Zitat von max556:Man kann ja jederzeit nachfragen, ich habe bereits viele Rückfragen beantwortet. Wie du auch sehen kannst, habe ich schon sehr, sehr viel ...
Danke für die Antwort. (Auch wenn mir dein latent aggressiver Unterton nicht zusagt)
Dann mal mein Rat und vielleicht auch mein Hintergrund weil du ja scheinbar Kompetenzen hinterfragst: Ich habe 10 Jahre Ausbildung/Studium im pädagogisch/psychologischem Bereich, an die 30 Jahre Berufserfahrung und mich weiterhin viel fortgebildet, die letzten Jahre intensiv zu Trauma(folgestörungen) und auch zu Persönlichkeitsstörungen. Last but not least bin ich zweifache Mutter und meine Priorität ist immer auf deren psychischer Gesundheit gelegen.
Das Hinterfragen kommt aus meiner Erfahrung und Beobachtung, dass die (subjektive) Wahrnehmung mitunter sehr durch die eigenen, alten, verletzen (Kind-) Anteile geprägt ist. Deshalb wünsche ich es mir konkret. Stell dir vor, du wärst - was nicht verwunderlich und erst recht nicht abwertend gemeint wäre- durch die Diagnose deiner Mutter, deiner PTBS und der drohenden Trennung, gerade sehr vulnerabel und würdest vieles aus deinen eigenen verletzten Anteilen sehen.
Dann wäre die Trennung ja keine Lösung, dann würdest du es ja nur immer weiter mitnehmen.
Zudem kam bei mir vor ein paar Jahren auch einiges zusammen und habe einen Burn out und eine PTBS entwickelt.
Ich verstehe durchaus, dass dies Angst macht und der Zweifel an deiner Wahrnehmung zu Gegenwehr führt.
In meiner Familengeschichte findet sich auch das Thema „aufopfern für die eigenen Kinder“. Frag woher der Burn Out rührt. vielleicht bist du noch nicht so weit am Boden wie ich es war. Aber irgendwann kommt der Punkt an dem man verstehen muss, dass es deinem Kind erst dann gut gehen kann, wenn es seinen Eltern gut geht. Sonst führst du die Aufopferungsspirale nur weiter und gibst sie an deine Tochter.
Auch das Thema Emotionale Erpressung kenne ich aus meiner letzten Beziehung (bzw. nach deren Ende- auch mit Suizidandrohungen) und es hat sich nach Endkampf angefühlt. Entweder ich geh drauf oder er. Ich habe mich für mich entschieden und er lebt auch noch.
Ich finde es sehr löblich, dass du so für deine Tochter einstehen willst und dir ihre psychische Gesundheit so wichtig ist. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass du deine eigene Geschichte und deine eigenen Wunden in die hypothetische Entwicklung hineinprojizierst. vielleicht wäre es hilfreich da mal hinzugucken.
Du hast recht, es ist die Wahl zwischen Pest und Cholera. Es gibt keine gute Lösung, es gibt nur die Beste der Schlechten.
Aber Trennungen müssen nicht so traumatisch sein wie du dir das ausmalst und eine schlechte Ehe und unglückliche Eltern können ebenso, wenn nicht mehr, traumatisieren.
Wenn du es als zwar traurig, aber notwendig empfindest und nicht als die Katastrophe die du damit in Verbindung bringst(und deiner Tochter ausstrahlst), wenn du deiner Tochter in deiner Kraft zuhören und beistehen kannst, empfinde ich das als die bessere Lösung.