindern können. heute gibt es andere möglichkeiten.
ich kenne das aus ehemaligen klinikalltag.
Zitat:
Habe sogar heute auf der Arbeit zum ersten Mal wieder richtig gearbeitet. Dabei wollte ich heute morgen nach der Panikattacke mich eigentlich krank melden....... bis ich sicher wusste, dass sie weg ist und mir die Akte dann geholt. Das lies mich dann zwar bis 19 Uhr arbeiten, aber was tut man nicht alles für die eigene Gesundheit
das nennt sich vermeidungsverhalten, dadurch schürst du die panik. kann es aber auch nachvollziehen wenn du jetzt erstmal abstand brauchst.
es zeigt aber auch die tiefe verletzung und angst in dir.
du könntest es mit magnesium, hochdosiert ca. 600 mg täglich versuchen, entspannt die muskelzellen und magnesium wird sehr viel verbraucht bei stress, oder vielleicht auch mit neuraxan, ein pflanzliches, freiverkäufliches mittel aus der apotheke oder beides. es könnte dir in der ersten zeit helfen etwas mehr zu entspannen.

dir wird wahrscheinlich nach und nach so einiges bewusst warum du diese beziehung eingegangen warst und so lange durchgehalten hast mit ihr. das ist deine chance dich freizuschaufeln vom alten ballast.
bei trennungen verlieren wir nicht nur, wir gewinnen auch an selbsterkenntnis und daraus können wir etwas neues, schöneres schaffen.

04.10.2013 21:57 • #33


X
Hallo zusammen,

ich möchte mich zunächst einmal bisher bei denen bedanken, die mir durch ihre Worte
und Erfahrungen Unterstützung zugesprochen haben! Das ist mir viel wert!

Nun ist Tag 7 der Kontaktsperre, nachdem es am letzten Sonntag zu einem heftigen Kontakt
zwischen uns kam, der in einem wirren, agressiven Anruf von ihr endete. Seitdem null Kontakt,
auch nicht auf der Arbeit über den Weg gelaufen.

Gestern ging es mir bis in den frühen Abend rein total schlecht. Ich war immer wieder in Versuchung ihr
zu schreiben, ob das jetzt am Sonntag das letzte Wort zwischen uns gewesen sei bzw. warum sie mich
dauernd abwertend behandelt hat, seitdem ihr klar war oh bei dem sind ja wirklich noch Gefühle. Die
Art wie ich an die Nachricht ran gehen wollte zeigt, dass es gut ist, dass ich es nicht getan habe.

Am Abend dann ins Auto gesetzt, los gefahren, rumgeschrien und geheult. Mir immer wieder gesagt, dass
ich mir von Dir das Leben nicht kaputt machen lasse und dass ich etwas wert bin. Danach war mir völlig
klar, dass ich ihr Gerede doch überhaupt nicht ernst nehmen darf. Schließlich war sie ja wirklich in den
ersten zwei Tagen sehr verständnisvoll, für ihre Verhältnisse mitfühlend, das kann sie nicht spielen,
ich habe mit ihr telefoniert, sie war nicht bösartig zu diesem Zeitpunkt. Sie habe seit meiner Trennung
versucht, jegliche Gefühle zu mir abzutöten, damit ich auch nicht mehr nett zu ihr sei, wenn ich mich
melde. Sie habe sich halt gefragt, wenn ich sie liebe, warum ich sie dann, als sie denn bereit war für
mich, ich sie abweise. Und das sei für ihr ohnehin nicht vorhandenes Selbstwertgefühl nicht gerade förderlich
gewesen. Daher gehe sie davon aus, ich habe sie nie geliebt.

In den Tagen später hat sie abgestritten, dass es ihr damals groß etwas ausgemacht habe. Ab dem Punkt, wo
sie gemerkt hat, dass ich sie wirklich zurück will, hat sie dicht gemacht, eine unglaubliche Fassade aufgebaut und
mich ständig abgewertet (kompletter Kompromiss , Zwischenlösung z.B.). Gleichzeitg, dass ich für sie etwas
ganz besonderes und wichtig sei, nur jetzt bitte an einem anderen Platz. Ich glaube ihr das wirklich, es war
vor den heftigen Auseinandersetzungen, die sicher auch dadurch begründet waren, dass ich ja versucht habe,
auf Freundschaft zu machen, aber irgendwie musste ich ihr dann immer wieder sagen, dass ich sie noch liebe.
Je mehr ihr bewusst wurde, dass das kein Hirngespinst ist (sie hat es mir zu Anfang schlicht weg nicht geglaubt)
je mehr hat sie komplett dicht gemacht und ihren Freund toll geredet.

