@tonja das mit der Vaterrolle habe ich eine Zeile vorher geschrieben und ich habe auch an keiner Stelle geschrieben, daß ich irgend etwas verwerflich empfinde.
Das Zitat bezieht sich darauf, der der TE erwähnt hat, daß er sich Familie wünscht, genauso aber beschrieben hat, daß er sehr viel beruflich unterwegs ist, für die damalige Freundin nur am WE Zeit hatte und diese sich eben mehr Zeit wünschte.
Daher eben schon die Anregung an den TE, sich möglicherweise (!) mal ein paar Gedanken zu machen, wie er denn denkt, daß sein Wunsch nach Familie und sein Job in Zukunft (!) besser oder anders unter einen Hut zu bringen sind.
Zitat von tonja:Der TE hatte noch so viel mit dem eigenen Leben zu tun, mit der Trennung von der Ex, vom Kind, mit dem Rosenkrieg, der ja immer noch läuft, mit den Gedanken, wie er Vater sein kann, dass sein Lebenstraum zerplatzt ist. Und ja, in dem Moment kommt eine Frau, die ihn fasziniert,
Das hat der TE aber seiner Aussage nach anders empfunden:
Zitat von mquadrat:>> Latent ist die Trennung schon ein Jahr her. Gefühle sind also wohl sortiert und ich war bereit für eine neue Frau.
Zitat von tonja:Ich finde das nicht mal verwerflich, dass er Zeit für sich brauchte und dies auch kommuniziert hat.
Um ehrlich zu sein, ist das eine der Dinge, die ich ja versucht habe, mittels Nachfragen herauszufinden. Inwieweit er das nämlich kommuniziert hat, ist recht unklar. Schau mal auf meine Nachfrage hier:
Zitat von mquadrat:Ich war Unterwegs und wollte es ihr eigentlich persönlich sagen. Dann kam es aber zu einem Streit bezüglich Sehen.Ich war daraufhin Sauer und habe einen Brief geschrieben.
Was klar scheint, ist das sie ihn mehr und häufiger sehen wollte, das scheint zu Streit geführt haben. Ob es davor von seiner Seite und von sich aus Kommunikationsversuche gab, ist unklar.
Zitat von tonja:Es begann als lockere WE-Beziehung, er hatte wahrscheinlich die Trennung von seinem Kind noch nicht verdaut, die Beziehung zur Ex und zum Kind gestaltet sich schwierig, er wurde nur als Erzeuger genutzt, jetzt darf er die Kleine wenig sehen und es herrscht eine Art Rosenkrieg.
Die Annahme, er wurde als Erzeuger genutzt, ist naheliegend, aber dennoch nur Annahme. Auch da habe ich versucht mal nachzufragen, weil ich auch da nicht beurteilen vermag, wie das eigentlich gelaufen ist. Was sich aus dem Eingangspost entnehmen ließ war, Fernbeziehung und eine gemeinsame Entscheidung für eine Schwangerschaft (mit dann späteren Absichten zusammenzuziehen, wie auf Nachfrage berichtet).
Ob er als Erzeuger genutzt wurde oder nicht, kann ich nicht beurteilen.
Zitat von tonja:wo man keine Angst hat, wegen eines Kindes nicht geliebt zu werden
An der Stelle gehen unserer Überlegungen deutlich auseinander. Zum einen ist mir trotz Nachfrage und Rückmeldung des TE noch immer nicht klar, wieso er abgewartet hat. Er wollte halt irgendwie warten etc. Zum anderen, reden wir ja nicht darüber, daß er irgendein Hobby hat, was jemandem nicht gefällt oder gefährlich ist, oder ne politische Überzeugung, die zur Ablehnung beim anderen führen würde. Die Angst vor Ablehnung ist uns ja allen gemein. Dennoch vor allem weil hier ja auch keiner mehr 22 ist, gibt es Dinge, die gerade bei Beziehungsanbahnungen und generell während des Kennenlernens auf den Tisch müssen, weil diese nämlich existentiell sind, nicht veränderbar, somit nicht verhandelbar und eben auch Basis des anderen für dessen Entscheidung sind.
Wenn für jemanden, Kinder (oder eben keine) absoluter Lebenstraum sind, dann gehört das recht schnell kommuniziert. Dazu bedarf es am Anfang auch keiner großen Gespräche. Wenn ich date und der Typ redet von seinen Eltern, dann kann ich eben kurz feststellen, daß meine Mutter nicht mehr lebt. Falls dazu ne Nachfrage kommt, kann ich noch immer sehr charmant sagen, daß das ne lange Geschichte ist und ich die gern ein anderes Mal erzähle. Es hat keiner vom TE verlangt, sofort und in epischer Breite den vermeintliche Rosenkrieg auszupacken, aber mal die Tatsache, daß er ne Tochter hat auf den Tisch zu bringen, wäre schon irgendwie zu erwarten gewesen.
Dennoch ist das nicht passiert, ich habe versucht nachzufragen, so ganz schlau bin ich daraus nicht geworden.
Es ist zB völlig unklar geblieben, ob die Frage der Freundin nach mehr Zeit, nicht vielleicht doch auch auf dem Bauchgefühl beruht hat, daß da irgendwas nicht stimmt. Da gibt es einiges, was ich nicht verstehe.
Persönlich und so eben auch mein Ratschlag an den TW würde ich meinen, daß ein anderes Verständnis der eigenen Vaterrolle, in Zukunft womöglich das Problem völlig verschwinden lässt, weil er dann ganz von allein recht schnell von der Tochter erzählt. Genauso wie ich dem TE sehr wünsche, daß sich sein Traum von einer klassischen Familienkonstellation ebenfalls erfüllt, wobei das eben durchaus nicht ganz so einfach sein dürfte, wenn er die ganze Woche beruflich unterwegs ist.
Liebe Grüße.