@ Razzi
Ach, ich zieh doch gar nichts durch. Es ist mehr ein Aufgeben.
2.5 Jahre hat mich der Mann beschäftigt (meist im negativen Sinne), der mich einerseits bezirzt und umworben hat, aber gleichzeitig belogen und getäuscht und gedemütigt hat.
Die ersten Monate habe ich auf Taten, die seinen schönen Worten folgen würden, gewartet.
Ich habe auf das Einlösen seiner Versprechen gewartet.
Die darauffolgenden Monate habe ich auf
ihn , der immer wieder verschwand, gewartet.
Dann habe ich auf Besserung gewartet.
Gewartet, gewartet, gewartet.
Gewartet, was er wohl als nächstes ausheckt.
Die letzten Monate habe ich auf eine Entschuldigung gewartet.
Worauf soll ich jetzt noch warten. Gibt nichts mehr. Ich kann getrost den Schlussstrich, den eigentlich
er vorgezeichnet hat, ziehen.
Und ja, da ist was Wahres dran, ich fühle mich auch als würde ich weniger existieren als vorher. Als hätte ich mich zu einem großen Teil aufgelöst.
Und jetzt auch noch Weihnachten! Passt gerade ganz schlecht.
Auf meinem Balkon haben heruntergefallene Vogelfutterkörner gekeimt und versuchen jetzt, zu Sonnenblumen zu werden.
Ich bin 1 Woche weg, aber das Internet nehme ich mit, ich hoffe, es passt ohne Knickfalten ins Köfferchen.
Liva
