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Ich lernte einen Mann durch seine Abwesenheit kennen

A
Mir ist es schon mehrmals passiert , eigentlich bin ich die Starke , dass auf die Frage an mich :
" Wie geht es dir " ich : " Schlecht ", die Antwort erhielt : " Oh , das freut mich , aber ich habe gerade die und die Probleme ......"

Bin kein Jammerlappen , eher die Zuhörerin . Jetzt antworte ich nur noch : " Es geht mir gut ." Dann ist die Welt in Ordnung .
Aufmerksam zuzuhören scheint eine Kunst zu sein , die nicht viele beherrschen .

x 5 #31


E
Wahre Anteilsnahme zu erfahren ist leider eine Seltenheit. Ich sage mir, dass die Menschen nicht gleichgültig sind, aber sie tun sich schwer wer, einem beizustehen. Ich bemühe mich, für andere ein guter Zuhörer zu sein und erlebe selbst meine Grenzen 😔.

Sich mitzuteilen ist nicht so einfach, wie man annimmt... Vor allem dann nicht, wenn man ganz tief leidet. So existenziell leidet.....

x 3 #32


A


Ich lernte einen Mann durch seine Abwesenheit kennen

x 3


S
Zitat von Arella:
Für Jungs ist das oft besser, als wenn man einen wirkliches Gespräch führen will. Wäre ein Versuch wert.

Wir haben zusammen öfters die Momente, zum Beispiel wo wir zusammen spazieren gehen oder wir gehen was futtern...
...dann quatschen wir auch viel zusammen.
Aber noch nie hat er über Probleme gesprochen...
...er weiß das er mir vertrauen kann, aber er sagt nichts.
Er zählt mal was von der Schule, aber nie wenn er Probleme hat.

#33


S
Doppelt - gelöscht.

#34


Amb25
@Abendrot
Ich verstehe sehr gut, was du meinst.

Es ist schmerzhaft, die Wahrheit über den eigenen Zustand zu sagen und sich dann schnell in die Rolle des anderen gedrängt zu fühlen, als ob die eigenen Worte keine Bedeutung hätten. Deine Antwort „Mir geht es gut“ ist kein Aufgeben; sie ist ein Weg, dich selbst zu schützen und deinen inneren Raum angesichts von Gleichgültigkeit oder mangelndem Zuhören zu bewahren. Aufmerksames Zuhören ist in der Tat eine seltene Kunst: Es erfordert Geduld, Offenheit und den Mut, zuzuhören, ohne zu urteilen oder alles auf sich selbst zu beziehen. Danke, dass du diese Erfahrung in Worte gefasst hast; sie berührt viele, die geben, ohne die gleiche Aufmerksamkeit zu erhalten.

x 1 #35


Arella
Zitat von Schnuddel74:
...er weiß das er mir vertrauen kann, aber er sagt nichts.
Er zählt mal was von der Schule, aber nie wenn er Probleme hat.


Siehts du, er weiß, dass er dir vertrauen kann. So lese ich dich auch. Du nimmst dir Zeit, du bist da.
Etwas, was viele von uns kaum kennen, von den eigenen Eltern, die wieder Kinder von kriegstraumatisierten Kindern waren. Wir haben das wenig bekommen. So hab ich es auch aus meinem Umfeld mitbekommen.
Die heutige Elterngeneration ist, zumindest viele, soweit sie können, am Zustand ihrer Kinder und ihrer aktuellen Gemütslage interessiert.
Aber dein Sohn redet nicht, wenn er Probleme hat.
Vielleicht kannst du ihn genau das fragen.

Kann aber sein, dass es an seiner Altersphase liegt.

x 1 #36


A
Zitat von Amb25:
@Abendrot Ich verstehe sehr gut, was du meinst. Es ist schmerzhaft, die Wahrheit über den eigenen Zustand zu sagen und sich dann schnell in die Rolle des anderen gedrängt zu fühlen, als ob die eigenen Worte keine Bedeutung hätten. Deine Antwort „Mir geht es gut“ ist kein Aufgeben; sie ist ein Weg, dich selbst ...

🎯 Danke

#37


S
Zitat von Arella:
Die heutige Elterngeneration ist, zumindest viele, soweit sie können, am Zustand ihrer Kinder und ihrer aktuellen Gemütslage interessiert.

Es ist ganz komisch, mein Vater war Jahrgang 1934, er ist also im Krieg aufgewachsen, aber er war trotzdem immer herzlich, er hat mir schon das Gefühl von Liebe gegeben, auch dass er will, dass es mir gut geht. Zeit hat er mir auch gewidmet, er fand es toll, dass ich mit ihm gerne in die Berge gegangen bin. Aber über Gefühle wurde nicht gesprochen! Wenn nur indirekt... ...er hat wenn nur wenn er Anekdoten aus seinen Leben erzählt und erzählt wie er sich dann gefühlt hat... ...ich weiß, dass seine Großmutter, weniger streng war als meine Oma...
...und grade wenn ich nachdenke, macht mich das traurig, mein Opa hat sich (gefühlt) NULL für mich interessiert, da gab es noch nicht mal als Nesthäkchen ein Bonus...

