×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

826

Ich hänge an ihm - aber mir zuliebe muss ich loskommen

G
Guten Morgen!
@ kurze Frage von gestern noch...
Tatsächlich wäre ich nötigenfalls immer noch für ihn da und das weiß er,
ich glaube, er hat es schon richtig verstanden jetzt...

Was noch schwer werden wird, ist, was sich jetzt demnächst alles jähren wird..
Ich habe irgendwie alle Daten im Kopf...
Wann wir zusammen kleine Urlaube gemacht haben, was wir da unternommen haben ,die gemeinsamen Besuche bei Bekannten von ihm, kleine Gesten auch bei bestimmten Gelegenheiten...Wir haben uns oft gesehen, viel Zeit zusammen verbracht, aber auch Erinnerungen, die es per Telefon etc gibt...
Ich bin so ein Mensch, dem sich das alles einprägt und ich werde mich zur Jährung wohl jeweils erinnern...

#4201


R
@GAST 67
Ich denke, das geht jedem so, mir auch.
Kopf hoch, wird alles irgendwann besser.

#4202


A


Ich hänge an ihm - aber mir zuliebe muss ich loskommen

x 3


S
Gast67, Guten Morgen
Das sollst Du ja auch nicht alles vergessen, Erinnerungen gehören zu uns, sie werden für immer einen Teil von uns bleiben.

Das Ziel ist, dass es nur noch schöne Erinnerungen werden und keine gegenwärtigen Emotionen mehr auslösen.

Wie gehts Dir heute?

#4203


G
Danke der Nachfrage!
Es geht schon, hab sogar gefrühstückt heute. .
Bin zwar etwas melancholisch und denk an ihn, aber es geht...

Ist es bei Euch auch so kalt?
Ich mag derzeit überhaupt keine Kälte...

#4204


S
Guuut Smile Willkommen zurück im Leben!

Ich hab mir noch überlegt gestern, dass Du Dir übergangsweide evt ein Multivitamin holen könntest zum Aufbau der körperlichen Kraft, weil sich eine Depression auch körperlich niederlegt.

Der erste Schritt ist der Weg zum Ziel und den hast Du heute getan, super!

Hier liegt natürlich Schnee zwinkern

Hallo Phila, Guten Morgen und ich hoff Dir gehts weiterhin gut. Ich meld mich bald mal. lg

#4205


G
Sagt mal, ist es falsch, dass ich mir immer noch Gedanken um sein Wohlergehen mache?
Ich kann meine Sorge nicht so einfach abschalten und es fällt mir sehr schwer, nicht zu wissen, wie es ihm geht.
Ein Mensch, den man wohl immer noch irgendwie liebt, mit dem man so viel Zeit verbracht hat, dem es nicht gut ging und plötzlich nichts mehr davon hören und wissen.
Sehr sehr schwer gerade...

Santos , ich hab diese Woche noch eine Untersuchung wegen Vitaminstatus...
Aber danke für den Tipp!

#4206


S
Das ist Teil und die Konsequenz einer Trennung. Du solltest lernen, Deine Aufsicht auf Dich zu richten, denn die brauchst Du dringender für Dich selber als für ihn.
Wenn es ihm nicht gut geht - weiss er wo der Arzt ist, wird den Weg finden. Du bemutterst ihn nahezu, er ist erwachsen.

Schau jetzt für Dich, Du hast genug zu tun an Dir selber gerade.

Schöner Tag @ all

x 1 #4207


R
Ich kann Santo nur beipflichten.

@Santo , danke, dir auch einen schönen Tag.

x 1 #4208


S
Danke Roja, das wünsch ich Dir auch.

#4209


P
Hallo Santo Smile
schön dich zu lesen Weisse Fahne

Ich lese grade das Buch "Jein" von Stefanie Stahl. Bindungsängste erkennen und bewältigen.
Da stehen viele gute Beispiele drin, wie sich die Kindheit, die Eltern und deren Verhalten auf einen selbst auswirken kann.
Also ich finde da schon Parallelen zu meinem Verhalten in Beziehungen und auch die Typen, die ich anziehe und warum ich grade DIE anziehe....
Oft spielt eben die Angst vor dem Verlassen werden eine große Rolle, warum man sich soo an jmd hängt, bzw. weil man ein anderes Verstaändnis von wirklicher Liebe hat.
Man will nicht enttäuscht werden...
Tut "alles", damit der andere einen liebt und achtet, aber im gleichen Moment stößt man ihn ab, wenn er wirklich anfängt einen zu lieben.