Was mich gerade so fertig macht, ist nicht zu wissen, welche Erkrankung sie denn tatsächlich hat. Dass sie eine
hat, hat sie mir ja bereits ganz früh erzählt. Die Symptome passen zu so vielen psychischen Erkrankungen.

Aussagen von ihr über sich selbst (Auswahl):

Ich bin hässlich.
Ich bin zu dick (objektiv nein!).
Ich bin dumm.
Ich bin schlecht.
Ich bin sozial inkompetent.
Ich werde immer alleine bleiben.
Ich kann nicht glauben, dass du mich liebst.
Ich bin unsicher.
Ich bin entscheidungsunfähig.
Ich kann um nichts kämpfen.

Gleichzeitig nach aussen immer eine unheimliche Fassade am halten.

Weiß mir in Erinnerung geblieben ist, da lief einmal der Film Black Swan.
Da hat sie mich angerufen und gesagt, dass wenn ich verstehen möchte,
wer sie ist, ich diesen Film anschauen soll. Sie spiele die Hauptrolle.

Diese ganze NEGATIVITÄT hat mich schließlich dazu bewogen, mit ihr Schluss
zu machen. Weil ich auch irgendwann ausgelaugt war.

Sie hat mir nie versucht, irgendwelche Vorschriften zu machen, weil von Anfang
an war ihr klar, dass das bei mir nichts bringt. Trotzdem hat ihr mein Lebensstil nicht
so gefallen, so hat sie es ausgedrückt.

Es war auch nicht von Anfang an die große Liebe, so dass wir übereinander her gefallen
sind. Zuerst war es eine tiefe Zuneigung / Freundschaft (Altersunterschied 13,5 Jahre), sehr intensiv. Bis ich mich dann
in sie tatsächlich verliebt habe und sie sich in mich (wie konnte das nur passieren, ich
glaube, ich habe mich in dich tatsächlich verliebt). Dann wurde Liebe draus und die war definitiv echt.
Sie hat mir auch nie Szenen gemacht oder sonst irgendwie etwas.

Wie gesagt, hat mich ihre Negativität über sich selbst irgendwann zermürbt. Ihre Aussagen, dass sie es nicht wert
sei, die Beziehung auf richtige Füße zu stellen, also offiziell zu machen, haben ihr übriges dazu getan. Exemplarisch hier
mal eine typische Nachricht von ihr.

Meine Frage lautete: Warum kannst Du mir nichts geben? (Zuvor hatte sie geschrieben, dass sie mir nichts geben kann).

Ihre Antwort lautete (Text abgeschrieben):

Weil ich unfähig bin, was das angeht.
Du ganz andere Erwartungen und Vorstellungen hast.
Weil ich zu egoistisch bin.
Weil ich kein guter Mensch bin.
Weil ich alles so kompliziert mache.
Weil ich nur für mich lebe.
Weil ich nichts habe, was dir gut tun würde.
Weil ich nicht absolut die Entscheidung für dich treffen kann.
Weil mir so vieles nicht passt.
Weil ich unglaublich verletzend bin.
Weil ich einfach nichts habe, was jemand haben möchte.
Weil ich immer das schlechteste tu.
Weil es nichts gibt, wofür ich kämpfen würde.
Weil ich ein absolut unfähiger Mensch in allen Dingen bin.
Du hättest nichts von mir.
Und ich würde dir deine Wünsche nicht erfüllen können.

Das hat mich damals schon ein wenig sprachlos gemacht.

Sorry, dass ich das alles so vor mich hinschreibe
Es sind halt die Gedanken, die ich mir seit Tagen jetzt mache. Was hat diese Frau? Was nur?

