Zitat von brokenhearted:An manchen Tagen bin ich soweit, an anderen wieder nicht. Diese innerliche Zerrissenheit kenne ich so überhaupt nicht von mir.
Normalerweise habe ich meine klare Linie, aber diese Situation bringt mich völlig aus dem Konzept.
Heute habe ich mal nach kleinen Wohnungen gestöbert und es fühlte sich komisch an.
Auf der einen Seite war es Erleichterung pur, auf der anderen Seite aber auch merkwürdig.
Diese Zerrissenheit wird bleiben, bis du eine Entscheidung getroffen hast.
Und natürlich werden auch Zweifel an der Entscheidung auftauchen (egal an welcher) und du wirst dich fragen, ob du "richtig" entschieden hast.
Das ist Kennzeichen eines klassischen Dilemmas.
An deinem Mann wirst du nichts ändern, das heißt, wenn er nicht bereit ist, da zu investieren im Rahmen einer Paarberatung oder eben aus eigener Kraft, wird euer Zusammenleben mit großer Wahrscheinlichkeit so bleiben - musst du dir überlegen, ob du dir das noch 40 Jahre reinziehen willst.
Die Hoffnung auf Veränderung ist trügerisch. Ich hab auch immer wieder, bei kleinsten Gesten, gedacht: ah, JETZT wirds besser.
Das hielt nie lange. Weil es nicht aus Einsicht oder wirklicher Veränderung, sondern aus Bemühen resultierte und dauerhaft etwas tun, was mit Mühe verbunden ist, gelingt selten.
Deine Erinnerungen - es ist Vergangenheit. Ich hatte eine tolle Reise in Asien damals mit meinem Mann.
Das wäre heute nicht mehr denkbar. Er hat sich verändert, ich habe mich verändert. Kinder kamen, das Leben hat sich verändert - und dann ist man eventuell eben kein starkes "Wir" mehr.
Würdest du deinen Mann, so wie jetzt, nochmal heiraten?
Würde dein Mann dich nochmal heiraten, Stand heut?
Wir mussten diese Frage in der Paarberatung beide verneinen.
Zitat von brokenhearted:Ich habe Angst, meinem Sohn seinen Vater zu nehmen, weil ich die Befürchtung habe, dass er sich dann nach der Trennung nicht kümmern will/wird
Na geh.
Du nimmst nichts weg.
Wenn er sich nicht kümmern will, dann nimmt er sich das selber und es ist fraglich, ob das Kind davon profitiert, wenn er sich nur gezwungenermaßen kümmert. Das spürt das Kind ja nun auch.