max556
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ich bin wirklich am Ende und könnte ein paar weise Worte gebrauchen.
Nach 7 Jahren geht es einfach nicht mehr.
Sie ist wunderschön, hat Humor, ist schlau und eine gute Mutter. Aber sie ist extrem narzisstisch veranlagt (von ihrer Mutter geerbt), sie hat mich bereits tausende Euro gekostet (davor ihren Vater), sie hat die einmal perfekte Beziehung zwischen meiner schwer krebskranken Mutter und mir komplett zerstört, sie hält mich 500km weit entfernt von meiner Heimat, meiner Mutter und meinen Freunden fest, sie vernachlässigt seit Jahren ihren Hund, sie ist kaufsüchtig, sie ist depressiv (ich mittlerweile auch), sie ist extrem impulsiv, sie hat mich vor Familie, Freunden und Nachbarn blamiert, sie hat mich im Grunde innerhalb von 7 Jahren 20 Jahre älter gemacht, so viel Stress und Streit hat sie verursacht.
Ich will schon lange weg. Ich habe es immer geschafft, hinter ihre Mauer zu schauen. Immer geschafft, das Gute in ihr zu sehen, zu fördern und am Leben zu erhalten. Ich wusste immer, dass sie nichts dafür kann. Es waren ihre Eltern, die es maximal verkackt haben. Ich habe alles ertragen. War ihr immer treu. Habe sie und uns nie aufgegeben. Aber ich liebe sie einfach nicht mehr. Zu viel ist passiert. Es geht einfach nicht mehr. Wenn ich nicht gehe, dann wird’s mir immer schlechter gehen.
Aber da ist meine Tochter… unsere Tochter. Grade erst 2 geworden, wunderschön, gesund, intelligent. Mein ganzes Herz. Aus ihrer Sicht hat sie eine tolle Mutter, die sie wunderbar geduldig und liebevoll behandelt. Die Schattenseiten bekomme nur ich zu spüren. Noch…
Ich bin Scheidungskind, sie auch. Ich weiß, wie schwer es ist. Als alleinerziehende Mutter oder als Kind. Ich spüre, wie sehr meine Tochter noch ihre Mutter braucht. Sie müsste also erstmal bei ihr bleiben. Aber ich weiß, dass meine Frau es wahrscheinlich nicht schaffen wird. Sie ist jetzt schon (seit Jahren) völlig mit allem überfordert, obwohl ich fast alles übernehme. Kind, Einkaufen, Hund, Haushalt, alles zu 80-90%. Sie davon 10-20%, plus 6 Std. Arbeit am Tag im gemütlichen Home-Office. Sie braucht 9-10 Stunden Schlaf pro Nacht, sonst wacht morgens der Teufel auf. Ich bin derzeit krankgeschrieben. Keine Kraft mehr.
Sie hätte ohne mich kaum familiäre Unterstützung. Kaum genug Geld. Was ich damit wohl auslösen würde, wenn ich gehe? Ich habe riesige Angst davor. Ich will es nicht tun. Aber was soll ich tun?
Ist dies jetzt mein Schicksal? Gespielte Liebe zu ihr, wegen der Liebe zu meiner Tochter? Nur damit es meiner Tochter gut geht? Oder eine gefühlskalte WG, in der meine Tochter dann täglich erlebt, wie ihre Eltern plötzlich nicht mehr miteinander reden? Was tut man jetzt? Drei Jahre Therapie haben meiner Frau oder unserer Ehe nicht geholfen.
Ich bin frische 29 und hatte mir mein Leben ganz anders vorgestellt. Ich war einer von den Guten… wollte „die Eine“ finden, für die ich alles tun würde, der ich immer treu sein wollte und mit der ich meine eigene Familie gründe. Ich weiß, dass sich so einige Frauen um einen Ehemann wie mich geprügelt hätten. Manche tun es immer noch… Ich bin nicht perfekt oder unfehlbar! Ich gebe nur Feedback weiter…
Leider bin ich an die Falsche geraten…
Vielleicht hat ja jemand hierzu etwas Verwertbares zu sagen…
Aber bitte keine Menschen, die in ihrem Leben als Eltern ständig unreflektierte Entscheidungen auf Kosten ihrer Kinder getroffen und bis heute keine Fehler darin erkannt haben - dann könnte ich auch meine Schwiegermutter fragen.