brokenhearted
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Dieser Text wird vermutlich etwas länger, aber ich habe niemanden, mit dem ich offen über meine aktuelle Situation sprechen kann/möchte und demnach hoffe ich auf jemanden zu treffen, der selbiges erlebt hat.
Mein Mann und ich sind jetzt knapp 6 Jahre zusammen, haben ein 3,5 Jahre junges Kind und sind seit fast 4 Jahren verheiratet.
Unsere Beziehung war eigentlich schon immer ein stetes auf und ab, da mein Mann extrem launisch ist und ich mich oft von seiner grundlosen schlechten Laune mit runterziehen ließ, obwohl ich ein positiver Mensch bin, der seltenst mal schlecht gelaunt ist.
Ganz zu Beginn, als die rosarote Brille noch da war, war alles toll und schön, aber wie es immer so ist - ist die Brille weg wird's interessant. So richtig interessant ist es aber erst, seit unser Kind auf der Welt ist.
Unsere Beziehung ging in einer Tour bergab. Immer mal wieder kamen ein paar Highs, aber darauf folgte dann immer wieder ein heftiges Low.
Streitpunkt ist oft unser Kind. Es war ein absolutes Wunschkind von uns beiden, aber da unser Kind ein anspruchsvolles und sehr forderndes Kind ist, ist er eigentlich in 95% der Fälle nur genervt von unserem Kind.
Das wiederum nervt mich sehr, weil ich oft das Gefühl habe, dass ihm nicht mal ansatzweise bewusst war, was es bedeutet, ein Kind zu bekommen.
Ständig beklagt er, zu wenig Freizeit zu haben, zu wenig dies und das, zu wenig von seinem Urlaub nutzen zu können, da vieles für die KiTa Schließtage drauf geht. zumal ich sagen muss, dass die immer ich abgedeckt habe und somit keinen einzigen Tag Urlaub mal für mich nehmen konnte. Wir arbeiten nämlich beide. Dieses Jahr habe ich dann zu ihm gesagt, dass alles fairer verteilt werden soll und nicht immer nur alles zu meinen Lasten gehen soll. Das Gejammer war groß.
Er darf im Grund machen was und wann er will, z.B seinen Sport aber sobald ich mal eine Freundin treffen möchte oder nach 6 Monaten mal wieder für 2 Stunden zum Friseur gehe, ist jedes Mal danach ein riesen Theater.
Auch nach medizinisch notwendigen Sitzungen - ich habe eine chronische Erkrankung.
Er ist dann immer super schlecht gelaunt, weil ich mal was für mich getan habe. immer. Jedes Mal.
Eine Zeit lang habe ich also gar nichts mehr unternommen, aus Angst vor der nächsten Laune meines Mannes. Denn er kann dabei so eiskalt sein, sagt dann immer "es sei nichts" und findet dann kein Ende mehr. Jegliche Zuneigung wird komplett auf Eis gelegt, er setzt sich dann auch auf dem Sofa immer so weit es geht weg von mir.
Bei jedem mal ist mir wortwörtlich ein Stück von meinem Herz herausgebrochen.
Liebesentzug ist das schlimmste für mich.
Jüngstens ging das 2 Wochen lang, ehe mir der Kragen geplatzt ist und ich ihn konfrontiert habe. Es wurde ein handfester Streit darauß, in dem er mir dann vorwarf "da zum Friseur zu gehen" und dann "da ne Freundin zu treffen" und "er darf dann nach dem Kind gucken, während ich zum Vergnügen hier und dort hingehe".
Das mache ich neben Arbeit und Haus tagtäglich.
Ich muss dazu sagen, dass er mit genau dieser Art alle meine bestehenden Freundschaften kaputt gemacht hat, keiner mehr zu Besuch kommen möchte und ich völlig alleine dastehe.
Ich habe dann eine neue Freundin gefunden und auch das missgönnt er mir nun. Was soll das?
Das ist ein Beispiel von vielen, aber solche Aktionen lassen mich den Respekt vor ihm verlieren und vor allem die Liebe.
Wann immer ich die Möglichkeit habe, flüchte ich vor ihm (mit Kind im Schlepptau. Unser Kind kriegt seine Launen auch oft ab), seinen Launen und der ganzen beklemmenden und bedrückenden Situation.
Es ist eine Mischung aus: ich verliere den Respekt und werde desillusioniert, da ich mir den Vater meines Kindes ganz anders vorgestellt habe. Familiärer. Seit kurzem hält er auch nicht mal mehr für nötig uns wenigstens einen Tag am Wochenende zuzugestehen, an dem wir morgens alle gemeinsam Frühstücken. es ist zum Haare raufen und egal was man wie sagt, er fühlt sich immer sofort angegriffen und er reagiert genervt und aggressiv. jedes Mal wird ein Streit drauß.
Auch diese ständigen Stimmungsschwankungen haben mich die letzten Jahre so zermürbt, dass ich einfach nicht mehr zu ihm finde und es innerlich vielleicht auch nicht mehr möchte.
Wenn man mich fragen würde, was mich hier dann noch hält: unser noch nicht abbezahltes Haus, unser Kind.
Klingt lächerlich, nicht wahr? Aber so ist es.
Ich habe Angst, meinem Sohn seinen Vater zu nehmen, weil ich die Befürchtung habe, dass er sich dann nach der Trennung nicht kümmern will/wird und mein Sohn liebt ihn sehr und dieses Haus und irgendwie die Angst vor einem kompletten Neuanfang.
Hat das jemand von Euch mit so einem kleinen Kind hinter sich?
Oder habt Ihr vielleicht mit Eurem Ehepartner wieder zusammengefunden, obwohl ihr Euch schon entliebt hatter?
Flammte die Liebe wieder auf? Wie?
Mein Kopf sagt mir: "das hat keinen Sinn, du wirst niemals glücklich mit ihm", da ich ihn nicht ändern kann, aber mein Herz sagt "kämpfe noch ein letztes Mal für deine Ehe".
Aber ich weiß nicht, wie dieser Kampf aussehen soll. Ich fühle mich so kraftlos und leer.
Danke für's zuhören.
friseur und Freundin rumhängen. Ist halt so wrnn man kinder hat. Ich war schon 10 jahre nicht bei friseur und Freunde haben sich alle abgewandt. Sie wollten mir micht glauben dass ich nie mit kann zum essen gehen oder kino.