Tundil
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Ja, vieles von dem was Du schreibst kann ich nachvollziehen.
Ehrlich zu sich selbst ist einfach gesagt, sollte eigentlich auch einfach sein, ist es aber nicht, wenn man nicht weiß, was man wirklich fühlt oder fühlen wird.
Liebe ich sie noch oder will mein verletzter Stolz nicht wahrhaben, dass ich sie verloren habe?
Kann ich ihr verzeihen oder sorgt mein Stolz dafür, dass es nicht klappen wird?
Kommt das Vertrauen zurück oder wird es auf ewig verloren bleiben?
Das es anders wird ist klar, nur ob ich mit dem "Anders" leben kann, ist mir noch nicht klar.
Ich durchlebe den Prozess und weiß noch nicht, wie er enden wird. Ich wünsche mir halt, dass ich vergeben kann und wieder mit meiner Frau eine erfüllte Beziehung erleben darf. Den Anfang dafür haben wir gemacht und ich kann weiß Gott nicht sagen, dass sie daran nicht mit vollen Einsatz mitarbeitet. Trotzdem ist da mein verletzter Stolz aufgrund eines Seitensprungs!
Da ich nicht weiß, wo meine Reise enden wird, möchte ich auch nichts von dem kritisieren, was Du geschrieben hast. Alles ist verständlich und kann irgendwann auf mich zu 100% zutreffen.
Das mit den Kindern sehe ich etwas anders, obgleich ich weiß, wie Du es meintest. Ich sehe Kinder als Mitglieder der Familie, nicht als Argumentationshilfe, sondern als Grund. Ein Grund, durchaus etwas zu tun oder zu lassen.
Argumentationshilfen für mich bekomme ich hier und zwar ganz unterschiedliche!
Nettes Beispiel; für mich als "Nicht" Kaffeetrinker nicht so relevant. Ich hatte irgendwo hier im Forum ein nettes anderes Beispiel gelesen:
Man kann eine alte Feuerstelle neu anfachen und das Feuer wieder in Gang setzen, oder man kann es ausgehen lassen und woanders ein neues Feuer entzünden. Eine alte Feuerstelle, in der noch viel Glut ist, lässt sich wieder zu einem schönen Feuer anfachen. Eine neue Feuerstelle ist mit dünnem Reisig schnell angefacht, dass daraus aber ein ordentliches Feuer wird, bedarf der mühevollen Arbeit.
Es gibt immer Argumente für das eine oder andere. Je nach eigener Erfahrung wird man halt die eine oder andere Sichtweise bevorzugen.
Ein Märtyrer in der Familie würde ich den Kindern zur Liebe nicht werden. Da bin ich mir dann selbst doch zu wertvoll.
Stand heute bin ich der festen Meinung und ich hoffe, dass wird auch so bleiben, dass man vergeben kann, eine Beziehung neu starten kann und darin glücklich werden kann. Leider weiß ich nur nicht, ob ich zu dieser Spezies gehöre. Die Zeit wird es zeigen. Aber, selbst wenn es mir nicht gelingen wird weiß ich, dass es Menschen gibt, die das geschafft haben und solche Menschen wird es auch in der Zukunft geben.
Gruß, Tundil