Gast67: überleg mal, warum du an diesem Mann so hängst, der doch vergeben ist.
Wie wäre es, wenn er zu dir stehen und zu dir ziehen würde. Würdest du ihn auf Dauer "aushalten" können?
Oft verliert das Ganze seinen Reiz, wenn es möglich und lebbar wird.
Warum suchen wir/ich einen vergebenen mann, oder einen der 400km weit weg wohnt..... weil er uns nicht zu nahe kommt.

Ich glaub es ist echt wichtig mal zu überdenken, was wir wirklich WOLLEN und mit was wir LEBEN können/wollen.
Denn so wie es ist, so wollen wir es im Grunde. Sonst würden wir was ändern.

Zitat:
Sagt mal, ist es falsch, dass ich mir immer noch Gedanken um sein Wohlergehen mache?

Im Grunde wahrscheinlich nicht.
Aber DU solltest dir mal Gedanken um DEIN Wohlergehen machen. Er ist doch erwachsen. Warum willst du seine Mama sein? Ich hab das Gefühl, dass du fast symbiotisch mit ihm bist.
Das war mal bei mir ein Grund die Flucht zu ergreifen.... Augen rollen
Ich brauch meine Freiheit, sonst vergeht mein Leben, und ich nutze es nicht. Ich will das Beste draus machen Glücklich
In anderer Leute Gedanken zu hängen ist Zeitverschwendung! Nein

#4210


S
Hey Phila

Ja ich denke auch, dass wir alle sehr oft an etwas fest halten um unsere Vorstellungen an etwas aufrecht zu halten und biegen und brechen dann solange bis es in tausend Teile am Boden liegt und uns eine Erschütterung erreicht, die wir dann nicht gut verabeiten können.

Bei Gast67 ist meine persönliche Meinung eigentlich ganz klar, dass dieser Mann keine Ergänzung im Leben mehr ist, sondern zum effektivem LebenInhalt geworden ist.
Jetzt ist er weg und eine unendliche Leere im Leben entsteht, die ihr dann bewusst werden und diese dann bewältigt mit *auswärtigem Denken*. Diese ganze *bemutterung* ist, das was er ihr gelernt hat, sei Sanft zu mir, geb mir alles was ich zu Hause vermisse, sei mein Seelenapostel und meine Krankenschwester. Jetzt ist diese Erkenntnis noch im Gange.
Zum zweiten denk ich auch, dass der gesamte Lebensinhalt gerade leer ist und sie sich selber ein Leben *erstellen* muss, wie gehe ich mit meiner Zeit um, was mache ich mit meiner Zeit, wie sorge ich im mich selber, wie gehe ich mit meinen Gedanken um etc pp.

Harter Schlag- die man sich aber jeden Tag selber erteilt, wenn man sich dessen nicht bewusst werden will.

Er ist ja nicht gestorben, er ist noch da, aber das eigene Leben ist gestorben, das Gefühl zu sich selber. Resignation ist hier gefragt mit dem eigenen Leben alleine dazustehen und glücklich zu sein.

x 1 #4211


G
Philadelphia, sicher ist Vieles in unserem Verhalten in dem begründet, was wir erlebt und vorgelebt bekommen haben.
Bewusst anders machen ist schwer...

Santos, Du hast in gewissem Maße Recht.
Über lange Zeit stand ich mehr oder weniger rund um die Uhr zur Verfügung um keine ihm passende Zeit zu verpassen.
Dabei habe ich im Laufe der Zeit wohl mich , mein Leben, vernachlässigt.
In der Depression stecke ich rückblickend schon recht lange und da hat sich tatsächlich das Meiste um ihn, um uns gedreht.
Ich habe mich zurück gezogen und auch isoliert.
Aber meine Freunde sind alle noch da, sie erkundigen sich nach mir und denken an mich.
Auch meine Familie wartet nur, dass ich wieder lebe.
Aber ich bin tatsächlich, obwohl ich weiß, er lebt noch, in Trauer.
Und das schon lange, denn das " Ende" war mir lange bewusst.
Jetzt ist es halt gerade nochmals akut.

#4212


S
Weshalb Du in eine Depression gefallen bist, weiss ich nicht. Was ich aber denke zu wissen, ist das Menschen die dann wirklich daran erkranken gerne Gleichgesinnte suchen- was normal ist. Das Resultat sehe ich bescheiden und weniger positiv. Diese Beziehung forderte im Prinzip dass ein *erkrankter* (sag dem jetzt mal so) einen anderen kranken (hier Dein EX) unterstützt und auf eine Art heilt. Sowas funktioniert in den meisten fällen einfach nicht, weil es keine vorübergehenden Kleinigkeiten sind.