...wir waren ca. 2 oder 3 mal im Jahr bei den Großeltern auf Besuch.
Ich kann mich nicht erinnern, dass mein Opa mit mir gesprochen hat direkt...😢.

x 1 #38


Arella
@schnuddel, mehr kannst du nicht tun und bist auch nicht verantwortlich. Dein Sohn hat einen zugewandten Vater, er weiß, dass er immer kommen kann, wenn er zu dir möchte. Ich kann mich auch nicht vorstellen, dass es Gebrülle oder Aussetzer gib, was andere Jungs manchmal von ihren Vätern erleiden müssen. Am Typ Mensch, wie er damit umgehen möchte, kannst du nichts ändern.
Du machst das schon gut so.

x 1 #39


Worrior
@Amb25
Lass ihn mich Rolf nennen, ein stiller, freundlicher Typ.
Irgendwann war auch er nicht mehr da und dann erst merkten wir wie sehr er uns fehlte.
Niemand wusste von den Dämonen mit denen er kämpfte.
Es war dann wohl einfach zu viel und ee regelte die Sache endgülrig.

Ich weiss von was Du da schreibst, hat mich etwas Überwindung gekostet hier zu schreiben.

x 2 #40


A
Zitat von Worrior:
@Amb25 Lass ihn mich Rolf nennen, ein stiller, freundlicher Typ. Irgendwann war auch er nicht mehr da und dann erst merkten wir wie sehr er uns fehlte. Niemand wusste von den Dämonen mit denen er kämpfte. Es war dann wohl einfach zu viel und ee regelte die Sache endgülrig. Ich weiss von was Du da schreibst, hat ...

Das ist sehr traurig .

Aber auch ich scheine einen Stempel auf der Stirn zu tragen : Ich helfe dir .
Schon mein Leben lang.

Habe bei der AWO gearbeitet , eigentlich als Haushaltshilfe .
Putzen musste ich nie , ich wurde immer zu den Problemfällen geschickt
.Depressive , ein Sexualstraftäter , Personen , die nicht zu händeln waren , wegen ihrer Boshaftigkeit , Sterbende etc ..habe nicht einmal versagt, dabei habe ich keine Ausbildung .

Doch , einmal sollte ich für eine Kollegin einspringen und bei einem alten , ostpreussischem Ehepaar Fenster putzen .
Nicht meine Königsdisziplin , die Fenster waren auch verschlierter als vorher .
War mir klar , das gibt einen Einlauf .
Am nächsten Morgen musste ich zur Chefin , war mir klar . Ich also hin zu ihr , gefasst und ruhig .
Da fragt sie mich doch tatsächlich , ob ich in Zukunft diese Kunden übernehme , sie wünschen es sich so . Habe dankend abgelehnt


Ich wurde gerufen , wenn sich jemand umbringen wollte und all die Jahre hatte ich immer jemanden mit besonderen Problemen bei mir aufgenommen .

Habe privat Sterbende begleitet, weil sie es unbedingt wollten , Kranke gepflegt ....Wurde ohne ersichtlichen Grund in der Stadt angesprochen und um Rat in Lebensfragen gebeten . War einfach immer da und hab mir wenig Gedanken darum gemacht , warum es so ist . Da könnte ich Erlebnisse erzählen , unglaublich .
Ein Lob bekommen ? Mehr als selten , nur von den Menschen , denen ich geholfen habe .Da fallen mir jetzt ganz besondere Dinge ein , die mein Herz wärmen .

Nie war meine Batterie leer , erst jetzt , nach dem Tod meiner Tochter sind meine Kräfte am Ende , Kräfte die ich für meine Enkelkinder brauche .
Komisch , ich wollte auch nie gelobt werden , bin eine der Stillen , niemand weiß , was ich geleistet habe , zusätzlich zu den schweren Jobs , die ich machen musste , um finanziell nicht unterzugehen .
Manchmal möchte ich über die Jahre reden , mit jemandem der nur zuhört , es nicht kommentiert .

Berichten über die Vergiftung mit E 605 und einem Insektizid etc ...einen Stalker , der sein Unwesen getrieben hat ( jahrelang Kontakt mit Kripo und Opferhilfe ).

So es tat gut dieses mal zu schreiben , jetzt sammle ich mich wieder und weiter geht es .

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Worrior
@Abendrot
Danke für Deinen Text, gut dass es Dich gibt, Du machst diese Welt schöner.
Du hilfst denen die sich nicht mehr selbst helfen können.
Davor habe ich Respekt und das ehrt Dich in meinen Augen.
Pass aber auf dass Du den Punkt nicht versäumst Dich rechtzeitig rauszunehmen, bevor Du selbst zerbricht.

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Arella
Zitat von Worrior:

Danke für Deinen Text, gut dass es Dich gibt, Du machst diese Welt schöner.
Du hilfst denen die sich nicht mehr selbst helfen können.
Davor habe ich Respekt und das ehrt Dich in meinen Augen.
Pass aber auf dass Du den Punkt nicht versäumst Dich rechtzeitig rauszunehmen, bevor Du selbst zerbricht.


Habe überlegt, was ich @Abendrot schreibe. Das war sehr gut, Abendrot, dir das mal von der Seele zu schreiben.
Ach du Liebe, du.
Ich finde Worrior hat es ganz genau gut geschrieben.
Da fehlten mir gerade die Worte.
Aber er hat es gut geschrieben.
Daher schwimme ich ein bisschen mit auf seine Grußboot. Falls ich darf.
Liebste Grüße.

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A


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