06.10.2013 20:05 • #34


P
da sie sich selber nicht liebt, kann sie dich nicht lieben.
es war keine Liebe. von ihr nicht.
Liebe wächste über einen langen Zeitraum.
ach mensch.. ich würde dir gern mehr schreiben.. doch ehrlich gesagt, kann ich an diesem Punkt nicht helfen.
denn für mich, die selber eine Beziehung der kranken ARt hatte, kann ich klar sagen, was es ist.
aber dich bei deinem Weg zu begleiten, fällt mir schwer. dennich bin an einem ganz anderem Ort.
sie ist krank, sie ist zerstörend. für dich, als unbedarften Menschen kann das teilweise nicht fassbar sein.
ich kenne solche Menschen aus dem Privatleben, aber auch als Patient/Klient von der Arbeit. du versuchst sie mit deinem gesundem verstand zu verstehen, sie aber ist nich tgesund, daher kannst und wirst du sie nie verstehen. das ist das Problem.
hast du an das Buch Bordeline brach Herz gedacht..
?

06.10.2013 20:16 • #35


A
Zitat von Xantier:
Es sind halt die Gedanken, die ich mir seit Tagen jetzt mache. Was hat diese Frau? Was nur?
den tiefsten schmerz von minderwertigkeit und nichtigkeit - die unterste skala unserer emotionale schmerzen - und deshalb kannst du ihr einen roten teppich ausrollen und ihr ein goldnes schloss schenken und dein herz - es wird nicht an sie herankommen - alles was gut ist prallt an ihr ab.
ihr bedürfniss an selbstbestrafung ist, meiner einschätzung nach, genauso hoch wie das, andere mit leiden zu lassen. das ist destruktivität pur. egal welche diagnose ...

06.10.2013 20:17 • #36


X
Zitat von peppina:
da sie sich selber nicht liebt, kann sie dich nicht lieben.
es war keine Liebe. von ihr nicht.
Liebe wächste über einen langen Zeitraum.
ach mensch.. ich würde dir gern mehr schreiben.. doch ehrlich gesagt, kann ich an diesem Punkt nicht helfen.
denn für mich, die selber eine Beziehung der kranken ARt hatte, kann ich klar sagen, was es ist.
aber dich bei deinem Weg zu begleiten, fällt mir schwer. dennich bin an einem ganz anderem Ort.
sie ist krank, sie ist zerstörend. für dich, als unbedarften Menschen kann das teilweise nicht fassbar sein.
ich kenne solche Menschen aus dem Privatleben, aber auch als Patient/Klient von der Arbeit. du versuchst sie mit deinem gesundem verstand zu verstehen, sie aber ist nich tgesund, daher kannst und wirst du sie nie verstehen. das ist das Problem.
hast du an das Buch Bordeline brach Herz gedacht..
?


Hallo Peppina,

Ja, ich weiß es, wenn ich es an mich ran lasse. Aber ich nenne es für mich einfach Liebe. Und von meiner Seite ging es auch auf jeden Fall in die Richtung. Wahrscheinlich bin ich auch nicht ganz beisammen dass ich mir öfter mal die zerissenen Frauen aussuche. Ich dachte wirklich, ich kann ihr helfen. Ich tu ihr gut. Hab sie akzeptiert, bin aber dran verzweifelt.
Was wurde ihr nur alles angetan. Ich konnte es nicht ertragen, als ich es erfahren habe. Ich hab einen Hass entwickelt auf ihre ganze Familie. Leiblicher Vater, Mutter, Stiefvater, Schwester. Und trotzdem bricht sie den Kontakt nicht ab, tut alles was von ihr verlangt wird. Wird nur runter gemacht. Ihr ganzes Leben schon. Bis heute. Es ist nicht zu ertragen und zu beschreiben. Kannte so was nicht. Ich war schon einmal vor Jahren mit jmd zusammen, die Bulimie hatte. Das war im Nachhinein Kindergarten hiergegen. Die lies sich wenigstens helfen und war außerhalb der Attacken normal.

Das Buch habe ich noch nicht besorgt, aber im Hinterkopf. Ich glaube, ich könnte es gerade nicht ertragen. Befasse mich jetzt seit Tagen mit alldem. Ich weiss nicht, ob es mir gut tut. Aber ich brauche das gerade. Irgendwann höre ich auf. Irgendwann ist auch jeder Gedanke gedacht. Ich muss das aber gerade für mich tun. Ich kann nicht so tun, als ginge mich das alles nichts an. Ich war mittendrin und merke erst jetzt langsam, wo drin ich war.

