Liebe Scheinheilig,
wie Dein Name schon erahnen lässt,
bekommt man von Dir den nassen Waschlappen ins Gesicht geklatscht,
doch an dem, was Du mit Haaren auf den Zähnen schreibst, ist was dran:
Die Gefahr, in zu viel Selbstmitleid den Splitter im Auge des anderen je nach Helligkeit genauer oder täuschend ähnlich irgendwelchen
Charakterisierungen, zu analysieren,
und den Balken im eigenen Auge für ok zu halten ...
Im Ernst,
gratuliere, dass Du 's verschmerzt hast und nun den Verschmerzzeit en der anderen gegenüber so ungeduldig.
Worin ich Dir zustimme, ist, dass man sich an der eigenen Nase fassen muss:
Die eigene seelische Selbständigkeit, Selbstliebe stärken,
das eigene Leben auf die Reihe bringen in Job, Hobbys und Freundschaften und Verwandtschaft,
denn die Versöhnlichkeit auch innerhalb der Herkunftsfamilien braucht auch, dass man seelische auf eigenen Beinen steht.
Die eigene Meinung zu sagen, ist eine Stärke, doch sie dem anderen mit gutgemeintem Engagement - zu nett -aufzuzwingen oder mit dem nassen Waschlappen ins Gesicht zu klatschen ist zu viel des Guten,
doch auch nicht gleich schlecht

,
Deinem Beitrag merkt man an, dass Du ihn mit Herzblut geschrieben hast und dass Du allen diese Erfahrung gern abkürzen oder ersparen würdest,
danke dafür !
Doch wie nicht selten im Leben, reifen wir an dem, was uns schwer fällt und uns herausfordert.
Und einen Mann loszulassen, den Du liebst, und er liebt Dich einfach nur zum kleineren oder größeren Teil, und will aus irgendwelchen so oder so vermuteten oder gar ins Schwarze getroffenen Gründen nichts Ganzes mit Dir,
dann ist das schweeer,
und ein Reifungsprozess,
liebe Scheinheilig,
wie es das auch bei Dir war ...
Ich wünsche uns allen mehr PS und einen Gang höher zu schalten beim Davonfahren bzw. Loslassen
