Zitat von HabsVerbockt:Du stimmst mir aber zu, dass es Bsp. gibt, wo es gut war, sich zu trennen und später glücklicher zu sein, oder?
Ich war nie verheiratet. Und nie über 7 Jahre in einer Beziehung.
Als diese endete, war ich fix und fertig. Essen ging nicht, Schlafen ging nicht, lernen ging nicht, schreiben ging nicht. Ich hätte meine Diplomarbeit schreiben müssen und hatte eine komplette Blockade.
Ich hab gelitten wie ein Hund.
Und trotzdem wurde es irgendwann besser.
Es ebbt ab.
Du kannst einem anderen Menschen seinen Weg nicht nehmen.
Darfst ihm doch sein Lernen und sein Leben nicht aus den Händen nehmen und das für ihn mit entscheiden..
"Ma liberté contre la tienne..." (Patricia Kaas- "Meine Freiheit gegen die Deine).
Vor allem: ein nicht mehr geliebter Partner leidet doch am Bleiben eines abgekühlten Partners mehr als an dessen Fortgang.
Weil der Mangel an Geliebtwerden doch täglich schmerzt.
Das hab ich versucht, Dir zu erklären, an der Stelle wo Du böse auf mich geworden bist.
Schau... wenn einer liebt, der andere nicht mehr, der erste leidet und der zweite bleibt.... dann hofft der Erste doch täglich sehnlichst und schmerzlichst, dass beim anderen sowas wie Liebe wiederkommen möge.
Letzten Endes ist das oft der Grund, warum Ehemänner bleiben: weil sie den Schmerz des anderen zum Vorwand nehmen, einen Sprung ins Unbekannte zu verschieben. Auf den Sankt Nimmerleinstag.
Das Unbekannte macht Angst. Allein zu sein nach so vielen Jahren sicher auch.
Aber vielleicht wäre dem anderen mit einer klaren "Amputation" besser gedient. Das vernarbt irgendwann. Heilt zu. Und es kommt ein neuer Partner.
Manchmal glaube ich, dass der Mensch für "bis das der Tod Euch scheidet" heute nicht mehr geschaffen ist.
Wo man früher mit Glück zehn bis zwanzig gute Jahre hatte hat man heute mit Ausdauer sechzig und mehr.
Wenns gut geht. Und der Liebe unterwegs nicht der Spritt ausgeht.