06.10.2013 22:51 • #37


X
Zitat von Alena-52:
Zitat von Xantier:
Es sind halt die Gedanken, die ich mir seit Tagen jetzt mache. Was hat diese Frau? Was nur?
den tiefsten schmerz von minderwertigkeit und nichtigkeit - die unterste skala unserer emotionale schmerzen - und deshalb kannst du ihr einen roten teppich ausrollen und ihr ein goldnes schloss schenken und dein herz - es wird nicht an sie herankommen - alles was gut ist prallt an ihr ab.
ihr bedürfniss an selbstbestrafung ist, meiner einschätzung nach, genauso hoch wie das, andere mit leiden zu lassen. das ist destruktivität pur. egal welche diagnose ...


Hallo Alena,

danke für Deine immer offenen Worte, Deine ehrliche Einschätzung der Realität.
Angenommen, sie möchte sich wirklich helfen lassen, hat sie eine Chance?
Ich bin nicht in der Position, ihr da aktuell Unterstützung anzubieten und werde auch den Kontakt nicht wieder
aufnehmen. Aber wenn es in Zukunft irgenwie irgendwann wieder einen Kontakt geben sollte, wenn ich über sie hinweg bin, sonst geht es nicht, ich will nicht dass sie komplett vor die Hunde geht. Sie ist doch noch so jung. Das zerreisst mich alles selbst.
Ich hätte statt mich in sie zu verlieben, etwas in diese Richtung unternehmen sollen, bilde mir ein wenigstens etwas Einfluss gehabt zu haben, jedenfalls mehr als jetzt.

06.10.2013 23:00 • #38


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Zitat von BendIt:

Das mit der Dating-Seite musst du selber wissen. Ich hab das auch so gemacht. Aber ich hab mich auch wieder abgemeldet, weil es am Ende nur wieder meine Angst vorm alleinsein ist, die mich zu so etwas gebracht hat. Es wäre niemandem geholfen, wenn du dich so kurz nach so einer traumatisierenden Beziehung wieder in etwas neues stürzen würdest- Glaub mir bitte. Damit tust du der anderen sehr sehr sehr weh. Lerne allein zu sein. Fühl dich wohl damit. Stichwort Selbstliebe und Selbstannahme. Alles andere ist nur wieder flucht vor der Angst und das ist deren Nährboden. Wie alena in einem andern Thread schrieb

Carl Gustav Jung hat mal gesagt :
Wer nach Aussen schaut, träumt
wer nach innen schaut, erwacht!

Fokusiere dich nur noch auf dich selbst, fürs erste


Ich hatte mich da schon vor drei Wochen angemeldet. Im Nachhinein eine Kurzschlussreaktion. Aber hab da halt vor zwei Wochen schon jemdanden kennengelernt, mit dem ich etwas mehr geschrieben habe.
Und heute haben wir zum ersten Mal telefoniert. Zwei Stunden.

Ich habe mich zum ersten Mal wieder gefühlt wie ein Mensch. Es war ein schöner Abschluss eines furchtbaren Tages.
Habe mich wohl gefühlt. Kannte es nicht mehr, wie es ist, einfach normal mit einer Frau zu sprechen.

Das heisst jetzt nicht, dass da was draus wird und ich bin auch sehr vorsichtig. Es ist eine sehr nette und liebe Frau von 32. Die auch weiter weg wohnt. So dass nicht gleich weiterer Druck entsteht, sich mal eben zu treffen. Werde sie auf keinen
Fall verarschen. Gebe zu, dem Sinn mich dort anzumelden liegt der Fluchtgedanke zu Grunde. Aber das war vor 3 Wochen. Natürlich sind da noch keine Gefühle im Spiel in dem Sinne und gefunkt hat es natürlich auch noch nicht. Aber ich habe mich einfach wohl gefühlt. Es tut meiner Seele gut. Und ich denke sie hatte auch ein gutes Gefühl. Ich möchte den Kontakt jetzt auch nicht rückgängig machen, sondern halten. Und sie möchte das auch. Es ist jetzt halt passiert. Ganz langsam und in Ruhe abwarten, wie es weiter geht. Denke nicht, dass das total falsch ist, was ich gerade tue.

06.10.2013 23:20 • #39


F
Hallo,
finde alles richtig was geschrieben wurde, mein Respekt für die ausführlichen Antworten
die gegeben wurden!
Wünschte auch als ich könnte mich so gewählt ausdrücken.

