Philadelphia
Gast
Es stimmt
Er ist Chef mit vielen Angestellten, Vater, Ehemann. Alle wollen was von ihm - Entscheidungen oder Aufmerksamkeit, Geld oder Unterhaltung.
Ich hab natürlich unterschiedliche Phasen durch:
Erst hat er von sich aus die Initiative ergriffen mich zu erobern. Und da lies er sich einiges einfallen...
Das wurde immer weniger, als ich angebissen hatte. Erst kompensiert man das ja durch das aufkommende Verliebtheitsgefühl.
Irgendwann dachte ich, jetzt könnte dann aber auch mal wieder was von ihm kommen...
Ich hab angefangen zu fordern, zu bitten, zu wünschen. Als er mich damit einfach im Regen hat stehen lassen und sowas sagte wie:" Diese Forderungen sind immer der Anfang vom Ende..."
...da hab ich es kapiert.
Ich habe nichts zu fordern!
Ich kann ihm meine Zuwendung geben, Bestätigung, S. mit SEINEN Phantasien, und nicht zu viel SMS-Gedöns zwischen unseren Treffen, und kriege... ja was genau kriege ich?
Ich weiß dass ich wichtig bin - vielleicht ist es das.
S.x, ok, auch schön.
Aber sonst.... ist es nur Warten. Und eine Illusion vom Glücklichsein.
Ich hab mir das Fordern abgewöhnt, ich halte mich zurück mit SMS, ich gebe ohne was dafür zu wollen.
Ist irgendwie ganz unten oder?
Dennoch fühle ich mich fast wie seine Mutter. Liebt, lässt ihn aber frei.
Aber er tankt bei mir auf und mir fehlt irgendwann Energie. Mal fühle ich mich stark für zwei, mal ist für mich nichts mehr da.
Gesund kann es nicht sein. Ich weiß nicht, ob es den Menschen gibt, der bei so einem Verhältnis ausgeglichen und zufrieden bleiben kann. Nirgends zu kurz kommt.......
Ich mag ihn, ja vielleicht ergänzen wir uns sogar, sind auf einer Wellenlänge, haben den selben Humor - wie Geschwister eigentlich. Evt weiß er mittlerweile auch, dass ich ihm nicht zunnahe komme, will ihm seine Familie nicht nehmen. Ich passe mich an. Ich lerne mich kennen durch ihn.
Aber ich leide an der dauernden Warterei. Es ist kein guter Dauerzustand