Er hat keine Schuld. Keiner ist Schuld an einer Krankheit. Er merkt kaum, dass er krank ist, oder er ist nicht krank genug um sich Hilfe zu holen, Fachmännische.
Du bist nicht zuletzt auch durch ihn in diese Spirale gelangt, inder Du einen *gleichgesinnten* gefunden hattest und ihr Euch beide nach eurem eigenen Ermessen über Wasser gehalten habt.

Als Du gemerkt hast, dass diese Geschichte bricht, weil die absolut keine Stabilität hat hast Du einfach angefangen, Dich hinter netten Gründen zu verstecken, weil Du gemerkt hast, dass ein Ablösungsprozess im Gange ist. Du hast Dich selber verloren, weil Du merkst, dass diese Zeit für Dich zu Ende geht und in Dir etwas statt findet, was Du so nicht vorgedtellt hast, da Deine Hoffnung jeden Tag ihre Funken sprühte.

Du bist Dir selber einen Schritt voraus gewesen, Dein Unterbewusstsein hat bereits gehandelt, während Deine Logik noch nach den Gründen sucht und sich an diese Hoffnung hängt. Eine Illusion, denn es besteht keinen Grund zur Hoffnung.

Es gibt niemandem auf der Welt, der von Null Komma plötzlich anschalten kann, aber manchmal muss man den Dingen auch mal in die Augen sehen und sich die Kraft dort holen, wo Stärke auch vorhanden ist. Diese Stärke findest Du wirklich nur in Dir selber.

Schmerzen können erst dann vergehen, wenn man sie zuvor akzeptiert hat. Ein kranker wird schneller Gesund, wenn er seine Krankheit akzeptiert hat, als wenn er dagegen rebelliert. (Ist auch bei körperlichem gerne so)

Du kannst nicht in einem Tag Dein komplettes Leben verändern, aber Du kannst jeden Tag etwas mehr dafür tun. Jeden Tag etwas mehr in Deinen Tag einbauen, sei es mal 15 min Sport oder spazieren, in einem Buch lesen, beginnen zu zeichnen, egal was.

Mach Dir zur Aufhabe für heute, dass ab heute um dieselbe Zeit morgens aufgestanden wird, am Folgetag füge hinzu, dass ab sofort jeden Abend die Küche gemacht wird vor dem schlafen, etc etc. Halte Dich AUSNAHMSLOS DARAN (auch wenn Du denkdt Du kippst dran um, tue es. Mehr als kippen wirst nicht) Aber jeden Tag etwas mehr und noch was hinzu... Dann wirst Du in sehr geraumer Zeit wieder ein geregeltes Leben haben.

Und eines sei Dir bewusst> Du hast noch viel zu verlieren, zb Deinen Job, Freunde, Familie etc. Aber es liegt an Dir, dass Dir das alles bestehen bleibt.

Ich bin auch Arbeitgeber und habe auch Verständnis für meine Mitarbeiter, aber es hat alles ein gesundes Mass. Wir können als Arbeitgeber auch nicht einfach aufhören wenn uns mal das Herz weh tut.

Viel Glück noch

#4213


G
Santos, ich hatte vorher keine Depression, habe sie erst im Verlauf der Beziehung bekommen.
Er, ja er nahm schon Psychopharmaka, als ich ihn kennen lernte, jahrelang.
Hat sie dann abgesetzt und es ging recht lange gut.
Aber irgendwann haben wir uns gegenseitig runter gezogen und gleichzeitig versucht wieder aufzubauen
Wie er mal sagte, der Blinde, der dem Tauben helfen will...
Oft sagte ich, es sei wohl besser für ihn ohne mich, ob ich gehen solle, wohlweislich spürend, dass es auch für mich besser wäre.
Er meinte aber immer, auch ganz zum Schluss ohne mich sei es sehr schwer und schlimmer...
Aber ich weiß ja, er ist JETZT in Behandlung.
Zum Glück, endlich!
Ich hoffe, er wird bald gesund!
Meine Arbeit war mit ein wesentlicher Grund, sag ich Dir als Arbeitgeber, dass ich handeln MUSSTE, da es meine Verpflichtung ist, zu meiner Genesung beizutragen.

#4214


G
Und ja, ich weiß zwar, dass er in seinem Leben, wie er es lebt, seit Jahren unglücklich und unzufrieden ist, aber die Verantwortung dafür kann ihm niemand abnehmen.
Er hat selbst gesagt, er weiß jetzt, wie es sein müsste
Das daraus zu machen ist seine Aufgabe.
Ich hoffe, er schafft es!

#4215


A


x 4