Nur frag ich mich wem hier geholfen werden sollte der Dame oder dem Threadsteller?
Ich glaube nicht hier klären zu können wieso sie nicht mehr liebt.
Diese frage wird nur sie selbst beantworten können.
Selbst diese ist nicht gewiss, da jeder Mensch versucht sich für sein Verhalten zu rechtfertigen, dabei ist es als so einfach.

Glaube auch nicht das es Xantier viel weiter bringt sich ständig gedanken zu machen
wieso sich die Dame so verhällt.
Solange man sich über den Ex gedanken macht wird man nie loslassen können.
Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, aber man sollte versuchen in diese Richtung zu gehen.

Wenn ich zurück denke, wie Frauen sich gedanken über mich machten weil ich leider diese Beziehungen beenden mußte
weil ich nicht mehr liebte und zu feige war dieses zu sagen, war echt heftig.
Ja, ich hatte auch so ziemlich alles im Programm, bin ein Fremdgeher, kann keine Beziehung führen, Vergangenheit hat mich eingeholt, bin schlecht etc....
Nur weil ich es nicht über die Lippen brachte zu sagen ich liebe dich nicht mehr.

Selbst nachdem ich nach meinem Programm endlich ein Ich lieb dich nicht mehr heraus brachte, wurde
mir dieses nicht mehr geglaubt und hätte andere Gründe.

Ich weiß ist nicht fair, hatte es nur deswegen gemacht weil ich sie mochte und ihnen nicht weh tun wollte.
Mir wünschte sie würden von sich aus gehen.
War eben ein Fehler von mir und tut mir auch immer noch leid.

Zu dir Xantier, du hast nichts falsch gemacht, du liebst und dafür muß man sich nicht schämen!
Ich kann dir nur raten sie versuchen zu vergessen,so schwer es auch fällt!
Wünsche dir ganz viel Kraft!
Fred0815

06.10.2013 23:24 • #40


A
Zitat von Xantier:
Angenommen, sie möchte sich wirklich helfen lassen, hat sie eine Chance?

ich will nicht dass sie komplett vor die Hunde geht. Sie ist doch noch so jung. Das zerreisst mich alles selbst.
Ich hätte statt mich in sie zu verlieben, etwas in diese Richtung unternehmen sollen, bilde mir ein wenigstens etwas Einfluss gehabt zu haben, jedenfalls mehr als jetzt.
ja, eine chance gibt es immer, sie könnte lernen besser damit zu leben, gefühle fühlen, aber sie wirken zu bedrohlich auf sie - vernichtend.
nicht jeder kann das aushalten, sie muss es wirklich selbst wollen.
allerdings halte ich es nicht notwendig wenn sie mit alten situationen und gefühlen konfrontiert wird, es könnte sie nur verstärkt traumatisieren. das muss dann ein fachmann entscheiden.
aber es kann langsam darauf hingearbeitet werden alte glaubenssätze umzuwandeln und durch gesündere zu ersetzen.
vorher müssen imaginäre schutzräume aufgebaut etc., es kann den gefühlen: farben, formen, usw. gegeben werden oder ein film, der von aussen betrachtet werden kann soll entstehen und damit kann dann gearbeitet werden, so braucht man nicht in die geschichte eintauchen es gibt viele möglichkeiten, leider beherrschen die zugelassenen therapeuten diese kaum, da muss man gut suchen.

06.10.2013 23:32 • #41


L
Hay Xantier,

Ich möchte gerne nochmal, auch weil ich selber stark beeinflusst davon bin, auf Alena-52 Kommentar mit Borderline eingehen.

Man kann über ein Forum niemals eine genaue Diagnose stellen, vorallem nicht bei so einem Komplexen Thema wie BL, gewisse Züge mögen aus deinem Text wirklich in diese Richtung zeigen.

Ich würde dir empfehlen alles was du im Interner oder sonst wo auftreiben kannst zu diesem Thema durchzulesen - mir hat das auch die Augen geöffnet und du kannst mit vielen Situationen besser umgehen, wenn du diese Krankheit! verstehst und deren Folgen für Angehörige und Partner.

Auch wenn du mit dieser Beziehung abgeschlossen haben solltest, es kann nicht schaden sich weiter zu bilden und das ist ein wirklich interessantes Thema, auch wenn es etwas von mit dem Feuer spielen hat, wenn man in solch einer Beziehung ist.


Viel Glück weiterhin.

07.10.2013 10:00 • #42


A


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